Juni 2026
Vor 30 Jahren begleitete unsere erste point-Sendung den OMNIBUS für direkte Demokratie und den Verein Mehr Demokratie – damals kämpften sie für kommunale Bürgerentscheide in Bayern. Am 1. Oktober 1995 stimmten 57,8 Prozent der Bayern dafür. An diese erste Sendung wollen wir nun anknüpfen – mit einer Aktionswoche, die fragt: Wie wollen wir Demokratie weiterentwickeln? Seit 1995 produzieren wir als gemeinnütziger Verein Reportagen, Dokumentationen und Portraits für unsere Sendung point, die sonntags abends auf Franken Fernsehen ausgestrahlt wird – mit hohem ehrenamtlichen Aufwand, ohne Werbung, mit der Freiheit, die Themen zu wählen, die uns wichtig sind.

Vom 22. bis 26. Juni 2026 veranstalten wir gemeinsam mit der Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH) in Nürnberg die Aktionswoche »Demokratie weiter denken«. Dass die Woche zu einem besonders aktuellen Zeitpunkt stattfindet, ist ein interessanter Zufall: Am 28. Juni 2026 findet in Nürnberg der Bürgerentscheid »Lieber zurück auf Los« über den Ausbau des Frankenschnellwegs statt. Die Bürgerinnen und Bürger können selbst entscheiden, ob die derzeitigen Planungen und Maßnahmen für den Ausbau des Frankenschnellwegs sofort gestoppt werden sollen – und nutzen dabei genau das Instrument, für das der OMNIBUS und Mehr Demokratie vor 30 Jahren gestritten haben: den Bürgerentscheid.
Das Programm:

Während der gesamten Woche ist der OMNIBUS für Direkte Demokratie vor Ort – am 22. Juni am Helene-Lange-Gymnasium in Fürth und am 23. Juni an der Beruflichen Schule 7 in Nürnberg für Workshops mit Schülerinnen und Schülern, vom 24. bis 26. Juni an der Königstraße (Wetterhäuschen, Lorenzkirche), täglich offen für Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern.

Am Dienstag, 23. Juni um 19 Uhr lädt Johannes Stüttgen im S11 des CPH zu einem künstlerischen Gespräch ein unter dem Titel »Die Krönung der Demokratie«. Stüttgen studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Joseph Beuys, der ihn 1971 zum Meisterschüler ernannte. Im selben Jahr gründete er mit Beuys die »Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung« – den Vorläufer des heutigen Omnibus. In seinem Gespräch stellt Stüttgen die Frage, wie der erweiterte Kunstbegriff von Beuys – die Idee, dass jeder Mensch ein Künstler und damit Mitgestalter des gesellschaftlichen Lebens ist – mit der Forderung nach mehr direkter Demokratie zusammenhängt. Er motiviert seine Zuhörerinnen und Zuhörer, den Punkt in sich zu finden, an dem sie sich selbst als freiheitsfähig und als Mitgestaltende einbringen können. Eintritt frei.

Am Donnerstag, 25. Juni um 19 Uhr findet im Pirckheimersaal die Premiere unserer neuen Reportage »Demokratie weiterdenken« statt. Der Film begleitet Menschen und Initiativen, die sich heute für die Weiterentwicklung der Demokratie engagieren – und knüpft inhaltlich an unsere allererste Sendung von 1995 an, die die Einführung der Bürgerentscheide in Bayern begleitete.
Im Anschluss Podiumsdiskussion mit fünf Gästen, die direkte Demokratie aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennen:
Dr. Günther Beckstein hat als ehemaliger Bayerischer Ministerpräsident und Leiter des von Söder eingesetzten Runden Tisches zur Weiterentwicklung von Bürgerentscheiden einen langen Weg zurückgelegt – von einem Skeptiker direkter Demokratie zu einem ihrer Befürworter.
Jörg Siegmund von der Akademie für Politische Bildung Tutzing bringt die wissenschaftliche Perspektive ein: Was sagen die Daten über Politikverdrossenheit, und was wirkt in der politischen Bildung wirklich?
Tim Willy Weber, Bürgermeister des Fleckens Ottersberg, ist die stärkste Verbindungsfigur: Er fuhr in den 1990er Jahren als Praktikant mit dem Omnibus mit, leitete danach viele Jahre Mehr Demokratie e. V. als Geschäftsführer – und sitzt heute selbst im Rathaus.
Werner Küppers ist seit mehr als 25 Jahren als Busfahrer des Omnibus unterwegs und täglich im Gespräch mit Menschen auf Marktplätzen und an Schulen.
Christian König koordiniert für Mehr Demokratie e. V. die Landesverbände in Ostdeutschland – in Regionen, in denen das Vertrauen in die repräsentative Demokratie besonders unter Druck steht und die Frage, wie Bürgerinnen und Bürger stärker eingebunden werden können, besonders dringend ist.
Moderation: Alexander Jungkunz, Chefpublizist Nürnberger Nachrichten. Abendmoderation: Corinna Mielke, Bayerischer Rundfunk. Eintritt frei.

Den Abschluss bildet am Freitag, 26. Juni um 18:30 Uhr im Pirckheimersaal die Dialogveranstaltung »Sprechen & Zuhören – Nürnberg, eine lebenswerte Stadt?«
Zurzeit wird in Nürnberg heiß über den Ausbau des Frankenschnellwegs diskutiert. Gegnern und Befürwortern geht es um eine lebenswerte Stadt. Aber was macht für Dich eine lebenswerte Stadt aus? Welche Rolle spielen dabei Individualverkehr und ÖPNV? Wie wichtig ist Dir kulturelle Vielfalt und Klimaschutz?
Sprechen verbindet, Zuhören verändert. Das vom Verein Mehr Demokratie entwickelte Dialogformat bringt Menschen mit unterschiedlichsten Meinungen und Überzeugungen miteinander ins Gespräch. Es schafft Raum für Austausch, bei dem niemand überzeugt werden muss – einen Ort, um persönliches Erleben zu teilen und Perspektiven von anderen zu hören: ohne Unterbrechung, ohne Bewertung, dafür mit Neugier und Respekt. Im Anschluss gibt es Zeit zum freien Austausch. Moderation: Ingrid Pickel und Christina Gänßbauer (Mehr Demokratie e. V.). Eintritt frei.
Die drei Abendveranstaltungen finden im Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, 90402 Nürnberg statt.
Den Flyer zur Aktionswoche Demokratie können Sie als PDF-Datei herunterladen.
März 2026
Einmal im Jahr verleiht die Akademie im Nürnberger Caritas-Pirckheimer-Haus (CPH) einen Preis für Menschen, die sich in besonderer Weise für die Region einsetzen.
Wir freuen uns sehr, dass wir diesmal zu den Preisträgern gehören. Das CPH zeichnete damit unsere langjährige Arbeit als Dokumentarfilmer aus: »Die Arbeit von Medien PRAXIS erinnert uns daran, was guter Journalismus leisten kann: Menschen sichtbar machen, Missstände benennen und neue Perspektiven eröffnen«, sagte Jurymitglied Marica Münch.

Die Redaktion point Julia Thomas, Peter Romir, Cherima Nasa, Thomas Steigerwald und Norbert Goldhammer, der bei der Verleihung leider nicht dabei sein konnte, bedanken sich und gratulieren auch ganz herzlich den anderen Preisträgern: dem Sozialmagazin Straßenkreuzer, den Paulus-Schwestern am Jakobsplatz sowie Thomas Ohlwerter vom Schulreferat der Katholischen Stadtkirche Nürnberg. Auch sie tragen mit ihrer Arbeit wesentlich dazu bei, die Region mit »Guten Nachrichten« zu füllen.
Das CPH hat anlässlich der Preisverleihung einen kleinen Vorstellungsfilm über uns gedreht: Die Redaktion point stellt sich vor
März 2026
Diese Frage haben wir uns vor einem Jahr gestellt. In der Zwischenzeit ist viel passiert. Was vor einem Jahr noch gegolten hat, ist heute bereits überholt. Nirgendwo sonst geht die Entwicklung so schnell voran, wie im Bereich der künstlichen Intelligenz (Artifical Intelligence). Mit welchen Folgen? Werden wir KI dazu nutzen unsere Welt lebenswerter zu machen, oder führt sie uns an den Abgrund, zerstören wir damit vielleicht sogar die menschliche Zivilisation?

Werden 2050 genauso viele humanoide Roboter wie Menschen dieses Planeten bevölkern, wie ein deutscher Entwickler von humanoiden Robotern voraussagt? Werden sie den Menschen in der Produktion vollständig verdrängen?
Xiaomi hat 2024 eine Fabrik eröffnet, die im Jahr 2 Millionen Hightech Smartphones produziert, ganz ohne menschliche Eingriffe; ohne externe Softwarelösungen übernimmt die KI Analyse, Planung und Optimierung. Ein anderer chinesischer Hersteller plant ab 2030 ähnliches für die Produktion von Autos.
Wie begegnen wir deep fakes und fake news, die inzwischen eine Qualität erlangt haben, dass sie vom Laien nicht mehr von der Realität, von gut recherchierten Informationen zu unterscheiden sind?
Hunderte namhafter Personen aus der Wissenschaft, Forschung und Industrie, unter anderem auch Robert Altmann (Open AI/ Chat GPT) haben ein Statement unterschrieben, in dem es heißt, »KI ist so gefährlich wie Pandemien und Atomkrieg«. Auch der Spiegel vergleicht in seiner Ausgabe vom 26. Februar 2026 die Gefährlichkeit von KI mit der einer Atombombe.
Der Einsatz von KI bringt kann in vielen Bereichen, insbesondere in der Forschung und Medizin sehr sinnvoll sein, KI kann aber leider auch missbraucht werden. Was die Zukunft bringt, wissen wir nicht. Was allerdings Fakt ist: wir stehen vor einem technologischen Umbruch, wie wir ihn seit der Industrialisierung nicht mehr erlebt haben. Von daher ist es sinnvoll, sich der Situation zu stellen und sich zu fragen, wo wollen wir hin? Braucht es Regelungen, wie es immer mehr Wissenschaftler*innen und ITler*innen fordern, oder überlassen wir alles dem freien Markt?
Wir haben einige Gesichtspunkte, Statements, Fragestellungen und Ideen für unsere Social Media Kanäle zusammen getragen, die wir ab sofort veröffentlichen werden. Wir würden uns freuen, wenn Ihr dort (oder auch hier) Eure Meinung zu KI und deren möglichen gesellschaftlichen Folgen hinterlasst.
Thomas Steigerwald
Dieser Text ist ohne den Einsatz von KI erstellt worden.
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Juni 2022
Um unsere point-Reportagen einem größeren (und nicht zuletzt auch jüngeren) Publikum bekanntzumachen, sind wir nun auch auf Instagram und auf Facebook präsent. Unsere Zuschauerinnen und Zuschauer können sich aber darauf verlassen, daß weiterhin nicht das Bespielen sozialer Medien, sondern das Produzieren sozialer Reportagen im Fokus unserer Aktivitäten steht...
Juli 2021
Ab sofort haben wir eine neue Sendezeit für alle, die uns über Satellit empfangen!

Die Satellitenausstrahlung unserer Sendung im Franken Fernsehen ist ab dem 1. Juli immer sonntags um 21:45 Uhr!
Der Grund der Verschiebung ist eine Satellitenumstellung. Die drei nordbayerischen Sender Franken Fernsehen, Mainfranken TV (Unterfranken) und Oberfranken TV senden künftig auf der gemeinsamen Frequenz »Franken Plus«.
Das heißt konkret: Wer Franken Fernsehen über Satellit empfängt, muss einen Sendersuchlauf starten, um »Franken Plus« in seine Programmauswahl einzuspeichern. Dabei hilft das kurze Erklärvideo der Kolleg*innen vom Franken Fernsehen.
Für alle, die ihr TV-Signal über Kabel, Antenne oder Online-Livestream empfangen, ändert sich nichts! Unsere Filme werden weiterhin sonntags um 19:30, 21:30 und 23:30 Uhr ausgestrahlt. Den Online-Livestream gibt es übrigens auch über die Franken Fernsehen App.
Mai 2021
2014, sieben Jahre nach der Schließung des Nürnberger AEG-Werks, haben wir in zwei Filmen die Entwicklung »Auf AEG« dokumentiert.
Maßgeblich dazu beigetragen, dass sich kaum noch jemand an das ehemals schlechte Image des Geländes erinnert, haben die Künstler, die ihre Ateliers auf dem Gelände haben. »Auf AEG« wurde zu einem Ort, an dem sich Kunst, Kultur und mittelständische Unternehmen gegenseitig befruchteten und so das Areal zu etwas Besonderem machten. Wiederum sieben Jahre später, zum 30. Juni 2021 müssen die Künstler ihre Ateliers räumen...
Aus diesem Anlass zeigen wir an den kommenden Sonntagen noch einmal unsere Beiträge zu »Auf AEG«.
16. Mai 2021
Neues Leben »Auf AEG«
23. Mai 2021
Kunst und Kultur »Auf AEG«, Teil 1
30. Mai 2021
Kunst und Kultur »Auf AEG«, Teil 2
November 2020
Alle zwei Jahre findet die Verleihung der Kulturpreise der Stadt Fürth statt. In den letzten Jahren haben wir immer mal wieder Preisträger*innen und ihr Schaffen in kurzen Filmen bei der Preisverleihung vorstellen dürfen. So sind auch immer wieder längere Portraits der Künstler*innen entstanden, die wir dann bei point im Fernsehen gezeigt haben, bspw. zu Julia Frischmann, Andreas Oehlert, Kathrin Hausel, Ursula Kreutz und zuletzt Matthias Egersdörfer.
Für die diesjährige Verleihung des Kulturpreises war zunächst nur ein Kurzportrait Gisela Naomi Blumes, die den Kulturpreis der Stadt erhält, für den Festabend geplant. Bedingt durch Corona musste die Kulturpreisverleihung in ihrer bekannten Form in diesem Jahr abgesagt werden und auch ein geplanter Livestream konnte nicht stattfinden.
Um die Preisträgerinnen und ‑träger zu würdigen und ihr Wirken vorzustellen, hat uns das Kulturamt Fürth beauftragt, fünf Videos zu den einzelnen Preiskategorien zu erstellen. Diese stehen seit letzter Woche im Netz. Wir freuen uns sehr, mit diesem Auftrag spannende Menschen und ihr Schaffen kennengelernt zu haben, danken dem Kulturamt Fürth, den Laudator*innen und den Künstler*innen für die gute Zusammenarbeit und gratulieren den Preisträger*innen ganz herzlich zu den Auszeichnungen!
Der Musiker Moritz König und die Künstlerin Barbara Engelhard dürfen sich beide über den Kulturförderpreis freuen.
Die Leonhard und Ida Wolf Gedächtnispreise 2020 gingen an den Maler Jan Gemeinhardt, die Tänzerin Elena Trägler und die Musikerin Elena Steri.
Über ihre ehrenamtliche Arbeit berichten Mitglieder des kunstkeller o27 e.V., die sich über den Sonderpreis Kultur der Stadt Fürth freuen dürfen, in einem Video, das Maximilian Baumer realisiert hat.
Volker Heißmann, Martin Rassau, Marcel Gasde und Michael Urban haben mit der Comödie Fürth eines der erfolgreichsten Privattheater Deutschlands etabliert und erhalten dafür den erstmals verliehenen Stadtratspreis.
Für ihr beachtliches Engagement, das jüdische Erbe der Stadt Fürth sichtbar zu machen, erhält Gisela Naomi Blume den Kulturpreis der Stadt Fürth. Ein 30-minütiges Portrait der Kulturpreisträgerin können Sie am kommenden Sonntag auf dem point-Sendeplatz bei Franken Fernsehen sehen.
Juni 2018
»Bodies in urban spaces« ist ein Kunstprojekt des österreichischen Choreographen Willi Dorner. Anlässlich des diesjährigen Fürther Jubiläums 200 Jahre Stadt lud das Fürther Kulturamt in Partnerschaft mit der Tanzzentrale Region Nürnberg e.V. zu einem Spaziergang durch die Fürther Stadtlandschaft ein. Wir waren mit der Kamera dabei.
Und wer sich, wie unsere Interviewpartner im Video, auch wundert: »Die Frage ist nicht, wie sie sich stapeln, sondern wie die 10 Meter an der Hauswand hochkommen, wow, und so schnell!«, dem können wir jetzt schon ankündigen – wir klären auf! Denn wir haben nicht nur die Rundgänge, sondern auch die Proben der 20 TänzerInnen und AkrobatInnen begleitet. Demnächst mehr dazu bei point.