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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


Dezember 2016

Ur­su­la Kreutz – »Der All­tag ist mein Ate­lier«

Aus­strah­lung am Sonn­tag, dem 22. Mai 2022, je­weils um 19:30, 21:30 und 23:30 Uhr über Ka­bel so­wie um 21:45 Uhr über Sa­tel­lit auf Fran­ken Plus

Ur­su­la Kreutz ist ei­ne der Künstler*innen, de­ren Ar­bei­ten man der­zeit auf dem Nürn­ber­ger Jo­han­nis­fried­hof in dem Kunst­pro­jekt »Un­end­lich still...« se­hen kann. Wir ha­ben Ur­su­la Kreutz vor ei­ni­gen Jah­ren fil­misch por­trai­tiert.

»Kunst hat die Fähigkeit, mich im Augenblick zu verankern, also mir eine gewisse Gegenwärtigkeit vor Augen zu führen, im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn ich mich auf Kunst einlasse, auch als Rezipient, bin ich gegenwärtig.«

Ur­su­la Kreutz ist ei­ne viel­sei­ti­ge Künst­le­rin. Aus­gangs­punkt ih­rer Ar­beit ist ei­ner­seits die in­ten­si­ve, in­ter­dis­zi­pli­nä­re und ex­pe­ri­men­tel­le Er­for­schung der Mög­lich­kei­ten des Me­di­ums Fo­to­gra­fie, an­de­rer­seits das über­grei­fen­de The­ma der Er­in­ne­rung und da­mit ver­bun­den das Hin­ter­fra­gen von Wahr­neh­mung. Da­bei macht sie sich oft­mals selbst zum Ge­gen­stand der Hin­ter­fra­gung, in­dem sie in ih­ren Ar­bei­ten in Form ei­ner »Selbst­un­ter­su­chung« vi­su­ell und teil­wei­se auch phy­sisch prä­sent ist.

Teilansicht von »metabriss« (c) Ursula Kreutz

Ih­re fo­to­gra­fi­schen Ar­bei­ten sind oft­mals auf fo­to­be­druck­ten trans­pa­ren­ten Stof­fen auf­ge­tra­gen, die ei­nen leich­ten Moi­ré-Ef­fekt so­wie kal­ku­lier­te Un­schär­fe her­vor­ru­fen, und wer­den in Bild­kä­sten oder in von ihr ge­stal­te­ten Räu­men prä­sen­tiert. Durch die Trans­pa­renz des Ma­te­ri­als und ei­ne Ver­dop­pe­lung der Mo­ti­ve ent­ste­hen Über­blen­dun­gen, die zu viel­schich­ti­gen Pro­jek­ti­ons­flä­chen trans­for­miert wer­den und beim Wech­seln des Be­trach­tungs­win­kels im­mer neue Ein­drücke beim Pu­bli­kum her­vor­ru­fen.

Ursula Kreutz zeigt einen ihrer Bilderkästen - hier aus der Serie flussfahrt

In den letz­ten Jah­ren hat sich Ur­su­la Kreutz im­mer öf­ter mit In­stal­la­ti­on und Per­for­mance aus­ein­an­der­ge­setzt. Ar­bei­ten wie exil oder CMX und de­ren Ab­wand­lun­gen bzw. Wei­ter­ent­wick­lun­gen ha­ben ei­nes ge­mein­sam: Die Künst­le­rin ist nicht nur Teil des Wer­kes, sie sieht in den Ar­bei­ten auch ei­ne Aus­ein­an­der­set­zung mit sich und ih­rer per­sön­li­chen Ent­wick­lung.

Standbild aus CMX_pro (c) Ursula Kreutz

Vor we­ni­gen Wo­chen wur­de Ur­su­la Kreutz mit dem Kul­tur­för­der­preis der Stadt Fürth aus­ge­zeich­net. point hat sie in ih­rem Ate­lier be­sucht und lässt sie über ih­re Kunst und ih­re Wahr­neh­mung der Welt re­flek­tie­ren.

Ursula Kreutz im Atelier

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 30 Min.

auf DVD erhältlicher Film Die­ser Film ist auf DVD er­hält­lich.
April 2022

Bau auf Kunst! – mit Krea­ti­vi­tät ge­gen den Fach­kräf­te­man­gel

Barbara Engelhard arbeitet für dieses Projekt vor allem mit dem Computer an ihrer Kunst. Hierbei lässt sie verschiedene Medien zusammenfließen.

Das Bau­re­fe­rat der Stadt Fürth sucht seit Jah­ren hän­de­rin­gend nach Fach­kräf­ten zur Fest­an­stel­lung. 2021 wur­den vom Stadt­rat 18 Stel­len für die 6 Äm­ter des Re­fe­ra­tes ge­neh­migt – die mei­sten sind bis heu­te un­be­setzt.

Bei der Vorstellung der Arbeiten entsteht noch ein Gruppenfoto aller Künstlerinnen und Künstler mit ihren gedruckten Werken.

Um an die­ser „ver­hee­ren­den Si­tua­ti­on“ et­was zu än­dern, be­schloss Fürths Bau­re­fe­ren­tin Chri­sti­ne Lip­pert, un­ge­wöhn­li­che We­ge zu ge­hen. Für­ther Künstler*innen wur­den ein­ge­la­den, sich an ei­ner Aus­schrei­bung zu be­tei­li­gen, die zum Ziel hat, für die Äm­ter des Bau­re­fe­rats Stel­len­an­zei­gen zu ent­wer­fen.

Julia Frischmann und die Amtsleitung der Stadtentwässerung stimmen sich über die Auswahl des Gemäldes für die Stellenanzeigen ab.

Ent­stan­den sind 6 sehr un­ter­schied­li­che Kunst­wer­ke, die vor kur­zem der Öf­fent­lich­keit vor­ge­stellt wur­den.

Thomas Mohi arbeitet in seinem Atelier an seiner Kaltnadelradierung für das Gebäudewirtschaftsamt.

point hat den Ent­ste­hungs­pro­zess ei­ni­ger die­ser Ar­bei­ten be­glei­tet und ist der Fra­ge nach­ge­gan­gen, in­wie­weit künst­le­ri­sche Krea­ti­vi­tät und die An­for­de­run­gen der Äm­ter an Stel­len­an­zei­gen zu ei­ner er­folg­rei­chen Sym­bio­se zu­sam­men­ge­führt wer­den kön­nen.

Bei der Präsentation der Ergebnisse haben sowohl Künstlerinnen und Künstler, als auch die Amtsleitungen von der Zusammenarbeit berichtet.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 30 Min.

März 2022

Krea­ti­ve Per­spek­ti­ve – Die Si­tua­ti­on der frei­en Sze­ne in Nürn­berg

Die ehe­ma­li­ge Pin­sel­fa­brik Le­on­har­dy in der Jo­han­nis­stra­ße steht leer. Künst­ler aus dem Stadt­teil fra­gen sich, ob die wei­test­ge­hend in­tak­ten Räu­me der al­ten Fa­brik als Ate­liers ge­nutzt wer­den könn­ten. Doch die Stadt Nürn­berg als Ei­gen­tü­me­rin hat an­de­re Plä­ne: Das Ge­bäu­de wird wohl ab­ge­ris­sen wer­den, um die an­gren­zen­den He­spe­ri­den-Gär­ten er­wei­tern zu kön­nen. Für die Künstler*innen bleibt dann ver­mut­lich nur die Zwi­schen­nut­zung als mög­li­che Op­ti­on.

Die ehemalige Pinselfabrik im Nürnberger Stadtteil Johannis hat das Interesse dort ansässiger Künstler geweckt. Sie wird jedoch bald abgerissen.

Die freie Sze­ne hat es schwer: lang­fri­sti­ge Miet­ver­trä­ge sind die Aus­nah­me. Oft müs­sen Räum­lich­kei­ten schon nach we­ni­gen Jah­ren wie­der auf­ge­ge­ben wer­den, wie das »Auf AEG« und bei Quel­le be­reits ge­sche­hen ist. Aber Kunst braucht Raum und Krea­ti­ve ei­ne Per­spek­ti­ve. Tut die Stadt Nürn­berg ge­nug für ih­re Künstler*innen? Die Fra­ge steht seit län­ge­rem im Raum.

Künstler*innen des Nürnberger Atelierhauses »Auf AEG« schlossen sich auf der Suche nach einer neuen Heimat zusammen und fanden an der Tillystraße in Nürnberg eine neue kreative Bleibe.

Die neu ge­schaf­fe­nen Ate­liers in der Til­ly­stra­ße sind ein po­si­ti­ves Bei­spiel: Dort ha­ben vie­le ehe­ma­li­ge Künstler*innen Auf AEG durch tat­kräf­ti­ge Un­ter­stüt­zung des Kul­tur­re­fe­rats ei­ne neue Blei­be ge­fun­den. Na­tür­lich braucht es trotz­dem sehr viel Ei­gen­in­itia­ti­ve. Ein von den Krea­ti­ven ge­grün­de­ter Ver­ein sorgt für Struk­tur und küm­mert sich um die Ver­mie­tung des Ge­bäu­des.

Jeden Montag öffnet das Heizhaus seine Pforten für interessierte Besucher und bietet neben Werkstätten und Ateliers auch einen Markt mit regionalem Obst und Gemüse.

Auch im Heiz­haus auf dem al­ten Quel­le-Ge­län­de fin­det man viel En­ga­ge­ment: Dort fin­den sich schon seit meh­re­ren Jah­ren ne­ben Ate­liers auch Of­fe­ne Werk­stät­ten, klei­ne Un­ter­neh­men und ein wö­chent­li­cher Markt, der die An­woh­ner mit fri­schem Ge­mü­se aus dem Um­land ver­sorgt. Die­sen Sta­tus muss­te man sich aber hart er­kämp­fen. Auch die neu­en Mie­ter im Kes­sel­haus an der Für­ther Stadt­gren­ze ha­ben die­se Er­fah­rung ge­macht. Auch hier wa­ren es ehe­ma­li­ge Mieter*innen der Ate­liers Auf AEG, die sich dort in Ei­gen­re­gie oh­ne Un­ter­stüt­zung der Stadt ein neu­es krea­ti­ves Zu­hau­se ge­schaf­fen ha­ben.

Die Kreativen Kilian Reil und Sebastian Richter tüfteln zusammen im eigens geschaffenen Refugium im ehemaligen Kesselhaus einer alten Großwäscherei an neuen Projekten.

Fa­zit: Die freie Sze­ne hat in Nürn­berg gro­ßes Po­ten­zi­al, ist aber viel zu oft nicht sicht­bar.

Ein Film von Nor­bert Gold­ham­mer und Ka­tha­ri­na Was­mei­er  •  Län­ge: 30 Min.

Dezember 2021

»Wir blei­ben, bis Ihr han­delt!« – Die Men­schen vom Nürn­ber­ger Kli­ma­camp

Zweimal in der Woche setzen sich die Klimacamper*innen im Plenum zusammen und diskutieren aktuelle Fragen, treffen gemeinsam Entscheidungen und legen fest, welche Dinge erledigt werden müssen.

Auf dem Se­bal­der Platz, in un­mit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft zum Nürn­ber­ger Rat­haus, steht seit Sep­tem­ber 2020 das Kli­ma­camp. Mit ei­ner per­ma­nen­ten Mahn­wa­che ma­chen die Aktivist*innen seit mehr als ein­ein­vier­tel Jah­ren auf die dro­hen­den Fol­gen des Kli­ma­wan­dels auf­merk­sam.

Im Laufe der 15 Monate waren mittlerweile über 400 Aktivist*innen im Klimacamp aktiv.

Mit ih­rem Pro­test wol­len sie er­rei­chen, dass die ge­wähl­ten Vertreter*innen der Stadt­ge­sell­schaft, die An­stren­gun­gen, das 2015 in Pa­ris be­schlos­se­ne Ziel, die Erd­er­wär­mung auf 1,5 Grad zu be­gren­zen, ver­stär­ken.

Das Klimacamp steht mitten auf dem Sebalder Platz, in Sichtweite zum Nürnberger Rathaus.

Dar­über hin­aus ha­ben die Aktivist*innen den An­spruch, mög­lichst re­pres­si­ons- und hier­ar­chie­frei mit­ein­an­der um­zu­ge­hen. Für sie ist das Kli­ma­camp auch der Ver­such, »ei­ne Uto­pie im Blick­feld des Rat­hau­ses zu le­ben«.

Man kann jederzeit ins Camp kommen, um sich zu informieren und mit den Aktivist*innen ins Gespräch zu kommen.

An­dre­as Kriegl­stein, der Frak­ti­ons­chef der Nürn­ber­ger CSU, ließ vor ei­ni­ger Zeit ver­lau­ten, das The­ma sei »durch­kom­mu­ni­ziert«, und die Aktivist*innen sol­len den Platz der Be­völ­ke­rung zu­rück ge­ben. Das se­hen die Klimacamper*innen völ­lig an­ders. Ge­mäß Ih­res Wahl­spruchs »Wir blei­ben, bis ihr han­delt« wol­len sie das Kli­ma­camp auf­recht­erhal­ten und die Mahn­wa­che auch im zwei­ten Win­ter fort­füh­ren.

Damit die längste Demonstration, die es in Nürnberg je gab, nicht aufgelöst werden kann, müssen Tag und Nacht mindestens zwei Menschen im Klimacamp sein.

point hat die Aktivist*innen die letz­ten zwei­ein­halb Mo­na­te bei ih­rem Pro­test be­glei­tet. Ent­stan­den ist ei­ne Re­por­ta­ge über Men­schen, die sich mit ih­rem Han­deln der dro­hen­den Kli­ma­ka­ta­stro­phe in ei­ner ih­nen ei­ge­nen Ra­di­ka­li­tät ent­ge­gen stel­len.

Im drit­ten Teil der Re­por­ta­ge sind Auf­nah­men vom Hun­ger­streik der letz­ten Ge­nera­ti­on zu se­hen – die Auf­nah­men stam­men von John Mio Meh­nert, der zu­sam­men mit An­ny Rei­ser die Ak­ti­on vor dem Ber­li­ner Reichs­tag be­glei­tet hat.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 80 Min.

November 2021

POP! ROT WEISS – Die Po­pu­lar­mu­sik­be­ra­ter

Die zwei von der Beratungsstelle: Julian Menz und Andreas Jäger sind die Popularmusikberater des Bezirks Mittelfranken.

Sie be­ra­ten Mu­si­ker, ver­an­stal­ten Kon­zer­te und küm­mern sich um Bar­rie­re­frei­heit: An­dre­as Jä­ger und Ju­li­an Menz sind die »Po­pu­lar­mu­sik­be­ra­ter« des Be­zirks Mit­tel­fran­ken.

Hirnen für Hilfe: Andi und Julian bearbeiten Anträge von Bands für Mikro-Förderungen.

In ih­rem Bü­ro im Kul­tur­haus Stein lau­fen die Fä­den zu­sam­men: Zwi­schen Schreib­tisch und Tee­kü­che wird über neu­en Pro­jek­ten ge­hirnt.

»Was tun, wenn YouTube das Video blockiert?« - die Popularmusikberater sind jeden Tag mit neuen Fragen konfrontiert.

Ge­ra­de für jun­ge Bands sind die bei­den ei­ne zen­tra­le An­lauf­stel­le ge­wor­den – im Mit­tel­punkt steht da­bei oft die Fra­ge, wie man auch in Pan­de­mie­zei­ten die Mu­sik zum
Pu­bli­kum brin­gen kann. Da­bei hilft es, dass Ju­li­an und An­dre­as selbst Mu­si­ker sind und mit ih­ren Bands Pam Pam Ida und Me & Re­as vie­le der Schwie­rig­kei­ten – aber auch der cle­ve­ren Ideen – aus ei­ge­ner Hand ken­nen.

Jeder Auftritt hilft: »The Rockin' Lafayettes« freuen sich dank POPRW wieder auf einer Bühne stehen zu können.

»Pop für al­le!« lau­tet ihr An­spruch – und das be­zieht sich auch auf Men­schen mit Be­hin­de­run­gen. Ge­mein­sam mit dem blin­den Be­ra­ter Han­si Mühl­bau­er von der In­itia­ti­ve
»Bar­rie­re­frei fei­ern« wer­den Lo­ca­ti­ons auf ih­re Taug­lich­keit für Per­so­nen mit un­ter­schied­li­chen Han­di­caps ge­te­stet. Und schließ­lich wird so­gar ein Live-Kon­zert auf die Bei­ne ge­stellt....

Unterwegs mit Blindenhund: Hansi Mühlbauer berät POP! ROT WEISS beim Thema Barrierefreiheit.

Ein Film von Pe­ter Ro­mir  •  Län­ge: 29:30 Min.

September 2021

Der Mann in Ber­lin – Haupt­stadt­kor­re­spon­dent Ha­rald Bau­mer im Por­trait

Berlin ist seit 20 Jahren die Wahlheimat von Harald Baumer. Von dort berichtet er fast täglich für die Heimatzeitungen Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung.

Als er als Kor­re­spon­dent nach Ber­lin ging, war Ger­hard Schrö­der noch Kanz­ler. Nun geht auch die Ära von An­ge­la Mer­kel für ihn vor­über und ei­ne drit­te Kanz­ler­schaft be­ginnt in Kür­ze. Ha­rald Bau­mer hat als Haupt­stadt­kor­re­spon­dent des Ver­lags Nürn­ber­ger Pres­se schon Ei­ni­ges er­lebt. Er ver­sorgt die Le­ser in der frän­ki­schen Hei­mat seit 20 Jah­ren fast täg­lich mit Neu­ig­kei­ten über das po­li­ti­sche Ge­sche­hen in Ber­lin.

Hintergrundgespräche mit Abgeordneten des Bundestages sind essentiell wichtig für die Arbeit eines Hauptstadtkorrespondenten.

Sei­ne Be­rich­te er­schei­nen in den Nürn­ber­ger Nach­rich­ten, der Nürn­ber­ger Zei­tung und dem On­line-Por­tal nordbayern.de. Aber nicht nur im po­li­ti­schen Ber­lin ist Ha­rald Bau­mer mit Stift und Block auf der Su­che nach Ge­schich­ten: Er zeigt den Le­sern auch die schö­nen und be­son­de­ren Or­te ab­seits der Par­tei­en und Mi­ni­ste­ri­en.

Nah dran am Geschehen: Harald Baumer folgt den Ausführungen des Kanzlerkandidaten Armin Laschet bei der Buchvorstellung einer Biografie über Angela Merkel im Auditorium in Berlin.

In vie­len Ko­lum­nen hat Ha­rald Bau­mer sein Ber­lin skiz­ziert. Mal ro­man­tisch me­lan­cho­lisch, mal bunt, schrill und ver­rückt. Wir durf­ten ihn in Ber­lin bei sei­ner Ar­beit be­glei­ten und er nahm uns mit ins Zen­trum der Macht, aber auch zu den Sehn­suchts­or­ten, an de­nen er uns er­zähl­te, was es be­deu­tet, für die Le­ser aus der Haupt­stadt zu be­rich­ten.

Kontakt hält Harald Baumer zur Heimatredaktion nach Nürnberg hauptsächlich über Videokonferenzen. Hier im Gespräch mit Chefredakteur Alexander Jungkunz.

Ein Film von Nor­bert Gold­ham­mer  •  Län­ge: 30 Min.

Juli 2021

»Kein Ab­seits im Fußball«-Integrationsarbeit beim Nürn­ber­ger Sport­Ser­vice

Mindestens zweimal pro Woche ist die Ehrenamtlerin Anne Münch vor Ort, um die WG-Bewohner zu unterstützen.

Als im Som­mer 2015 nach UNHCR An­ga­ben mehr als 1 Mil­li­on Men­schen über das Mit­tel­meer nach Eu­ro­pa flo­hen, ka­men vie­le von ih­nen nach Nürn­berg. Der da­ma­li­ge Ober­bür­ger­mei­ster der Stadt Ul­rich Ma­ly er­kann­te schnell, dass man den Ge­flüch­te­ten, die zum gro­ßen Teil in Not­un­ter­künf­ten un­ter­ge­bracht wur­den, Be­schäf­ti­gungs­an­ge­bo­te ma­chen muss. So ent­stand das Pro­jekt »Kein Ab­seits im Fuß­ball«, das beim Nürn­ber­ger Sport­Ser­vice an­ge­sie­delt wur­de.

Es ist immer von Vorteil, wenn der Nachhilfelehrer die Muttersprache spricht – Während der Pandemie gibt Micko Dagne, der bereits das C1 Zertifikat hat, seinen äthiopischen Landsleuten Nachhilfe.

Was an­fangs vor al­lem da­zu dien­te, den Ge­flüch­te­ten Sport­an­ge­bo­te zu ma­chen, hat sich im Lau­fe der Jah­re zu ei­ner weit­rei­chen­den Un­ter­stüt­zung Ju­gend­li­cher und Her­an­wach­sen­der bei der In­te­gra­ti­on in Deutsch­land ent­wickelt. Ne­ben der Ko­ope­ra­ti­on mit meh­re­ren Nürn­ber­ger Sport­ver­ei­nen gibt es in­zwi­schen ei­ne Sport-WG, in der 17 Ge­flüch­te­te le­ben, die wäh­rend ih­rer schu­li­schen und be­ruf­li­chen Aus­bil­dung un­ter­stützt wer­den. Au­ßer­dem hat sich ei­ne ei­ge­ne Pro­jekt­mann­schaft ge­bil­det, die beim ASN Pfeil Phö­nix in­zwi­schen auch am Li­ga­be­trieb teil­ge­nom­men hat – bis die Pan­de­mie kam...

Jeden Samstag bieten die Projektteilnehmer, die alle ausgebildete Sportcoaches sind, Sport in verschiedenen Stilrichtungen an – natürlich Fußball, aber auch Boxen und Taekwondo.

Im Zen­trum der Ar­beit steht An­drea Acker­mann, die ge­mein­sam mit ei­nem Netz von eh­ren­amt­li­chen Hel­fern und gro­ßem ei­ge­nem En­ga­ge­ment das Pro­jekt mit Le­ben er­füllt. Zu ihr kom­men die Ju­gend­li­chen, wenn sie Schrei­ben der Aus­län­der­be­hör­de be­ant­wor­ten müs­sen, es in Schu­le oder Aus­bil­dung zu Pro­ble­men kommt oder sie ei­nen Aus­bil­dungs­platz su­chen. An­drea sucht für je­des Pro­blem nach ei­ner Lö­sung.

Trainer Leon Ackermann bereitet die Mannschaft auf eines der wenigen Fußballspiele zwischen den zwei Lockdowns in 2020 vor.

Die Ge­flüch­te­ten zah­len mit ge­sell­schaft­li­chem En­ga­ge­ment zu­rück. Sie ar­bei­ten als Co-Trai­ner bei ver­schie­de­nen Sport­ver­ei­nen, ma­chen Sport­an­ge­bo­te an Brenn­punkt­schu­len oder bie­ten an­de­ren, noch nicht so gut Deutsch spre­chen­den Ge­flüch­te­ten Deutsch­un­ter­richt an, da die Kur­se an Bil­dungs­ein­rich­tun­gen auf Grund von Co­ro­na über vie­le Mo­na­te aus­ge­fal­len sind. Ein Pro­jekt, das zeigt, wie wich­tig Un­ter­stüt­zung und ein ent­spre­chen­des Um­feld sind, da­mit In­te­gra­ti­on ge­lin­gen kann.

Im Juni 2019 feiern Andrea Ackermann und die Projektteilnehmer (3. Herrenmannschaft des Partnervereins ASN Pfeil Phönix) einen erfolgreichen Saisonabschluss in der B-Liga Frankenhöhe.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 75 Min.

Juli 2021

Neue Sen­de­zeit über Sa­tel­lit

Ab so­fort ha­ben wir ei­ne neue Sen­de­zeit für al­le, die uns über Sa­tel­lit emp­fan­gen!

Alles neu macht der Juli: Über Satellit wird unser Programm nunmehr sonntags um 21:45 Uhr ausgestrahlt!

Die Sa­tel­li­ten­aus­strah­lung un­se­rer Sen­dung im Fran­ken Fern­se­hen ist ab dem 1. Ju­li im­mer sonn­tags um 21:45 Uhr!

Der Grund der Ver­schie­bung ist ei­ne Sa­tel­li­ten­um­stel­lung. Die drei nord­baye­ri­schen Sen­der Fran­ken Fern­se­hen, Main­fran­ken TV (Un­ter­fran­ken) und Ober­fran­ken TV sen­den künf­tig auf der ge­mein­sa­men Fre­quenz »Fran­ken Plus«.

Das heißt kon­kret: Wer Fran­ken Fern­se­hen über Sa­tel­lit emp­fängt, muss ei­nen Sen­der­such­lauf star­ten, um »Fran­ken Plus« in sei­ne Pro­gramm­aus­wahl ein­zu­spei­chern. Da­bei hilft das kur­ze Er­klär­vi­deo der Kolleg*innen vom Fran­ken Fern­se­hen.

Für al­le, die ihr TV-Si­gnal über Ka­bel, An­ten­ne oder On­line-Live­stream emp­fan­gen, än­dert sich nichts! Un­se­re Fil­me wer­den wei­ter­hin sonn­tags um 19:30, 21:30 und 23:30 Uhr aus­ge­strahlt. Den On­line-Live­stream gibt es üb­ri­gens auch über die Fran­ken Fern­se­hen App.

Juni 2021

Vom Acker auf den Tel­ler – In­itia­ti­ven in der öko­lo­gi­schen Land­wirt­schaft

Knoblauchsländer Obst und Gemüse findet am Nürnberger Hauptmarkt viele Abnehmer. Die Sensibilität der Verbraucher für Bioprodukte ist hier groß.

2019 lag der Um­satz von bio­lo­gi­schen Le­bens­mit­teln in Deutsch­land bei 12 Mil­li­ar­den Eu­ro – das ist ei­ne Stei­ge­rung um knapp 10 Pro­zent ge­gen­über dem Vor­jahr. Den­noch ma­chen Bio-Pro­duk­te le­dig­lich 6 Pro­zent des ge­sam­ten Le­bens­mit­tel­um­sat­zes in Deutsch­land aus. Nur 12 Pro­zent al­ler Land­wirt­schafts­be­trie­be ha­ben bis­her auf Bio um­ge­stellt.

Auch das ist Bio: Produktion von Gemüse unter Glas ist im Knoblauchsland auf dem Vormarsch.

Die­se Zahl lässt sich auch auf das Knob­lauchs­land im Nürn­ber­ger Nor­den über­tra­gen. Von den rund 130 Voll­erwerbs­be­trie­ben ha­ben sich nur et­wa 10 Pro­zent auf bio­lo­gi­schen An­bau spe­zia­li­siert. Die Öko­lo­gi­sche Land­wirt­schaft bleibt in ei­ner Ni­sche. Da­bei hat sie mehr zu bie­ten als ge­sun­de Le­bens­mit­tel: Sie er­hält un­se­re Na­tur und läßt uns im Ide­al­fall wis­sen, wo un­se­re Nah­rung her kommt.

Abokisten haben während des Corona-Lockdowns viele neue Abonnenten gewonnen. Per Mausklick erhält man seine individuelle Bio-Gemüsekiste nach Hause geliefert.

Dies ist bei­spiels­wei­se beim Prin­zip der Aboki­ste Hem­ho­fen der Fall. Der Lie­fer­ser­vice hat aus­schließ­lich Bio­pro­duk­te im An­ge­bot. Vie­le wer­den so­gar am Hof selbst pro­du­ziert.

Bei der Solidarischen Landwirtschaft wird ein enges Verhältnis zwischen Erzeuger und Verbraucher aufgebaut. Hier weiß der Stadtbewohner, wo sein Gemüse wächst.

Die So­li­da­ri­sche Land­wirt­schaft geht noch ei­nen Schritt wei­ter: Durch die Mit­glied­schaft ent­steht ein en­ges Ver­hält­nis zwi­schen Land­wirt und Ver­brau­cher. Der kann so­gar be­stim­men, was auf dem Feld an­ge­baut wer­den soll.

Viehzucht ist am Münzinghof ein wesentlicher Bestandteil der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Die Kühe sind hier nicht Nutztiere, sondern Kulturtiere.

Im Münz­ing­hof hat man sich schon lan­ge der bio-dy­na­mi­schen Land­wirt­schaft ver­schrie­ben. Ein wich­ti­ger Be­stand­teil des land­wirt­schaft­li­chen Kreis­laufs ist dort die na­tür­li­che und we­sens­ge­mä­ße Rin­der­hal­tung.

Ein Film von Nor­bert Gold­ham­mer  •  Län­ge: 30 Min.

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