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Medien PRAXIS - Das point Reportage Sendungs-Blog


Juni 2026

TSUZAMEN – Das Je­wish Mu­sic To­day Fe­sti­val in Fürth

Aus­strah­lung am Sonn­tag, dem 7. Ju­ni 2026 um 19:30, 21:30 und 23:30 Uhr auf Fran­ken Fern­se­hen im Ka­bel und im Live­stream und um 21:45 Uhr auf Fran­ken Plus

Die Musikerin Magi Hikri bringt jüdisch-arabischen Groove aus Tel Aviv nach Fürth

Zwi­schen Fi­dd­le-Klez­mer, Bal­kan-Fu­si­on und mu­si­ka­li­scher Er­in­ne­rung: Das Je­wish Mu­sic To­day Fe­sti­val in Fürth brach­te im März 2026 wie­der Künst­le­rin­nen und Künst­ler aus al­ler Welt zu­sam­men – und zeigt da­durch, wie le­ben­dig, viel­fäl­tig und ge­gen­wär­tig jü­di­sche Mu­sik heu­te klingt.

Christian Dawid leitet den Workshop »Tsuzamen«, bei dem Laien Klezmermusik spielen

Die Do­ku­men­ta­ti­on por­trai­tiert Bands und Mu­si­ker, gibt Ein­blicke in ei­nen Klez­mer-Work­shop und zeigt die ein­zig­ar­ti­ge At­mo­sphä­re ei­ner Ver­an­stal­tung in der frän­ki­schen Klee­blatt­stadt, die der po­li­ti­schen Er­eig­nis­se rund um den Glo­bus trotzt und ein ein­drucks­vol­les Fe­sti­val­pro­gramm auf die Bei­ne ge­stellt hat.

Die legendäre Klezmer-Band Dobranotch macht Klezmer-Zirkus auf der Bühne

Der in­ter­na­tio­nal re­nom­mier­te Kla­ri­net­tist Chri­sti­an Da­wid trifft in sei­nem Klez­mer-Work­shop auf am­bi­tio­nier­te Lai­en, Tra­di­ti­on auf Im­pro­vi­sa­ti­on und mu­si­ka­li­sche Prä­zi­si­on auf spon­ta­ne Emo­ti­on. Der Work­shop ist auch so et­was wie das Herz­stück des Fe­sti­vals, geht es den Ma­chern doch im­mer um ein of­fe­nes Mit­ein­an­der und den Aus­tausch, ge­tra­gen durch Mu­sik. Die Re­por­ta­ge be­ob­ach­tet, wie ge­mein­sam mu­si­ziert und ex­pe­ri­men­tiert wird – und wie Klez­mer als le­ben­di­ge Kul­tur­form wei­ter­ge­ge­ben wird.

Hauptaustragungsort des Festivals ist das Kulturforum in Fürth

Auch die Mu­si­ker Yuriy Gurz­hy und Ma­gi Hik­ri kom­men zu Wort. Sie er­zäh­len von Iden­ti­tät, Mi­gra­ti­on und den Ein­flüs­sen un­ter­schied­li­cher Kul­tu­ren auf ih­re Mu­sik. Zwi­schen tra­di­tio­nel­len Me­lo­dien, jü­di­scher Folk­lo­re, elek­tro­ni­schen Sounds und mo­der­nen In­ter­pre­ta­tio­nen ent­steht ein Fe­sti­val, das Gren­zen über­schrei­tet und mu­si­ka­li­sche Brücken baut.

Festival-Leiterin Gerti Köhn (rechts) im Gespräch mit Künstlerin Nani Vazana

Die Do­ku­men­ta­ti­on zeigt en­er­gie­ge­la­de­ne Kon­zert­aben­de. Sie ist ein at­mo­sphä­ri­sches Por­trait ei­nes Fe­sti­vals, das jü­di­sche Mu­sik nicht als mu­sea­les Er­be ver­steht, son­dern als le­ben­di­ge, zeit­ge­nös­si­sche Kunst­form – of­fen, in­ter­na­tio­nal und vol­ler über­ra­schen­der Klang­wel­ten.

Aus Kanada angereist: Kleztory mit feinstem klassischen Klezmer

Ein Film von Nor­bert Gold­ham­mer  •  Län­ge: 30 Min.

April 2025

WER SPIELT HIER MIT? Zu Be­such im KI-La­bor der Hoch­schu­le für Mu­sik Nürn­berg

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Professor Dr. Sebastian Trump, Inhaber des Lehrstuhls für künstliche Kreativität und musikalische Interaktion an der Hochschule für Musik Nürnberg, experimentiert seit geraumer Zeit mit KI-gesteuerten Instrumenten, hier bei den Spirio Sessions.

Elek­tro­ni­sche Mu­sik gibt es seit den 1950er Jah­ren. Was zu­nächst in ex­pe­ri­men­tel­len Stu­di­os ent­stand und spä­ter durch Bands wie Kraft­werk po­pu­lär wur­de, fand mit Künst­lern wie De­pe­che Mo­de in den 1980er Jah­ren sei­nen Weg in die Pop­kul­tur. Heu­te er­öff­net Künst­li­che In­tel­li­genz der elek­tro­ni­schen Mu­sik neue Di­men­sio­nen – mu­si­ka­lisch, tech­nisch und äs­the­tisch.

Zusammen mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Alexander Lunt probiert Professor Dr. Sebastian Trump ein KI-Modell aus.

Seit 2022 wird an der Hoch­schu­le für Mu­sik Nürn­berg un­ter der Lei­tung von Pro­fes­sor Dr. Se­ba­sti­an Trump am Zu­sam­men­spiel von Mensch und Ma­schi­ne ge­forscht. Als In­ha­ber des Lehr­stuhls für Künst­li­che Krea­ti­vi­tät und mu­si­ka­li­sche In­ter­ak­ti­on ent­wickelt Trump mit sei­nem Team in­ter­ak­ti­ve Sy­ste­me, bei de­nen KI auf mu­si­ka­li­sche Im­pul­se in Echt­zeit re­agiert.

Sina Liebel und Stella Heutling haben gemeinsam mit einer Designerin ein Stück in drei Akten für eine Performance mit der Robo Percussion produziert.

Trump, der selbst aus der Jazz­im­pro­vi­sa­ti­on kommt, ar­bei­tet mit ei­nem KI-ge­steu­er­ten Flü­gel oder ei­nem ro­bo­ti­schen Schlag­werk. Von ihm und sei­nem wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter Alex­an­der Lunt ent­wickel­te bzw. wei­ter­ent­wickel­te KI-Mo­du­le re­agie­ren auf sein Spiel, in­dem sie mu­si­ka­li­sche Mu­ster ana­ly­sie­ren und dar­aus ei­ge­ne Klang­ideen ge­ne­rie­ren.

Professor Sebastian, Trump und Alexander Lunt bauen im AI Music Lab Instrumente für das RoboPercussion Projekt auf.

Ein Ex­pe­ri­ment, das laut Se­ba­sti­an Trump noch in den Kin­der­schu­hen steckt. Den­noch ha­ben er­ste Stu­den­tin­nen im Rah­men von Pro­jek­ten be­reits ei­ge­ne Er­fah­run­gen mit der KI ge­sam­melt – auch wenn sie das mensch­li­che Ge­gen­über beim Mu­si­zie­ren bis­lang be­vor­zu­gen.

Im KI Musik-Labor arbeiten Stella Heutling und Sina Liebel an ihrem Stück mit der RoboPercussion.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 28 Min.

Hier könnt Ihr die Re­por­ta­ge an­schau­en!

März 2025

Kann KI Kunst? – Zu Be­such an der Aka­de­mie der Bil­den­den Kün­ste

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In der Klasse von Constant Dullaart wird neue Technik installiert – der Professor für Vernetzte Materialität setzt dabei auf Selbermachen und Open-Source-Modelle.

Künst­li­che In­tel­li­genz hält zu­neh­mend Ein­zug in un­se­ren All­tag – ob beim Schrei­ben, Re­cher­chie­ren, Über­set­zen oder Mu­sik­ma­chen. Doch was be­deu­tet die­ser tech­no­lo­gi­sche Wan­del für die Kunst? Wir ha­ben uns an der Aka­de­mie der Bil­den­den Kün­ste in Nürn­berg um­ge­hört.

Constant Dullaart zeigt ein Beispiel aus einer Serie Euronet – er ließ ein KI-System aus Bilddaten europäische Kultur in Form von Objekten, Bauten und Persönlichkeiten visualisieren – hier das Beispiel eines unmöglichen Croissants.

Con­stant Dul­la­art ist seit 2022 Pro­fes­sor an der AdBK. In sei­ner Klas­se für Ver­netz­te Ma­te­ria­li­tät geht es dem Kon­zept­künst­ler, der schon lan­ge mit und über KI ar­bei­tet, dar­um, sei­nen Stu­die­ren­den mit­zu­ge­ben, wie Kunst im di­gi­ta­len Raum ent­steht, ver­teilt und wahr­ge­nom­men wird – zwi­schen Bild­schir­men, Codes, Apps und klas­si­schen For­ma­ten. Für ihn le­ben wir »in ei­ner iko­no­kla­sti­schen Zeit, in der sich al­les än­dert.«

Daniel Wessolek, Leiter des Media Labs der AdBK, backt mit Studierenden ein »Brezel-Sticker-Pack« nach.

Wir ha­ben Da­ni­el Wes­so­lek, den Lei­ter des Me­dia Lab der AdBK be­sucht. Hier kön­nen Stu­die­ren­de mit ana­lo­gen und di­gi­ta­len Tech­no­lo­gien ex­pe­ri­men­tie­ren. Der Fo­kus liegt auf tech­ni­schem Grund­la­gen­wis­sen, ei­ge­nem Pro­gram­mie­ren und auf der Fra­ge, wie man als Künstler*in di­gi­ta­le Tech­no­lo­gien ak­tiv mit­ge­stal­ten kann. Der KI steht er am­bi­va­lent ge­gen­über. »Bis­her ha­ben mich die Er­geb­nis­se nicht über­zeugt.«

Das Media LAB ist ein »Spielplatz«: Paul lernt heute, einen Lautsprecher zu löten.

Wir ha­ben den Stu­den­ten Ro­bin ken­nen ge­lernt, der mit Hil­fe von KI ein Mu­sik­vi­deo ge­ne­riert hat, mit Paul ge­spro­chen, der KI für Ex­pe­ri­men­te mit Klang und Mu­sik nutzt und den frisch ge­backe­nen Ab­sol­ven­ten Si­mon Schal­le ge­trof­fen, der in sei­ner Ab­schluss­ar­beit den Zu­sam­men­hang zwi­schen KI, Raum­fahrt und Res­sour­cen­po­li­tik the­ma­ti­siert.

In seiner Abschlussarbeit thematisiert AdBK-Absolvent Simon Schalle, wie Entscheidungen auf der Erde den Weltraum betreffen und wie dort künftig wichtige Rohstoffe ausgebeutet werden könnten.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 35 Min.

Hier könnt Ihr die Re­por­ta­ge an­schau­en!

In den So­zia­len Me­di­en ha­ben wir uns mit wei­te­ren Aspek­ten des The­mas Kunst und Künst­li­che In­tel­li­genz be­schäf­tigt:

- Play­list »Kann KI Kunst?« auf un­se­rem You­Tube Ka­nal
Me­di­en PRAXIS auf In­sta­gram
Me­di­en PRAXIS auf Face­book
Me­di­en PRAXIS auf Tik­Tok

Juli 2024

Die Kof­fer­fa­brik – 30 Jah­re le­ben­di­ge Kul­tur in al­ten Ge­mäu­ern

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Der Eingangsbereich der Kofferfabrik wurde Anfang der 2000er künstlerisch umgestaltet

Im Ju­ni 2024 fei­er­te das Kul­tur­zen­trum Kof­fer­fa­brik 30-jäh­ri­ges Be­stehen. Grund ge­nug, ein­mal zu­rück­zu­schau­en auf die Ge­schich­te ei­nes in die­ser Form in Deutsch­land be­son­de­ren Stücks ge­leb­ter So­zio­kul­tur.

Die Künstler Fredder Wanoth, Erika Simon und Joseph Stephan Wurmer hatten und haben ihre Ateliers auf dem Gelände

Mit dem Ein­zug ei­ni­ger frei­schaf­fen­der Künst­le­rin­nen be­ginnt in den 1980er Jah­ren das künst­le­ri­sche und krea­ti­ve Le­ben auf dem Are­al der ehe­ma­li­gen BERMAS Kof­fer­fa­brik.

Ausstellung in der von Lothar Böhm betriebenen Galerie Brockovski

1994 be­an­tra­gen Lo­thar Böhm und »Mär­tel« Mar­tin Rei­chel ei­ne Aus­schank­li­zenz – die of­fi­zi­el­le Zeit­rech­nung der Kof­fer­fa­brik be­ginnt. Der frei­schaf­fen­de Künst­ler Lo­thar Böhm grün­det das »Fo­rum für Kunst und Be­geg­nung« und spä­ter dann die Ga­le­rie Brock­ov­ski. Sein Ziel: Künst­ler und kunst­in­ter­es­sier­te Men­schen zu­sam­men­zu­brin­gen.

Zum Ensemble der Döring’schen Theaterwerkstatt auf dem Koffergelände gehören sowohl Mitarbeitende als auch Stammgäste der Kofferfabrik

Nach ei­nem kur­zen Zwi­schen­spiel über­nimmt 2007 Udo Mar­tin die Ge­schäfts­füh­rung. Wäh­rend bis da­hin die bil­den­de Kunst im Mit­tel­punkt stand, ver­schiebt sich der Schwer­punkt der Ak­ti­vi­tä­ten zu Mu­sik und Thea­ter.

Al di Meola kam gleich zwei Jahre hintereinander für mehrere Konzerte in die Kofferfabrik

Die Kof­fer­fa­brik ent­wickelt sich in die­sen Jah­ren zu ei­nem ins­be­son­de­re im Mu­sik­be­reich über­re­gio­nal be­ach­te­ten Ver­an­stal­tungs­ort, in dem auch Mu­sik­grö­ßen wie Bri­an Au­ger, Ray Wil­son und Al di Meo­la auf­ge­tre­ten sind.

Beim Jubiläumsbrunch kommen Jung und Alt im Biergarten der Kofferfabrik zusammen

Trotz Pan­de­mie und im­mer wie­der dro­hen­der Kün­di­gung über­lebt das Pro­jekt. Bis heu­te steht die »Kof­fer« für ge­leb­te To­le­ranz zwi­schen al­len Al­ters- und so­zia­len Schich­ten.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 59 Min.

Hier könnt Ihr den Film über Die Kof­fer an­schau­en!

März 2023

KOMISCH – El Ma­go Ma­sin

»... der Meister der Anarchokomik... normal ist anders! ... virtuoses Gitarrenspiel und wahnwitzige Lieder«

El Ma­go Ma­sin, wohn­haft in Nürn­berg und seit vie­len Jah­ren auf so gut wie al­len Co­me­dy-Büh­nen in Deutsch­land prä­sent, ist ein All­round­ta­lent. Der stol­ze Va­ter von Zwil­lings­mäd­chen be­sticht nicht nur mit vir­tuo­sem Gi­tar­ren­spiel und an­ar­chi­sti­schem Wort­witz auf der Büh­ne.

»Äh, ach so, ja, rot ist ja plus, ne... Und wenns jetzt net scheppert, dann hab ich alles richtig gemacht.«

Er hat auch un­heim­lich viel Lust aufs Ba­steln, was er un­ter an­de­rem an sei­ner »LML«, ei­nem Nach­bau der le­gen­dä­ren Ves­pa PX aus­lebt: »Wenn ich nicht auf der Büh­ne wä­re, dann wär’ ich Ba­stel­kö­nig... ir­gend­was mit Ka­beln wahr­schein­lich. Oder mit Be­we­gungs­mel­dern.«

»Das einzige, wo ich mich dann über Wasser halten konnte... 30% der Passagiere durften fahren und dann konnte ich Auftritte auf einem Kreuzfahrtschiff machen.«

El Ma­go Ma­sin mag kein Schub­la­den­den­ken – »Ich wüss­te nicht, wie ich mich selbst be­zeich­nen soll­te«. Sei­ne Auf­trit­te sind in den sel­ten­sten Fäl­len po­li­tisch, aber wenn er ge­be­ten wird, Pa­te für ei­ne Schu­le oh­ne Ras­sis­mus zu wer­den, ist er ger­ne da­zu be­reit, schreibt mit den Schü­lern ein Lied und pro­du­ziert an­schlie­ßend mit ih­nen ein far­ben­fro­hes Mu­sik­vi­deo.

»Zur Zeit ist es so, dass ich aufstehe, die Mädels gehen dann in die Schule, meine Frau geht zur Arbeit. Dann mache ich tatsächlich e bissel hier so Haushaltsdinge... Und dann vielleicht bissel Emails, Social Media Zeug... Und dann schaue ich mal auf meine To Do-Liste und überlege mir, was ich davon vielleicht auch morgen machen könnte.«

Die Jah­re der Pan­de­mie sind aber auch für ihn ei­ne har­te Zeit. Ab­ge­se­hen von ein­zel­nen Auf­trit­ten auf Kreuz­fahrt­schif­fen liegt auch für den Co­me­di­an das kul­tu­rel­le Le­ben in Deutsch­land brach. Für El Ma­go Ma­sin kein Grund, die Hän­de in den Schoß zu le­gen: Er spielt für Frau und Kin­der den Haus­mann, wäscht die Wä­sche oder kocht »nach Ge­fühl« das Mit­tag­essen und fragt sich, ob das viel­leicht auch auf Dau­er Spaß ma­chen könn­te.

El Mago Masin hat seinen Zwillingstöchtern immer Geschichten von seinem Hund erzählt, den er als Kind hatte. Als die Geschichten ausgingen, hat er dazu erfunden. Im Lockdown hat er die Gelegenheit genutzt, ein Buch daraus zu machen und arbeitet derzeit an Teil 2.

Schon bald fin­det er aber neue Be­tä­ti­gungs­fel­der: Er schreibt ein Kin­der­buch, grün­det ne­ben­bei ei­nen Buch­ver­lag und kauft sich ein al­tes Wohn­mo­bil, wel­ches er her­rich­tet und da­mit an­schlie­ßend nach Po­len fährt. Um dort dem klein­sten Pferd der Welt ein Lied zu spie­len – na­tür­lich auf Pol­nisch.

Während der Pandemie hat sich El Mago Masin ein Oldtimerwohnmobil zugelegt. »Ein Stück Freiheit. Da kannste halt echt drin wohnen. Hast dein Warmwasser, Dusche, WC, Küche, Bad, Garage... Denkerzimmer, ...ist alles dabei.«

Ein Film von Pe­ter Ro­mir, Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 30 Min.

Oktober 2022

El Ma­go Ma­sin sucht das klein­ste Pferd der Welt

Der Nürn­ber­ger Co­me­di­an und Lie­der­ma­cher El Ma­go Ma­sin möch­te das klein­ste Pferd der Welt be­su­chen, um ihm ein Lied zu spie­len. Bom­bel, so heißt das Pferd, das als klein­stes sei­ner Art im Guin­ness Buch der Re­kor­de steht, lebt in Po­len. So­viel weiß er. Mit sei­nem Old­ti­mer-Wohn­mo­bil macht er sich auf den Weg.

Szenenfoto

Be­vor es nach Po­len geht, gibt es ei­nen Zwi­schen­stopp in Ber­lin, wo er bei ei­nem Lie­der­ma­cher Fe­sti­val auf­tritt und das Pu­bli­kum in sei­ne Su­che ein­be­zieht.

Szenenfoto

Am näch­sten Tag be­ginnt die Su­che. Er ver­sucht sich durch­zu­fra­gen – al­ler­dings: ab der Gren­ze wird pol­nisch ge­spro­chen...

Szenenfoto

Mit Hil­fe des Goog­le-Trans­la­tors ver­sucht El Ma­go Ma­sin sich ver­ständ­lich zu ma­chen, mit wech­seln­dem Er­folg.

Szenenfoto

So kommt es auf der Fahrt kreuz und quer durch pol­ni­sche Land­schaf­ten zu viel­fäl­ti­gen, manch­mal skur­ri­len Si­tua­tio­nen und Be­geg­nun­gen.

Szenenfoto

Bei ei­ner Zwi­schen­sta­ti­on in Bres­lau ver­dient er sich als Stra­ßen­mu­si­ker ein paar Zlo­ty und ver­sucht, sei­ne Sprach­kennt­nis­se wei­ter zu ver­bes­sern. Aber die Aus­sa­gen, wo sich das klein­ste Pferd der Welt be­fin­den könn­te, blei­ben wi­der­sprüch­lich.

Szenenfoto

Nach meh­re­ren Ta­gen ist die Irr­fahrt dann doch noch von Er­folg ge­krönt. El Ma­go Ma­sin kann dem welt­klein­sten Pferd ein Lied sin­gen – na­tür­lich auf pol­nisch (oder so ähn­lich).

Szenenfoto

Ein Road­mo­vie der be­son­de­ren Art.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 90 Min.

November 2021

POP! ROT WEISS – Die Po­pu­lar­mu­sik­be­ra­ter

Die zwei von der Beratungsstelle: Julian Menz und Andreas Jäger sind die Popularmusikberater des Bezirks Mittelfranken.

Sie be­ra­ten Mu­si­ker, ver­an­stal­ten Kon­zer­te und küm­mern sich um Bar­rie­re­frei­heit: An­dre­as Jä­ger und Ju­li­an Menz sind die »Po­pu­lar­mu­sik­be­ra­ter« des Be­zirks Mit­tel­fran­ken.

Hirnen für Hilfe: Andi und Julian bearbeiten Anträge von Bands für Mikro-Förderungen.

In ih­rem Bü­ro im Kul­tur­haus Stein lau­fen die Fä­den zu­sam­men: Zwi­schen Schreib­tisch und Tee­kü­che wird über neu­en Pro­jek­ten ge­hirnt.

»Was tun, wenn YouTube das Video blockiert?« - die Popularmusikberater sind jeden Tag mit neuen Fragen konfrontiert.

Ge­ra­de für jun­ge Bands sind die bei­den ei­ne zen­tra­le An­lauf­stel­le ge­wor­den – im Mit­tel­punkt steht da­bei oft die Fra­ge, wie man auch in Pan­de­mie­zei­ten die Mu­sik zum
Pu­bli­kum brin­gen kann. Da­bei hilft es, dass Ju­li­an und An­dre­as selbst Mu­si­ker sind und mit ih­ren Bands Pam Pam Ida und Me & Re­as vie­le der Schwie­rig­kei­ten – aber auch der cle­ve­ren Ideen – aus ei­ge­ner Hand ken­nen.

Jeder Auftritt hilft: »The Rockin' Lafayettes« freuen sich dank POPRW wieder auf einer Bühne stehen zu können.

»Pop für al­le!« lau­tet ihr An­spruch – und das be­zieht sich auch auf Men­schen mit Be­hin­de­run­gen. Ge­mein­sam mit dem blin­den Be­ra­ter Han­si Mühl­bau­er von der In­itia­ti­ve
»Bar­rie­re­frei fei­ern« wer­den Lo­ca­ti­ons auf ih­re Taug­lich­keit für Per­so­nen mit un­ter­schied­li­chen Han­di­caps ge­te­stet. Und schließ­lich wird so­gar ein Live-Kon­zert auf die Bei­ne ge­stellt....

Unterwegs mit Blindenhund: Hansi Mühlbauer berät POP! ROT WEISS beim Thema Barrierefreiheit.

Ein Film von Pe­ter Ro­mir  •  Län­ge: 29:30 Min.

April 2021

»Nichts zu tun, stand für uns nie zur Dis­kus­si­on!« – Kul­tur in pan­de­mi­schen Zei­ten

Im März 2020 muss­ten in Deutsch­land auf Grund von Co­vid 19 al­le Kul­tur­ein­rich­tun­gen schlie­ßen. Das kul­tu­rel­le Le­ben in Deutsch­land ist seit­dem fast voll­stän­dig lahm­ge­legt. Für Sa­bi­ne Tipp, Lei­te­rin des Ju­gend­kul­tur­ma­nage­ments con-ac­tion des Ju­gend­am­tes Fürth, ei­ne Si­tua­ti­on, mit der sie und ihr Team sich nicht ab­fin­den woll­ten. Ihr Ziel: ei­ne Ver­an­stal­tungs­rei­he im Frei­en in den Som­mer­mo­na­ten.

Mit viel Abstand konnte sich das Publikum beim Sommer am Lindenhain pandemiegerecht bewegen (Foto: © Arne Marenda).

Wäh­rend in ganz Deutsch­land Kon­zer­te und Fe­sti­vals ab­ge­sagt wur­den, be­gann man trotz al­ler Un­wäg­bar­kei­ten im Früh­som­mer 2020 mit den Vor­be­rei­tun­gen.

Insgesamt 16 Veranstaltungen haben Sabine Tipp und ihr Team organisiert und durchgeführt (Foto: © Arne Marenda).

Ge­plant wur­den Kon­zer­te mit Bands aus dem In- und Aus­land, Thea­ter­auf­füh­run­gen und ein Fa­mi­li­en­tag. Der »Som­mer am Lin­den­hain« soll­te an den Wo­chen­en­den von Ju­li bis Ok­to­ber statt­fin­den. Da­bei war es den Macher*innen wich­tig, dass die Band­auf­trit­te als »Steh­platz­kon­zer­te« statt­fin­den, um ein we­nig Fe­sti­val­fe­e­ling zu er­mög­li­chen.

Um nicht vergessen zu werden, produziert das Team immer wieder Beiträge für Facebook und Instagram – hier zu 1 Jahr Lockdown.

Mit viel Elan ging man die Sa­che an und muss­te fest­stel­len, dass die Rah­men­be­din­gun­gen, un­ter de­nen Ver­an­stal­tun­gen im Som­mer und Herbst 2020 durch­ge­führt wer­den durf­ten, sich zum Teil täg­lich än­der­ten. Für die Ver­ant­wort­li­chen ei­ne rie­si­ge Her­aus­for­de­rung, da nicht nur die ge­for­der­ten Hy­gie­ne­kon­zep­te, die man ge­ra­de aus­ge­ar­bei­tet hat­te, we­ni­ge Ta­ge spä­ter schon wie­der über­holt wa­ren.

Wie viele andere Veranstalter hat auch das con-action zunächst Konzerte aus dem Club gestreamt.

Trotz all die­ser Wid­rig­kei­ten konn­ten al­le Ver­an­stal­tun­gen durch­ge­führt wer­den. Für die Or­ga­ni­sie­ren­den ein gro­ßer Er­folg, für den sie von Pu­bli­kum, den Musiker*innen und son­sti­gen Akteur*innen auf der Büh­ne viel Bei­fall und Lob er­hiel­ten.

Sabine Tipp hat Veranstaltungen zum Teil 3 oder 4 mal verschoben bzw. ganz absagen müssen.

Grund ge­nug für Sa­bi­ne Tipp und ihr Team, um auch 2021 ei­ne Wie­der­ho­lung des »Som­mers am Lin­den­hain« an­zu­ge­hen.

Seit über einem Jahr ist der vom Fürther Jugendamt betriebene Club »Kopf und Kragen« bereits geschlossen.

Ei­ne Re­por­ta­ge, die zeigt, dass es sich auch in Pan­de­mie­zei­ten lohnt, sich mit viel En­ga­ge­ment und Ri­si­ko­be­reit­schaft für Künstler*innen, Kul­tur­schaf­fen­de und das Pu­bli­kum ein­zu­set­zen.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 30 Min.

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