Zum Inhalt springen


Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


« Ostern fei­ern in Zei­ten ei­ner Pan­de­mie – Zu Be­such in der Auf­er­ste­hungs­kir­che im Für­ther Stadtpark Spiel auf Di­stanz – Thea­ter in den Zei­ten des Lockdowns »

We­gen Co­ro­na ge­schlos­sen... – wie Für­ther Klein­un­ter­neh­mer und Kul­tur­schaf­fen­de mit der Kri­se le­ben (Tei­le 2 und 3)

Schausteller und Marktkaufleute leiden ganz besonders unter den Veranstaltungsabsagen. Mit alternativen Verkaufsplätzen versucht die Stadt Fürth, den Umsatzausfall ein wenig abzumildern. Denn nach langer Zeit der Hoffnung, dass es ab September wieder losgeht, ist seit 18. Juni klar, dass auch die Fürther Kirchweih dieses Jahr ausfallen muss. Für die Branche ist dies absolut existenzbedrohend.

Seit Mit­te März ha­ben wir Klein­un­ter­neh­mer, Künst­ler und Krea­ti­ve und ei­ne so­zia­le Ein­rich­tung durch den Lock­down be­glei­tet und mit ih­nen Äng­ste und die Hoff­nung auf ein bal­di­ges En­de der Ein­schrän­kun­gen geteilt.

Auch die Buchhandlung Edelmann ist am 27. April in der »neuen Normalität« angekommen. Den während des Lockdown erprobten Lieferservice will man beibehalten.

Drei Mo­na­te, in de­nen die ei­nen lang­sam wie­der Mut ge­schöpft ha­ben, ei­ni­ge sich über ih­nen ent­ge­gen­ge­brach­te ideel­le und fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zung freu­en durf­ten oder Ideen ent­wickelt ha­ben, die sie auch nach der Co­ro­na­kri­se bei­be­hal­ten wollen.

Über die Internetseite von Kultur vor dem Fenster kann man Konzerte zu vergünstigten Preisen buchen. Der Auftritt von Katja Lachmann und Steffi Zachmeier im städtischen Altenheim in der Stiftungsstraße war der bisherige Höhepunkt des Jahres für die Bewohner.

Drei Mo­na­te, die für an­de­re kei­ne oder nur par­ti­el­le Lö­sungs­an­sät­ze ge­bracht ha­ben und für die sich heu­te mehr denn je die Exi­stenz­fra­ge stellt.

Manche Stammgäste haben sogar täglich das To-Go-Angebot genutzt, um Michael Niedermeier vom Bistro während der Schließung zu unterstützen. Seit 18.05. (Außenbereich) bzw. 25.05. (Innenbereich) hat das Bistro mit den notwendigen Hygieneauflagen wieder geöffnet – das To-Go-Angebot gibt es nun zusätzlich.

Wir ha­ben im frän­ki­schen Fürth meh­re­re Künst­ler und Mu­si­ker ge­trof­fen, ein Kon­zert des Pro­jekts Kul­tur vor dem Fen­ster mit­er­lebt und das Kul­tur­zen­trum Kof­fer­fa­brik besucht.

Statt Gästen den Kaffee zu bringen, erledigen die Samocca-Mitarbeiter*innen leichte Montagetätigkeiten im Café, nachdem das vollständige Betretungsverbot für die Lebenshilfe-Werkstätten aufgehoben wurde. Seit 15. Juni ist das Samocca aber wieder geöffnet.

Wir wa­ren fer­ner in der TAN­Ze­rei, im von der Für­ther Le­bens­hil­fe be­trie­be­nen Ca­fé Sa­moc­ca, ha­ben in der Buchand­lung Edel­mann vor­bei ge­schaut, mit dem Päch­ter des Bi­stro Ga­le­rie in der Gu­stav­stra­ße ge­spro­chen und die Schau­stel­ler­fa­mi­lie Döl­le nach de­ren Per­spek­ti­ven befragt.

In der »neuen Normalität« eines der wichtigsten Utensilien: ein Zollstock, um den erforderlichen Mindestabstand einzuhalten. Seit 8. Juni darf man in der TANZerei wieder tanzen.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 2 mal 30 Min.

Diskussion

  1. Chr. und G. Olszewski  •  29. Jul. 2020

    Die 3 Sen­dun­gen zum The­ma »We­gen Co­ro­na ge­schlos­sen« ha­ben uns sehr gut ge­fal­len. Sie zeig­ten an­schau­lich den bis­he­ri­gen Weg der aus­ge­wähl­ten Un­ter­neh­men durch die Kri­se. Die un­auf­ge­reg­te und doch un­ge­schmink­te Art der Dar­stel­lung hat uns be­ein­druckt. Dem Baye­ri­schen Fern­se­hen wür­de der Bei­trag »gut stehen«.

    Vie­len Dank!

    #1 

  2. Irene Hardt  •  23. Aug. 2020

    Die­se Do­ku­men­ta­ti­on macht schon nach­denk­lich – so wich­tig Kul­tur und Ga­stro­no­mie im »nor­ma­len« All­tag sind, so »ver­zicht­bar« sind sie an­geb­lich im Mo­ment. Bit­ter, dass mit ei­ner Selbst­ver­ständ­lich­keit gro­ße Un­ter­neh­men (Au­to­in­du­strie, Luft­fahrt...) un­ter­stützt wer­den und gleich­zei­tig die vie­len, vie­len Künst­le­rIn­nen, Mu­si­ke­rIn­nen, Ga­stro­nom­In­nen und Schau­stel­le­rIn­nen völ­lig im Re­gen ste­hen ge­las­sen wer­den. Ei­ne wirk­lich ge­lun­ge­ne Do­ku­men­ta­ti­on, die durch die »per­sön­li­chen« Bei­spie­le das Au­gen­merk auf die Be­deu­tung die­ser Be­rei­che für uns lenkt.

    #2 

  3. Ute Schlicht  •  23. Sep. 2020

    Auch die­se Do­ku­men­ta­ti­on der Me­di­en­PRA­XIS zeigt wie­der, wie man ei­ne Pro­ble­ma­tik »haut­nah« dar­stel­len kann, in­dem man die Be­trof­fe­nen selbst aus­rei­chend zu Wort kom­men lässt. In Zei­ten, in de­nen – al­lem An­schein nach – es nur Lob­by­isten leicht ge­lingt, ihr Schäf­chen ins Trocke­ne brin­gen ... und da­mit eben nicht »die Kul­tur«, »die Ga­stro­no­mie«, »der Sport« fi­nan­zi­ell un­ter­stützt wird, son­dern nur »den Glei­che­ren« un­ter den (laut Ge­setz) glei­chen Bür­gern die Gunst der Po­li­tik und ein­zel­ner ge­ziel­ter Spen­den­ak­tio­nen zu­teil wird ... ist es um­so wich­ti­ger, das Au­gen­merk auf Men­schen zu len­ken, die un­ter gro­ßem per­sön­li­chen Ein­satz um ih­re Le­bens­träu­me und ‑pro­jek­te und um ih­re Exi­stenz kämp­fen. Ich wün­sche die­ser Do­ku­men­ta­ti­on des­halb ei­ne ech­te »Brei­ten­wir­kung«, nicht zu­letzt durch ei­ne Aus­strah­lung in den »gro­ßen« Sendern.

    #3 

Kommentar-RSS: RSS-Feed für Kommentare nur zu diesem Beitrag

Kommentar abgeben: