April 2026
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Alle zwei Jahre treffen sich Fachleute aus der Pflegebranche in Nürnberg auf der Altenpflegemesse – der Leitmesse der Pflegebranche. Längst ist dort auch Künstliche Intelligenz ein Thema: Sozialroboter und die KI-gestützte Pflegedokumentation zeigen, wie stark sich die Branche im Wandel befindet.

Im Seniorenzentrum Gottfried Seiler steht man diesen Entwicklungen offen gegenüber. Seit ca. einem Jahr wird hier ein sozialer Roboter namens Gottfried erprobt. Einmal pro Woche ist er im Einsatz. In Begleitung einer Mitarbeiterin besucht er einzelne Bewohner*innen und führt mit Ihnen Gespräche, die sie anregen, aktivieren und der Einsamkeit entgegenwirken sollen. Doch wie gut funktioniert das in der Praxis? Bei unseren Besuchen im Seniorenzentrum haben wir erlebt, wie viel Potenzial in der Technologie steckt, aber auch, wo ihre Grenzen liegen.

Haupteinsatzgebiet der künstlichen Intelligenz im Seniorenzentrum Gottfried Seiler ist aber die KI-gestützte Pflegedokumentation. Per Spracheingabe erfassen Mitarbeitende ihre Tätigkeiten direkt im Bewohnerzimmer. Die KI strukturiert und verarbeitet die Inhalte automatisch. Eine Zeitersparnis, die dem Pflegepersonal mehr Spielraum für das gibt, was keine Maschine ersetzen kann: menschliche Zuwendung.

Die Mitarbeitenden im Seniorenzentrum stehen dem technologischen Fortschritt offen gegenüber – ziehen aber auch klare Grenzen. Grundpflege, Palliativversorgung, der Umgang mit Sterbenden: Das sind Bereiche, in denen KI aus ihrer Sicht nichts verloren hat. »Dokumentation und Aktivierung ja, aber der Mensch bleibt im Mittelpunkt«.

»Die KI kommt in die Pflege« ist ein Blick auf eine Branche im Umbruch. Der Film zeigt, wie Technologie sinnvoll unterstützen kann – ohne die entscheidende Frage aus dem Blick zu verlieren: Wie viel Technik wollen wir zulassen, und wo bleiben wir bewusst bei der zwischenmenschlichen Kommunikation?

April 2025
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Elektronische Musik gibt es seit den 1950er Jahren. Was zunächst in experimentellen Studios entstand und später durch Bands wie Kraftwerk populär wurde, fand mit Künstlern wie Depeche Mode in den 1980er Jahren seinen Weg in die Popkultur. Heute eröffnet Künstliche Intelligenz der elektronischen Musik neue Dimensionen – musikalisch, technisch und ästhetisch.

Seit 2022 wird an der Hochschule für Musik Nürnberg unter der Leitung von Professor Dr. Sebastian Trump am Zusammenspiel von Mensch und Maschine geforscht. Als Inhaber des Lehrstuhls für Künstliche Kreativität und musikalische Interaktion entwickelt Trump mit seinem Team interaktive Systeme, bei denen KI auf musikalische Impulse in Echtzeit reagiert.

Trump, der selbst aus der Jazzimprovisation kommt, arbeitet mit einem KI-gesteuerten Flügel oder einem robotischen Schlagwerk. Von ihm und seinem wissenschaftlichen Mitarbeiter Alexander Lunt entwickelte bzw. weiterentwickelte KI-Module reagieren auf sein Spiel, indem sie musikalische Muster analysieren und daraus eigene Klangideen generieren.

Ein Experiment, das laut Sebastian Trump noch in den Kinderschuhen steckt. Dennoch haben erste Studentinnen im Rahmen von Projekten bereits eigene Erfahrungen mit der KI gesammelt – auch wenn sie das menschliche Gegenüber beim Musizieren bislang bevorzugen.

Hier könnt Ihr die Reportage anschauen!
März 2025
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Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in unseren Alltag – ob beim Schreiben, Recherchieren, Übersetzen oder Musikmachen. Doch was bedeutet dieser technologische Wandel für die Kunst? Wir haben uns an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg umgehört.

Constant Dullaart ist seit 2022 Professor an der AdBK. In seiner Klasse für Vernetzte Materialität geht es dem Konzeptkünstler, der schon lange mit und über KI arbeitet, darum, seinen Studierenden mitzugeben, wie Kunst im digitalen Raum entsteht, verteilt und wahrgenommen wird – zwischen Bildschirmen, Codes, Apps und klassischen Formaten. Für ihn leben wir »in einer ikonoklastischen Zeit, in der sich alles ändert.«

Wir haben Daniel Wessolek, den Leiter des Media Lab der AdBK besucht. Hier können Studierende mit analogen und digitalen Technologien experimentieren. Der Fokus liegt auf technischem Grundlagenwissen, eigenem Programmieren und auf der Frage, wie man als Künstler*in digitale Technologien aktiv mitgestalten kann. Der KI steht er ambivalent gegenüber. »Bisher haben mich die Ergebnisse nicht überzeugt.«

Wir haben den Studenten Robin kennen gelernt, der mit Hilfe von KI ein Musikvideo generiert hat, mit Paul gesprochen, der KI für Experimente mit Klang und Musik nutzt und den frisch gebackenen Absolventen Simon Schalle getroffen, der in seiner Abschlussarbeit den Zusammenhang zwischen KI, Raumfahrt und Ressourcenpolitik thematisiert.

Hier könnt Ihr die Reportage anschauen!
In den Sozialen Medien haben wir uns mit weiteren Aspekten des Themas Kunst und Künstliche Intelligenz beschäftigt:
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