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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


« 10 Jah­re UN-Be­hin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on – ei­ne Be­stands­auf­nah­me in den Werk­stät­ten Der Egers – Auf Gei­ster­bahn­fahrt mit Mat­thi­as Egers­dör­fer »

Mis­si­on Le­ben ret­ten – See­not­ret­tung auf dem Mit­tel­meer – Klaus Stad­ler er­zählt die Ge­schich­te der NGO Sea-Eye

Auf überfüllten Gummibooten wie diesem werden die Migranten von den Schleppern auf die Reise über das Mittelmeer geschickt

Bei dem Ver­such, Krieg, Ar­mut und Ver­fol­gung in ih­ren Hei­mat­län­dern zu ent­kom­men und über das Mit­tel­meer Eu­ro­pa zu er­rei­chen, er­trin­ken im Jahr 2015 mehr als 3700 Men­schen.

Ein NGO-Schiff bei einer Rettungsaktion

Um das Ster­ben vor Eu­ro­pas Kü­sten zu be­en­den, wer­den dar­auf­hin in Deutsch­land und dem eu­ro­päi­schen Aus­land meh­re­re NGOs ge­grün­det. Sie kau­fen oder char­tern Schif­fe und ent­sen­den sie ins zen­tra­le Mit­tel­meer. Ei­ne die­ser Or­ga­ni­sa­tio­nen ist der Re­gens­bur­ger Ver­ein »Sea-Eye«, für den auch der Nürn­ber­ger Klaus Stad­ler ak­tiv ist.

Vereinsgründer Michael Buschheuer bei einem Vorbereitungstreffen für eine Mission in Regensburg

Für die ei­nen ste­hen die­se NGOs für den Er­halt abend­län­di­scher Wer­te und Kul­tur, – »schließ­lich kann man Men­schen doch nicht er­trin­ken las­sen« – an­de­re se­hen in ih­nen Hel­fer von Schlep­pern und Kri­mi­nel­len.

Die 'Seefuchs' mit Flüchtlingen an Bord auf der Suche nach einem 'port of safety'

Klaus Stad­ler, der zwei Mis­sio­nen von Sea-Eye als Ka­pi­tän ge­lei­tet hat, er­zählt die Ge­schich­te des Ver­eins, nimmt Stel­lung zur Kri­tik am Han­deln der NGOs und schil­dert sei­ne Be­weg­grün­de, war­um er sich trotz­dem eh­ren­amt­lich in der See­not­ret­tung en­ga­giert.

Klaus Stadler bei der Ankunft im Hafen nach einer Mission

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 62 Min.

Video auf YouTube anschauen Von die­sem Film gibt es ei­nen Aus­schnitt auf You­Tube.
auf DVD erhältlicher Film Die­ser Film ist auf DVD er­hält­lich.

Diskussion

  1. Bernd A.  •  19. Sep. 2019

    Der Film zeig­te die Tra­gik der Schick­sa­le der Ge­flüch­te­ten, die sich mit dem Ein­satz ih­res Le­bens den Ge­fah­ren von Hun­ger, Kli­ma­ka­ta­stro­phen und Krieg oder son­sti­ger Ver­fol­gung ent­zie­hen wol­len. Nein ei­gent­lich müs­sen. Klaus Stad­ler zeigt in die­sem Film, wie ge­dan­ken­los wir die Ent­schei­dun­gen der Po­li­tik hin­neh­men. Es wird ge­gen be­stehen­de Ge­setz, vor al­lem aber ge­gen die Men­schen­rech­te ver­sto­ssen.

    Das Ar­gu­ment »Wir kön­nen nicht al­le auf­neh­men!« ist zwar si­cher nicht falsch, aber so lan­ge wir selbst durch un­se­re Le­bens­wei­se nicht da­zu bei­tra­gen, dass ein Ver­blei­ben in den Her­kunfts­län­dern mög­lich ist, müs­sen wir wohl oder übel da­mit le­ben, dass im­mer mehr Men­schen zu uns kom­men.

    Es ist pha­ri­sä­er­haft, wenn auch deut­sche Po­li­ti­ker nun die ita­lie­ni­sche Re­gie­rung kri­ti­sie­ren, denn Deutsch­land trägt durch sei­ne Asyl­po­li­tik da­zu bei, dass in den ärm­sten Län­dern Zu­flucht neh­men müs­sen, die ei­gent­lich schon mit ih­ren ei­ge­nen Pro­ble­men nicht zu­recht kom­men. Ita­li­en ist ein, Grie­chen­land das 2. mar­kan­te Bei­spiel. Da­ne­ben ist die De­ka­denz der west­li­chen Län­der her­vor zu he­ben, die Re­sour­cen an­de­rer är­me­rer Län­der ge­dan­ken­los mit­zu­ver­brau­chen und sich mit der zwei­fel­haf­ten Po­li­tik wirt­schaft­li­chen Pro­fit durch Waf­fen­lie­fe­run­gen in Kri­sen­län­der zu ver­schaf­fen.

    Viel­leicht trägt der Film da­zu bei, dass wir uns ein­fach mal Ge­dan­ken ma­chen über das »Was wä­re wenn.......?« Was wä­re, wenn wir in die­sen Län­dern le­ben müss­ten, wo wir kei­ne Al­ter­na­ti­ve für ei­ne Zu­kunft ha­ben ? Wür­den wir dort mit un­se­ren Fa­mi­li­en blei­ben ?

    Ich emp­feh­le die­sen Film ein­mal mit ei­ner grö­sse­ren An­zahl von Per­so­nen, auch Kri­ti­kern an­zu­se­hen. Viel­leicht tritt dann bei man­chen ein Sin­nes­wan­del ein.

    Kann es sein, dass Eu­ro­pa und Deutsch­land Li­by­en un­ter­stützt, das selbst ei­nen Bür­ger­krieg ver­ur­sacht durch Eu­ro­pa (Ma­cron bzw. Hol­lan­de) er­lebt, in dem sich noch da­zu 2 Län­der der EU auf ver­schie­de­nen Sei­ten der sich Be­krie­gen­den (Ita­li­en und Frank­reich, der ei­ne durch das Un­ter­stüt­zen der »an­er­kann­ten« Re­gie­rung, der an­de­re durch das Un­ter­stüt­zen der »Re­bel­len«, Ge­flüch­te­te in Kriegs­ge­bie­te zu­rück schickt, wo sie als Skla­ven ver­kauft, in Ge­fäng­nis­sen ge­steckt und ge­fol­tert und zu­dem ver­ge­wal­tigt wer­den ?

    Die See­not­ret­tung ist das ei­ne, aber Ab­schie­bun­gen ins­ge­samt, auch in so­ge­nann­te »si­che­re Her­kunfts­län­der« ist das an­de­re. Es wird Zeit, dass wir un­se­ren Po­li­ti­kern den be­rümt Tritt in den Hin­tern ge­ben, um end­lich Men­schen in Not das zu ge­ben, wo­zu wir ver­pflich­tet sein: HILFE !

    Al­len See­not­ret­tern ein gro­sses Dan­ke schön für das En­ga­ge­ment, für das ei­ne Men­ge Mut ge­braucht wird.

    #1 

  2. Yasar Gül  •  19. Sep. 2019

    Ein wun­der­ba­rer Film, der je­den da­zu be­wegt, Ge­dan­ken dar­über zu ma­chen „wie gut es uns ei­gent­lich geht“ wenn man die Si­tua­ti­on der Flücht­lin­ge an­schaut.

    Im emp­feh­le, die­sen Film auch den Po­li­ti­kern an­zu­se­hen und sich zu über­le­gen, wie wich­tig es ist Men­schen in Not zu hel­fen .

    Al­len ein ganz gro­ßes Dan­ke­schön die in die­sem Film mit­ge­wirkt ha­ben und so­mit auch an­de­ren Mut ge­ge­ben ha­ben, be­dürf­ti­gen Men­schen zu hel­fen.

    #2 

  3. Yasar Yalcin  •  19. Sep. 2019

    Al­len ein gro­ßes Dan­ke­schon

    #3 

  4. Efsad Duman  •  19. Sep. 2019

    Es ist schön zu se­hen dass hier ver­sucht wird den Men­schen und und sein Recht zu le­ben in den Vor­der­grund ge­stellt wird. Al­le Men­schen sind gleich viel wert und das soll­te auch selbst­ver­ständ­lich sein. Hier wer­den wirk­lich eh­ren­vol­le Ta­ten voll­bracht.
    Nicht die Men­schen son­dern die Ur­sa­chen war­um die Leu­te über­haupt flie­hen müs­sen soll­ten be­kämpft wer­den, dann muss hof­fent­lich kei­ner mehr aus sei­ner Hei­mat, in der man sei­ne Fa­mi­lie, Ar­beit und das ge­sam­te so­zia­le Um­feld hat, auf äu­ßerst ge­fähr­li­chen We­gen ver­las­sen wer­den.

    Es soll­te auch in Zu­kunft nicht mehr dar­über dis­ku­tiert wer­den ob man Men­schen­le­ben ret­ten darf oder soll das soll­te im In­ter­es­se al­ler sein.

    Dan­ke an al­le die hier mit­wir­ken

    #4 

  5. M.K.  •  19. Sep. 2019

    Wer die­sen Film ge­se­hen hat, kann nicht ein­fach so un­be­rührt zur Ta­ges­ord­nung über­ge­hen. Er be­schäf­tigt ei­nen wei­ter. Man er­hält aus der Sicht der frei­wil­li­gen Hel­fer die Si­tua­ti­on der Boots­flücht­lin­ge ab dem Auf­fin­den auf of­fe­nem Meer mit und an­schlie­ßend de­ren »Odys­see«, um ei­nen ret­ten­den Ha­fen zu er­rei­chen. Vie­len Dank an die Fil­me­ma­cher und die Hel­fer, daß sie die­ses The­ma ak­tu­ell hal­ten.

    #5 

  6. Ayşe Koc  •  19. Sep. 2019

    Ein sehr wich­ti­ger Film, der das Vor­ge­hen der See­not­ret­ter gut an­schau­lich dar­stellt und die La­ge auf dem Mit­tel­meer gut re­flek­tiert. Ich bin al­len Ak­teu­ren dank­bar, die die­sen Film er­mög­licht ha­ben. Ich hof­fe, dass von die­sem Film vie­le pro­fi­tie­ren wer­den und dass man in Zu­kunft in ei­ner Ge­sell­schaft lebt, in der die Ret­tung je­des Men­schens ei­ne nicht zu dis­ku­tie­ren­de Selbst­ver­ständ­lich­keit ist.

    #6 

  7. Ahmet Simsek  •  19. Sep. 2019

    Ein be­we­gen­der und zum nach­den­ken an­trei­ben­der Film, wür­de ich je­dem emp­feh­len es zu se­hen. Dan­ke an al­le die bei dem Film mit­ge­wirkt ha­ben und auch an die Hel­fer, ein Mit­rei­sen­der Film der vie­le hof­fe ich er­rei­chen wird.

    #7 

  8. Ramazan D.  •  19. Sep. 2019

    Ein sehr be­we­gen­der Do­ku­men­ta­ti­on! Kei­ner ver­lässt sein Land, Hab und Gut oh­ne Grund. Das wird oft­mals ver­kannt. Herr Stad­ler und al­le Mit­wir­ken­den in die­sem Film zei­gen, dass auch ein Ein­zel­ner et­was be­we­gen kann. Ein bei­spiel­haf­ter Ein­satz für Men­schen in Not! Die­ser mensch­li­che Ka­ta­stro­phe vor un­se­ren Au­gen, kann man sich nicht ver­schlie­ßen. Vie­len Dank an al­le für Ih­ren Ein­satz!

    #8 

  9. Ali-Nihat Koc  •  19. Sep. 2019

    Ein herz­li­chen Dank an das Team von der Me­di­en Pra­xis.

    Die fast schon ver­ges­se­ne bzw. ver­dräng­te Dra­ma­tik der Men­schen, die über das Meer flüch­ten und vie­le da­bei er­trin­ken wur­de in ei­nem bei­spiel­haf­ten und be­we­gen­dem Film der See­not­ret­tung dar­ge­stellt. Zwi­schen den auf­schluss­rei­chen und fes­seln­den In­ter­views mit Klaus Stad­ler und Ori­gi­nal­auf­nah­men wäh­rend der See­not­ret­tung wa­ren wir schockiert und dank­bar zu­gleich. Schockiert das die Po­li­tik still­schwei­gend beim Leid und Er­trin­ken der Men­schen ta­ten­los zu­sieht und Men­schen und In­itia­ti­ven bei der Ret­tung so­gar mas­siv be­hin­dern. Un­dend­lich dank­bar bin ich das es Men­schen gibt, die un­ter Ein­satz des ei­ge­nen Le­bens tag­täg­lich sich für die Ret­tung an­de­rer Men­schen, gleich wel­cher Kul­tur, Re­li­gi­on oder Haut­far­be ein­set­zen und das es Men­schen wie das Team der Me­di­en Pra­xis gibt, die durch ih­re Me­di­en­be­richt­erstat­tung die­se The­ma­tik ei­ner grö­ße­ren Öf­fent­lich­keit zu­gäng­lich ma­chen. Ich hof­fe, das ins­be­son­de­re ver­ant­wort­li­che Po­li­ti­ker die­sen Film an­se­hen und sich ih­rer Mit­schuld an dem Ster­ben not­lei­den­der Men­schen be­wusst wer­den. Herz­li­chen Dank noch­mals an das Team der Me­di­en­pra­xis.

    #9 

  10. Ahmet Esgin  •  19. Sep. 2019

    Hat mir sehr ge­fal­len vie­len dank für die­se wun­der­schö­ne pro­gramm.

    #10 

  11. Talip Iyi  •  19. Sep. 2019

    Ein gro­ßes Dan­ke­schön an Ju­lia und Tho­mas so­wie den Mit­ar­bei­tern des Me­di­en­pra­xis.

    Dan­ke das ihr die Hel­den und ret­ter der Mensch­lich­keit, Brü­der­lich­keit so­wie un­ei­gen­nüt­zi­ge Hilfs­be­reit­schaft uns nä­her ge­bracht habt das soll­te im 21.jahrhundert selbst­ver­ständ­lich sein was es lei­der nicht ist.

    #11 

  12. B.T  •  19. Sep. 2019

    Ein sehr schö­ner Film, wel­cher auf das ak­tu­ell noch an­dau­ern­de Leid im Mit­tel­meer und den Be­mü­hun­gen von Sei­ten der NGO‘s auf­merk­sam macht! Vie­len lie­ben Dank an die­ser Stel­le an die Pro­du­zen­ten und Mit­wir­ken­den.

    #12 

  13. Cemalettin Özdemir  •  19. Sep. 2019

    Ich be­dan­ke mich bei Me­di­en­pra­xis, daß sie ein The­ma, das ger­ne igno­riert wird, auf­grei­fen und so­mit ak­tu­ell hal­ten, da­mit es nicht in Ver­ges­sen­heit ge­rät. Tol­le Ar­beit! Wei­ter so!

    #13 

  14. Yurdal  •  19. Sep. 2019

    Es war tol­le Film an al­len Dan­ke

    #14 

  15. Hamza Özkan  •  19. Sep. 2019

    Ein sehr ge­lun­ge­ner und ein­fluss­rei­cher Do­ku­men­tar­film mit prä­gen­den Mo­men­ten und be­we­gen­den Wor­ten! Schön, dass die­ses – lei­der von vie­len igno­rier­tes – The­ma und Tat­sa­chen ver­filmt wur­de. Noch­mal ein gro­ßes Lob und vie­len Dank an die Ma­cher und Be­tei­lig­ten des Films und Pro­jekts!

    #15 

  16. S.Y.  •  19. Sep. 2019

    Ein herz­li­chen Dank an das Team von der Me­di­en Pra­xis, die mit dem Film die Dra­ma­tik im Mit­tel­meer, wel­che lei­der schnell ver­ges­sen bzw. ver­drängt wird, greif­bar und be­we­gend do­ku­men­tiert ha­ben.

    #16 

  17. M.B.  •  19. Sep. 2019

    Mein Dank gilt der Me­di­en Pra­xis und al­len be­tei­lig­ten Per­so­nen, die das rund­um ge­lun­ge­ne Pro­jekt er­mög­li­chen.

    Ein wun­der­ba­res Bei­spiel wie ei­ne hand­voll Men­schen ihr Le­ben ris­kie­ren, um das der­je­ni­gen in Not zu be­wah­ren und da­bei Re­li­gi­on, Kul­tur und Haut­far­be kei­ne Rol­le spielt.

    De­fi­ni­tiv ein Film der zum Re­flek­tie­ren an­treibt und ei­nem vor Au­gen füh­rert, das Le­ben wert­zu­schaet­zen und Men­schen­recht zu prak­ti­zie­ren.

    #17 

  18. M.Y.  •  19. Sep. 2019

    Be­we­gen­de Bil­der von ech­ten Hel­den! Die Welt ist in Flam­men, das Welt­kli­ma kippt aber den­noch fürch­ten sich vie­le vor ein paar Flücht­lin­gen, die ge­ret­tet wor­den sind... Bil­der sa­gen mehr als tau­send Wor­te, des­we­gen an die­ser Stel­le ei­nen herz­li­chen Dank an die Be­tei­lig­ten.

    #18 

  19. Guel  •  19. Sep. 2019

    Auch von mir ein gro­ßes Lob für so viel Mensch­lich­keit und so viel En­ga­ge­ment!

    Die äu­ßerst ge­lun­ge­ne Do­ku hält in be­weg­ten Bil­dern die trau­ri­ge Le­bens­rea­li­tät von so vie­len Men­schen fest und stellt uns die Ar­beit von ei­ni­gen Hel­den vor, die ihr Herz noch am rech­ten Fleck ha­ben..

    Vie­len Dank an das Team, die mit ih­rer Ar­beit ei­ne so der­ma­ßen wich­ti­ge An­ge­le­gen­heit auf­grei­fen und the­ma­ti­sie­ren!

    #19 

  20. Selam  •  19. Sep. 2019

    Ein äu­ßerst ge­lun­ge­ner Bei­trag, wel­cher auf das Leid der Men­schen im Mit­tel­meer und die Igno­ranz von Sei­ten der Po­li­tik auf­merk­sam macht. An die­ser Stel­le ein gro­ßes Dan­ke­schön an al­le Be­tei­lig­ten und Mit­wir­ken­den.

    Es ist zu wün­schen, dass die­ser Film welt­weit so vie­le Men­schen wie mög­lich er­reicht.

    Hut ab vor all den eh­ren­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern, der im Film er­wähn­ten NGO‘s und ei­nen be­son­de­ren Dank an Herrn Stad­ler, der ei­nen tie­fe­ren und per­sön­li­che­ren Ein­blick in das Ge­sche­hen er­mög­licht hat.

    #20 

  21. Max Wittmann  •  20. Sep. 2019

    Ein sehr wich­ti­ger Bei­trag, der in un­se­rer Me­di­en­land­schaft drin­gend ge­braucht wird.

    Wenn man den Geg­nern sol­cher Mis­sio­nen zu lan­ge das me­dia­le Ober­was­ser lässt, las­sen sich viel zu vie­le Leu­te von de­ren »Mei­nung«, die doch nichts an­de­res als pri­mi­ti­ve Men­schen­ver­ach­tung ist, an­stecken.

    Wir brau­chen mehr von die­sen mu­ti­gen Hel­fern und wir brau­chen mehr auf­rech­te Jour­na­li­sten die ih­re Ge­schich­te er­zäh­len.

    Vie­len Dank für Ih­re Ar­beit und wei­ter so!

    #21 

  22. Ekke Fugmann  •  20. Sep. 2019

    Es ist, als hät­tet Ihr mit Eu­rem Film ein Fen­ster weit auf­ge­macht, dass se­hen kann, wer se­hen will: Den un­ru­hi­gen See­gang, Trau­ma-er­starr­te Ge­sich­ter aus über­füll­ten Boo­ten, ei­ne Ge­ret­te­te schlägt die Au­gen auf nach oben und öff­net ih­re Ar­me, Gott und mei­nen Ret­tern sein Dank.

    Der Film be­rührt. Der Film folgt ei­nem durch­gän­gi­gen Er­zähl­strang von Klaus Stad­ler, dem pro­fes­sio­nel­len In­itia­tor und Be­glei­ter von »Sea-Eye«, span­nend, glaub­wür­dig vor­ge­tra­gen. Die da­zwi­schen ein­ge­bun­de­nen Film­auf­nah­men ver­an­schau­li­chen das Er­zähl­te. Da stockt der Atem.

    Da kann kei­ner Weg­schau­en. Es geht um Men­schen­le­ben.

    #22 

  23. Babsy Bach  •  20. Sep. 2019

    Vie­len Dank Ju­lia und Tho­mas!

    Auch, wenn das The­ma See­not­ret­tung dank Hr. See­ho­fer (hät­te nie ge­dacht, dass ich mal dies tun wür­de – ihm dan­ken) der­zeit scheint in der Po­li­tik et­was ern­ster ge­nom­men zu wer­den, so habt ihr von ei­ner sehr kla­ren, ru­hi­gen und pro­fes­sio­nel­len Sei­te aus ei­nen Bei­trag ge­lei­stet. Der Fin­ger hat kei­nen mo­ra­li­schen Zei­ge­fin­ger son­dern do­ku­men­tiert rein die Si­tua­ti­on. Das Ge­fühl im be­trach­ten­den Men­schen ent­steht von selbst. Ich hof­fe die­ses Ge­fühl ent­steht vor al­lem in den Men­schen, die im­mer noch da­von re­den, dass wir kei­ne staat­li­chen See­not­ret­tungs­pro­gram­me brau­chen, dass man Men­schen in fai­led sta­tes wie Li­by­en zu­rück­schicken oder sie gar »ab­sau­fen« las­sen kön­ne.

    Dan­ke, Bab­sy

    #23 

  24. Marga Jantschke  •  21. Sep. 2019

    Höch­stes Lob und vie­len Dank an Ju­lia und Tho­mas.

    Das The­ma ist nicht nur für uns von größ­tem In­ter­es­se son­dern soll­te von al­len, die an den Zu­stän­den et­was än­dern kön­nen zur »Pflicht­lek­tü­re« ge­hö­ren.

    #24 

  25. Angelika Horenburg  •  21. Sep. 2019

    Der am 20.9.19 im über­füll­ten Raum des Nürn­ber­ger CPH ge­zeig­te Film hat mich tief be­ein­druckt, zum ei­nen, weil ich die Ge­fahr der Schiff­brü­chi­gen und die der Hel­fer fast haut­nah mit er­le­ben muss­te, zum an­de­ren, weil die Pro­ble­ma­tik der pri­va­ten Hil­fe­lei­stung bei in See­not ge­ra­te­ner Men­schen im Mit­tel­meer so deut­lich wur­de. Die ab­wech­seln­de Dar­stel­lung der bei­den Be­rei­che wirk­te da­durch so ge­lun­gen, weil Klaus Stad­ler als Or­ga­ni­sa­tor im In­ter­view of­fen über die NGOs und ih­re von vie­len Sei­ten an­ge­grif­fe­nen Vor­ha­ben spre­chen konn­te. Der star­ke Bei­fall, der wie­der­holt für die Fil­me­ma­cher auf­kam, sprach für das En­ga­ge­ment und die Kom­pe­tenz von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald.

    #25 

  26. Christoph Reichert  •  22. Sep. 2019

    Vie­len Dank für eu­re sehr bein­drucken­de Reportage,die dem Zu­schau­er ei­ne ei­ge­ne Mei­nungs­bil­dung er­mög­licht.

    Un­ge­ach­tet al­ler po­li­ti­schen Dis­kus­sio­nen geht es um Men­schen­le­ben, wel­che es zu ret­ten gilt. Dies kommt durch eu­re kla­re und of­fe­ne Re­cher­che sehr gut zum Aus­druck.

    #26 

  27. Schnabel Michel  •  23. Sep. 2019

    Lie­bes Me­di­en­pra­xis Team,

    Ein gro­ßes Dan­ke­schön für eu­re Ar­beit. Eu­er Film hat auf be­ein­drucken­de Wei­se ver­deut­licht was die Pro­ble­me und Her­aus­for­de­run­gen der See­not­ret­tung sind. Ich selbst ha­be nun ei­ne viel kla­re­res Bild der Si­tua­ti­on be­kom­men.

    Eu­er Film soll­te vor al­lem an Schu­len und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen ge­zeigt wer­den!

    #27 

  28. Max Ackermann  •  23. Sep. 2019

    Neu­lich hat­te ich die Freu­de, die Pre­mie­re des neu­en Films von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald mit­zu­er­le­ben.

    Und es ist be­mer­kens­wert, wie gut er ist.

    Denn auch in der gro­ßen Auf­merk­sam­keits­öko­no­mie muss nicht je­des Me­di­en­er­zeug­nis zün­deln! Nicht je­der Bei­trag muss ein Brand­schat­zer sein und Feu­er an die Lun­te le­gen wol­len, die ihm die Zeit ge­ra­de hin­hält.

    Auf­merk­sam­keit ver­dient er just des­we­gen. Und Ach­tung. Und Re­spekt. So wie er sei­nem The­ma Re­spekt ent­ge­gen­bringt. Und ge­nau den rich­ti­gen Ton da­für fin­det – und die rich­ti­gen Bil­der auch.

    Denn es fällt schon auf, wie ein aus­ge­zeich­net ge­mach­ter klas­si­scher Do­ku­men­tar­film, sich zu der gro­ßen Auf­re­gung al­ler­or­ten ver­hält, zu Hass und Hy­ste­rie.

    Und ge­ra­de da­durch lei­stet er ei­nen wich­ti­gen Bei­trag zur De­bat­te. Ver­nunft lässt sich ver­neh­men. Man kann sie förm­lich hö­ren.

    Da­bei geht es um ein eben­so hoch-mo­ra­li­sches wie hoch-emo­tio­na­les The­ma: Schlicht um die Fra­ge, ob man Men­schen er­trin­ken las­sen soll­te, wenn man sie doch ret­ten könn­te. So ein­fach ist das. Und of­fen­bar doch so schwer.

    Denn gleich da­hin­ter tut sich ein rie­si­ges Feld auf: Da geht’s ans Ein­ge­mach­te. Auf der ei­nen Sei­te um Men­schen­rech­te, um Wer­te wie Hu­ma­nis­mus und Chri­sten­tum, die so oft her­bei­zi­tiert wer­den. Und auf der an­de­ren um die Fra­ge, wie sich Eu­ro­pa ab­schot­tet und – man muss es so sa­gen – da­bei über Lei­chen geht. Und da ist es auch nicht weit zu Hass­kom­men­ta­ren und ei­ner ge­spal­te­nen Re­pu­blik, zu Streit un­ter Freun­den und in Fa­mi­li­en.

    „Mis­si­on Le­ben ret­ten – See­not­ret­tung auf dem Mit­tel­meer“ glänzt nun da­durch, dass er sein The­ma ernst nimmt, es ganz ge­nau an­schaut, aber ru­hig an­geht. Er ist kei­ne Se­kun­de lang­wei­lig. Aber er wird ein­fach nicht auf die­sel­be Wei­se emo­tio­nal oder gar po­le­misch wie all die Talk­show­gä­ste, oder wie es ein Do­ku­men­tar­fil­mer wie bei­spiels­wei­se Mi­cha­el Moo­re ge­wor­den wä­re, wenn er sich die­ses The­mas an­ge­nom­men hät­te und nicht Tho­mas und Stei­ger­wald.

    »Klaus Stad­ler er­zählt die Ge­schich­te der NGO Sea-Eye“. Da­bei spricht Stad­ler Klar­text, for­mu­liert be­dacht. Er sagt, was war und ist. Um Ge­füh­le geht es da­bei trotz­dem. Um Angst und Trau­er, um all die to­ten Men­schen. Die nicht hät­ten ster­ben müs­sen. Und all je­ne, die in die­sem Kon­flikt noch ster­ben wer­den. Weil an­de­re es zu­las­sen.

    Aber die­ser Film ist ge­ra­de da­durch stark, dass er die Ge­füh­le sei­nen Zu­schau­ern über­lässt. Statt­des­sen ist die Re­de von er­staun­li­chen Vor­gän­gen und Fak­ten, vom Hel­fen-Wol­len und Hel­fen-Kön­nen, von Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen und Men­schen, die sich en­ga­gie­ren, aber auch mal ihr Er­stau­nen dar­über zei­gen, dass sie sich nun plötz­lich in der La­ge fin­den, an­de­re aus dem Mit­tel­meer zu zie­hen. Weil nie­mand sonst es tut.

    Wer weiß, wie an­spruchs­vol­les lo­ka­les bzw. re­gio­na­les Fern­se­hen fi­nan­ziert ist, wie herz­lich we­nig Geld da im Spie­le ist, wie hart sich The­men fern­ab von Markt und Wer­bung tun, wie um­kämpft Sen­de­plät­ze sind, wie schwer es ist, ei­nen jour­na­li­sti­schen Ethos zu ha­ben, ihm mit Auf­wand ge­recht zu wer­den und mit Aus­dau­er auf­recht­zu­er­hal­ten, statt ihn zu ver­leug­nen, der muss und wird die­ser Ar­beit den Re­spekt er­wei­sen, den sie ver­dient.

    Denn: Hut ab!

    Das ist ein ex­zel­len­ter Film. Mit un­glaub­lich star­ken Mo­men­ten. Und das Be­ste viel­leicht: Er klingt noch lan­ge nach.

    So ver­dient er je­de Form der Auf­merk­sam­keit. Auch ein grö­ße­res Pu­bli­kum, als je­nes, für das er ur­sprüng­lich ge­macht wur­de, das ei­ner Me­tro­pol­re­gi­on in Bay­ern. Geht es doch um bun­des­deut­sche De­bat­ten, um die Po­li­tik Eu­ro­pas und ja, auch um das Ver­hal­ten der Welt, ge­gen­über je­nen, die flüch­ten müs­sen, war­um und wo­her auch im­mer.

    Qua­li­ta­tiv mit­hal­ten kann die­ser Film auch in grö­ße­ren Krei­sen, wo­hin Tho­mas und Stei­ger­wald ei­gent­lich längst ge­hö­ren: Da muss man sich kei­ne Sor­gen ma­chen. Ei­nen herz­li­chen Gruß an BR, ARD, 3sat und ARTE.

    Mö­ge er An­er­ken­nung fin­den. Mö­ge es Prei­se reg­nen, für so viel Sorg­falt und Ge­duld, für so viel Re­cher­che und Lie­be zum De­tail, für so viel klu­ge Zu­rück­hal­tung, so viel jour­na­li­sti­sche Di­stanz, die ei­nem Raum für ei­ge­ne Emo­tio­nen lässt, und so viel ar­gu­men­ta­ti­ve Wucht.

    Ich je­den­falls freue mich, das ge­se­hen und er­lebt zu ha­ben …

    Zeit zu han­deln ...

    Dr. Max Acker­mann

    Pro­fes­sor für Ver­ba­le Kommunikation/ Lan­guage in Me­dia and De­sign an der TH Nürn­berg

    #28 

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