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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


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Taha muss ge­hen – Ju­gend­li­che Zu­ge­wan­der­te: Aus­bil­den oder Ab­schie­ben?

Aus­strah­lung des er­sten Teils nur noch ein­mal am HEUTIGEN FREITAG, dem 27.03. um 8:00, 9:00, 10:00, 11:00 und um 12:00 Uhr. Der zwei­te Teil folgt am Sonn­tag, dem 29. März 2020 um 19:30 Uhr (Wie­der­ho­lung um 21:30 und 23:30 Uhr)

Rund 60 Menschen haben sich im Oktober 2019 am Paradiesbrunnen in Fürth getroffen, um ihre Solidarität mit Taha Mousa auszudrücken.

In der Hoff­nung auf ei­ne bes­se­re Zu­kunft in Deutsch­land, ver­lässt Taha Mou­sa 2013 sein Hei­mat­land Gha­na. Ge­ra­de ein­mal 13 Jah­re alt, macht er sich al­lei­ne auf den Weg nach Eu­ro­pa.

Ein 6-köpfiges Team aus ehrenamtlichen Helfern versucht, Taha für den Mittelschulabschluss fit zu machen.

Zwei Jah­re ist er un­ter­wegs, zu­nächst 4.500 km, meist zu Fuß, bis nach Li­by­en, dann in ei­nem klei­nen Holz­boot über das Mit­tel­meer. Auf sei­nem Weg nach Eu­ro­pa muss er mit an­se­hen, wie Men­schen in der Wü­ste ver­dur­sten und im Mit­tel­meer er­trin­ken.

Fußball ist Tahas größtes Hobby. Er spielt bei der SGV Nürnberg-Fürth 1883.

In Deutsch­land an­ge­kom­men, lernt er die Spra­che, be­sucht die Schu­le, schließt sich ei­nem Sport­ver­ein an und en­ga­giert sich so­zi­al. Nach ei­nem Prak­ti­kum in ei­nem Se­nio­ren­heim be­schließt er, ei­ne Aus­bil­dung zum Al­ten­pfle­ge­hel­fer zu ma­chen.

Bei einem Praktikum im Seniorenheim hat Taha seinen Traumberuf Altenpflegehelfer gefunden. Hier wollte er im September 2019 eine Ausbildung beginnen.

Doch das Aus­län­der­amt macht Taha ei­nen Strich durch die Rech­nung. Er be­kommt kei­ne Ar­beits­er­laub­nis, weil er aus ei­nem so­ge­nann­ten si­che­ren Her­kunfts­land stammt.

Nach vier Jahren in Deutschland muss Taha nun seine Sachen packen.

Der Film be­glei­tet Taha wäh­rend sei­ner letz­ten Wo­chen in Deutsch­land und zeich­net das Bild ei­nes en­ga­gier­ten und be­reits gut in­te­grier­ten jun­gen Man­nes, der nach vier Jah­ren in Deutsch­land wie­der in sein Her­kunfts­land zu­rück­keh­ren muss, ob­wohl ihn mit Gha­na nichts au­ßer schlech­ten Er­in­ne­run­gen ver­bin­det.

Taha am letzten Abend mit seinen Mitbewohnern.

Für den Zu­schau­er stellt sich die Fra­ge: ist es aus hu­ma­ni­tä­ren und öko­no­mi­schen Grün­den sinn­voll, Men­schen, die in­te­gra­ti­ons­wil­lig sind und ei­nen Man­gel­be­ruf er­ler­nen wol­len, aus­zu­wei­sen, wäh­rend gleich­zei­tig Ge­sund­heits­mi­ni­ster Jens Spahn ver­sucht, auf der gan­zen Welt Ar­beits­kräf­te an­zu­wer­ben?

Am Morgen des 3. Dezember muss Taha Deutschland erst einmal wieder verlassen.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 60 Min.

Video auf YouTube anschauen Von die­sem Film gibt es ei­nen Aus­schnitt auf You­Tube.
auf DVD erhältlicher Film Die­ser Film ist auf DVD er­hält­lich.

Diskussion

  1. Babsy  •  12. Mrz. 2020

    Lie­be Ju­lia und Tho­mas,

    vie­len Dank für eu­er Ge­spür und eu­re Zeit, die ihr in die­sen Film ge­legt habt. Oh­ne Po­le­mik oder mo­ra­li­schen Fin­ger­zeig weckt ihr mit der nack­ten Rea­li­tät Emo­tio­nen bei den Zu­schau­en­den, so dass man sich gut ein­schwin­gen kann in die The­ma­tik.

    Ich wün­sche euch wei­ter­hin so ein gu­tes Händ­chen für Men­schen.

    #1 

  2. Elfriede Lutz  •  27. Mrz. 2020

    Hal­lo,

    Lei­der hat die Zei­tung – Für­ther Nach­rich­ten – für den 1.Teil den fal­schen Sen­de­ter­min ver­öf­fent­licht. Sehr är­ger­lich. Könnt ihr den er­sten Teil noch­mal sen­den? Ich wür­de ihn sehr sehr ger­ne se­hen.

    Vie­len Dank.

    El­frie­de

    #2 

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