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Medien PRAXIS - Das point Reportage Sendungs-Blog


Dezember 2008

Mehr­bett­zim­mer statt Ein­zel­aus­stel­lung

Si­say Shim­e­les steht kurz vor Be­en­di­gung sei­nes Kunst­stu­di­ums in Äthio­pi­en, als er ei­nen Wett­be­werb zur Aus­ge­stal­tung des Ex­postan­des sei­nes Hei­mat­lan­des in Han­no­ver ge­winnt. Der jun­ge Künst­ler emp­fin­det dies als gro­ße Eh­re und kommt nach Deutsch­land, um 12 gro­ße Wand­ge­mäl­de für den Äthio­pi­schen Pa­vil­lon zu ma­len.

Sisay in der Zentralstelle für Asylbewerber

Si­say, zum da­ma­li­gen Zeit­punkt po­li­tisch völ­lig un­er­fah­ren, nimmt die Auf­ga­be sehr ernst und ver­sucht, in den Bil­dern ne­ben den schö­nen und fas­zi­nie­ren­den Sei­ten auch die vor­han­de­nen Pro­ble­me in sei­ner Hei­mat dar­zu­stel­len. So ent­steht ein Bild, das auf die von Hun­gers­not und Krieg ge­präg­te Rea­li­tät Äthio­pi­ens Be­zug nimmt.

Der Maler Sisay Shimeles

Die­ses Bild ver­än­dert Si­says Si­tua­ti­on ent­schei­dend. We­ni­ge Wo­chen vor Er­öff­nung der Ex­po kom­men Re­gie­rungs­mit­ar­bei­ter nach Deutsch­land. Sie ent­schei­den, das Bild nicht aus­zu­stel­len und er­klä­ren Si­say zur un­er­wünsch­ten Per­son. Von ei­nem Tag auf den an­de­ren wird aus dem am­bi­tio­nier­ten jun­gen Künst­ler ein po­li­ti­scher Flücht­ling. Der Film be­glei­tet den Künst­ler bei sei­nem Ver­such, in Deutsch­land ei­ne neue Hei­mat zu fin­den und zeigt da­bei ei­nen Men­schen, der trotz vie­ler Tief­schlä­ge nicht auf­ge­hört hat, an das Gu­te im Men­schen zu glau­ben.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 48 Min.

Januar 2008

»Ich schwin­ge, al­so bin ich«

Gabriela Dauerer erklärt ihr Bild

Im Mit­tel­punkt des Films ste­hen zwei Nürn­ber­ger Künst­le­rin­nen, die, ob­wohl mit zahl­rei­chen Prei­sen ge­ehrt, seit Jah­ren auf der ma­te­ri­el­len Ebe­ne ums Über­le­ben kämp­fen müs­sen. Ga­brie­la Dauer­er lebt als Ma­le­rin und Ob­jekt­künst­le­rin in der ge­erb­ten Fa­brik ih­res Va­ters, die sie zu ei­ner klei­nen Oa­se mit­ten im In­du­strie­vier­tel um­ge­stal­tet hat. Sie wur­de mit zahl­rei­chen Prei­sen (u.A. Kunst­preis Vil­la Ro­ma­na, Baye­ri­scher Kul­tur­preis) aus­ge­zeich­net und kann sich doch nur mit Mü­he ein spar­sa­mes Über­le­ben lei­sten. Zäh hält sie je­doch an ih­rer De­vi­se fest, dass je­der fi­nan­zi­ell lu­kra­ti­ve Ne­ben­job sie nur von der Kon­zen­tra­ti­on auf ih­re ei­gent­li­che Ar­beit ab­lenkt.

Rita Kriege bereitet eine Installation vor

Ri­ta Krie­ge geht ei­nen an­de­ren Weg. Sie hat drei Kin­der zu ver­sor­gen, und muss sich mit zahl­rei­chen klei­nen Jobs über Was­ser hal­ten. Wen­dig und kom­mu­ni­ka­tiv pflegt sie un­zäh­li­ge Kon­tak­te, so dass sie im­mer wie­der gün­stig an das Ma­te­ri­al für ih­re »Schwarz­licht-In­stal­la­tio­nen« und son­sti­gen Ob­jek­te her­an­kommt.

Ein Film von Mo­ni­ka Zur­ha­ke und Jo­chen Vet­ter  •  Län­ge: 12:30 Min.

Februar 2007

Zwi­schen Aus­län­der­amt und Staf­fe­lei

Szenenfoto

Zahl­rei­che Künst­ler aus al­ler Welt ha­ben in Deutsch­land Zu­flucht ge­fun­den und le­ben hier als Asyl­be­wer­ber oder als an­er­kann­te bzw. ge­dul­de­te Flücht­lin­ge. Sie ha­ben kaum Mög­lich­kei­ten, ih­re Kunst ei­nem brei­ten Pu­bli­kum be­kannt zu ma­chen. Zu­dem fehlt es ih­nen an Ma­te­ria­li­en, Räum­lich­kei­ten und vor al­lem auch an fi­nan­zi­el­len Mit­teln. Hin­zu kom­men aus­län­der­recht­li­che Vor­ga­ben wie Ein­schrän­kun­gen der Ar­beits­er­laub­nis oder so­gar ge­ne­rel­les Ar­beits­ver­bot. Die­se Hür­den will die Nürn­ber­ge­rin Dag­mar Ger­hard mit ih­rer In­itia­ti­ve art re­fu­gi­um über­win­den, in­dem sie den aus­län­di­schen Künst­lern ein Fo­rum gibt.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

Dezember 2005

EGSCHIGLEN – mon­go­li­sches Le­ben im frän­ki­schen Rö­then­bach

Ein Auftritt auf dem Dach der Bundeskunsthalle Bonn

Seit acht Jah­ren lebt das mon­go­li­sche En­sem­ble Eg­schig­len in Rö­then­bach bei Nürn­berg. Die ehe­ma­li­gen Mei­ster­schü­ler des Kon­ser­va­to­ri­ums in Ulan Ba­tor spie­len vor al­lem neu ar­ran­gier­te tra­di­tio­nel­le Mu­sik. Fern­ab ih­rer Hei­mat ver­su­chen sie, von ih­rer Mu­sik zu le­ben, oh­ne die ei­ge­nen kul­tu­rel­len Wur­zeln aus den Au­gen zu ver­lie­ren. Nicht ganz leicht in Zei­ten, in de­nen die Gel­der für Kul­tur im­mer spär­li­cher flie­ßen.

Auch in Deutschland feiert EGSCHIGLEN das buddhistische Neujahrsfest

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 25 Min.

preisgekrönter Film Die­ser Film hat ei­ne Aus­zeich­nung be­kom­men.
Februar 2005

Wen die Kunst ver­bin­det, soll der Mensch nicht tren­nen

Ruth und GON Ochner mit ihrem selbst gebastelten Jahrmarkt

Ruth und Egon Och­ner ler­nen sich 1943 beim Kunst­stu­di­um in Pforz­heim ken­nen. In­zwi­schen sind sie seit über 60 Jah­ren mit­ein­an­der ver­hei­ra­tet und kön­nen sich ein Le­ben oh­ne den an­de­ren nicht vor­stel­len.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 14 Min.

Dezember 2002

Hei­di Sill – Le­ben für die Kunst

Szenenfoto

Hei­di Sill ist bil­den­de Künst­le­rin. Nach dem Ab­schluss der Kunst­aka­de­mie hat sich die heu­te 35-jäh­ri­ge vor al­lem um die Aus­ein­an­der­set­zung mit Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­en be­müht. Da­bei war und ist es ihr wich­tig, ei­ner­seits Aus­drucks­mit­tel der heu­ti­gen Zeit zu nut­zen, um ih­re künst­le­ri­schen Vor­stel­lun­gen zu ver­wirk­li­chen, sich aber an­de­rer­seits von der Tech­nik nicht do­mi­nie­ren zu las­sen. Das Por­trait ei­ner Künst­le­rin und ih­rer Su­che nach ei­nem ad­äqua­ten und künst­le­ri­schen Um­gang mit den Me­di­en die­ser Zeit.

Ein Film von Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

September 2001

Die Kof­fer­fa­brik – ein Stück Für­ther In­du­strie­ge­schich­te

Erinnerungen werden wach: Die Frauen von Bermas arbeiteten früher 55 Stunden pro Woche zusammen

Die Kof­fer­fa­brik in der Lan­ge Stra­ße in Fürth ist ei­ner der letz­ten In­du­strie­bau­ten in der einst von Fa­bri­ken ge­säum­ten Stra­ße. Ein Are­al, das ein Stück In­du­strie­ge­schich­te er­zäh­len kann – Für­ther In­du­strie­ge­schich­te. Mit­te des 19. Jahr­hun­derts er­baut, hat das Ge­län­de ei­ne be­weg­te Ge­schich­te hin­ter sich. Von ei­ner Spie­gel­fa­brik über Hand­werks­be­trie­be und – nicht zu­letzt – der Kof­fer­fa­brik Ber­mas hat das Ge­län­de vie­len Fir­men ei­ne Hei­mat ge­ge­ben.

Die Handwerker und Künstler arbeiten nebeneinander; dabei sind auch enge Freundschaften entstanden

Und heu­te? Das Le­ben in der Kof­fer­fa­brik ist noch nicht ganz er­lo­schen. Von ei­nem Im­mo­bi­li­en­mak­ler als Spe­ku­la­ti­ons­ob­jekt ge­kauft, bie­tet es Hand­wer­kern, Künst­lern, ei­ner Knei­pe und ei­ner Ga­le­rie noch ein­mal ei­ne vor­über­ge­hen­de Hei­mat. Auf den Spu­ren der Ge­schich­te ist point bei ei­nem Wie­der­se­hen der Ar­bei­te­rin­nen der Ber­mas Kof­fer­fa­brik da­bei – 40 Jah­re nach­dem sie Sei­te an Sei­te ge­ar­bei­tet ha­ben – und be­sucht heu­te an­säs­si­ge Künst­ler und Hand­wer­ker.

Der Maler und Bildhauer Peter Fidel ist schon seit 17 Jahren auf dem Areal ansässig

Ein Film von Bir­git Vet­ter und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

Juni 2001

Dich­ter

Szenenfoto

Drei Dich­ter aus der Re­gi­on be­schrei­ben ihr Ver­hält­nis zur frän­ki­schen Hei­mat, den Men­schen, der Na­tur und zu ih­rer Ar­beit. Ein Es­say der ver­gnüg­li­chen Art zum Selbst­ver­ständ­nis der Spe­zi­es Dich­ter.

Szenenfoto

Ein Film von Ralf Hu­wen­diek und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 13 Min.

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