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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


« Es war nicht immer normal, verschieden zu sein Ausblick – Themen im ersten Halbjahr 2012 »

50 Jahre Lebenshilfe Fürth – vom Versorgen zum Begleiten

Betreuung in der Lebenshilfe heisst Begleiten und Unterstützen

Lebenshilfen gibt es heute in fast jeder deutschen Stadt. Von betroffenen Eltern vor 50 Jahren gegründet, gibt es heute über 500 eigenständige Vereine, die 170.000 Men­schen mit Handicap betreuen.

Die Förderstätte versucht, auch Menschen mit Mehrfachbehinderungen eine sinnvolle Beschäftigung anzubieten

Die Angebote sind inzwischen sehr vielseitig und an den Bedürfnissen der Menschen orientiert. Sie sollen ein weitgehend selbstorganisiertes und selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Die Betreuer verstehen sich dabei als Assistenten und Begleiter, die unter­stützen, aber nicht bevormunden. In den Anfängen, während der 1960er und 1970er Jahre, war die Situation noch eine ganz andere.

Die integrative Disco - eines der beliebtesten Angebote der Offenen Hilfen

Am Beispiel der Lebenshilfe Fürth zeigt die Reportage auf, was sich in den letzten Jahrzehnten verändert hat: Thema­tisiert wird unter anderem das gegen viele Wider­stände erkämpfte Recht auf eine selbstbestimmte Sexualität, die Stärkung der Persönlichkeitsrechte – die durch die 1992 erfolgte Abschaffung des Vormundschafts­rechts erfolgte und zu einem voll­ständig veränderten Selbstverständnis im Umgang mit Menschen mit geistiger Behin­derung führte – und die bis heute andauernden Ver­suche einer Integration in unsere Gesellschaft.

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 15 Min.

auf DVD erhältlicher Film Dieser Film ist auf DVD erhältlich.
  1. Ursula Pfäfflin-Müllenhoff  •  26. Dez. 2011

    Vielen Dank für diesen Film! Er erinnerte mich sehr an die 17 Jahre, die ich in Bethel in NRW lebte – von 1963 bis 1980. Es war die Zeit des Umbruchs – wir hatten nichts mit der Betreuung der dort lebenden Behinderten zu tun, lebten aber mitten unter ihnen mit vielen Kontakten im Alltag. In dieser Zeit kamen die Fragen zur Sprache, auf die dieser Film eingeht – zuerst noch von vielen Ängsten begleitet, aber als die Veränderungen ganz allmählich, tastend, experimentierend, durchgesetzt wurden, als große Befreiung erlebt – für die Behinderten selbst, aber ebenso für uns, die wir mit Staunen und Freude erlebten, was möglich ist. Schön, wie der Film den Rückblick und die jetzige Situation verbindet! Seien wir froh, dass wir in unserer Gesellschaft weitgehend ohne Vorbehalte Behinderten begegnen können – Vorbehalte und Herab­würdigung wirken zurück auf die Menschen, die solche Denkweisen pflegen!

    #1 

  2. Georg Jordan  •  30. Jan. 2012

    Liebe Frau Thomas, lieber Herr Steigerwald,

    ihr habt einen sehr berührenden und gleichzeitig informativen Film über die Ent­wicklung der Geistigbehindertenhilfe geschaffen. Dafür vielen herzlichen Dank!

    Georg Jordan

    #2 

  3. Medien PRAXIS e. V.  •  22. Okt. 2012

    Pressespiegel: »Kunst des glücklichen Lebens« (FN)

    #3 

  4. Medien PRAXIS e. V.  •  9. Nov. 2012

    Pressespiegel: »Auf festem Fundament« (FN)

    #4 

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