Januar 2008
Im Mittelpunkt des Films stehen zwei Nürnberger Künstlerinnen, die, obwohl mit zahlreichen Preisen geehrt, seit Jahren auf der materiellen Ebene ums Überleben kämpfen müssen. Gabriela Dauerer lebt als Malerin und Objektkünstlerin in der geerbten Fabrik ihres Vaters, die sie zu einer kleinen Oase mitten im Industrieviertel umgestaltet hat. Sie wurde mit zahlreichen Preisen (u.A. Kunstpreis Villa Romana, Bayerischer Kulturpreis) ausgezeichnet und kann sich doch nur mit Mühe ein sparsames Überleben leisten. Zäh hält sie jedoch an ihrer Devise fest, dass jeder finanziell lukrative Nebenjob sie nur von der Konzentration auf ihre eigentliche Arbeit ablenkt.
Rita Kriege geht einen anderen Weg. Sie hat drei Kinder zu versorgen, und muss sich mit zahlreichen kleinen Jobs über Wasser halten. Wendig und kommunikativ pflegt sie unzählige Kontakte, so dass sie immer wieder günstig an das Material für ihre »Schwarzlicht-Installationen« und sonstigen Objekte herankommt.
Februar 2007
Zahlreiche Künstler aus aller Welt haben in Deutschland Zuflucht gefunden und leben hier als Asylbewerber oder als anerkannte bzw. geduldete Flüchtlinge. Sie haben kaum Möglichkeiten, ihre Kunst einem breiten Publikum bekannt zu machen. Zudem fehlt es ihnen an Materialien, Räumlichkeiten und vor allem auch an finanziellen Mitteln. Hinzu kommen ausländerrechtliche Vorgaben wie Einschränkungen der Arbeitserlaubnis oder sogar generelles Arbeitsverbot. Diese Hürden will die Nürnbergerin Dagmar Gerhard mit ihrer Initiative art refugium überwinden, indem sie den ausländischen Künstlern ein Forum gibt.
Dezember 2005
Seit acht Jahren lebt das mongolische Ensemble Egschiglen in Röthenbach bei Nürnberg. Die ehemaligen Meisterschüler des Konservatoriums in Ulan Bator spielen vor allem neu arrangierte traditionelle Musik. Fernab ihrer Heimat versuchen sie, von ihrer Musik zu leben, ohne die eigenen kulturellen Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Nicht ganz leicht in Zeiten, in denen die Gelder für Kultur immer spärlicher fließen.
Februar 2005
Ruth und Egon Ochner lernen sich 1943 beim Kunststudium in Pforzheim kennen. Inzwischen sind sie seit über 60 Jahren miteinander verheiratet und können sich ein Leben ohne den anderen nicht vorstellen.
Dezember 2002
Heidi Sill ist bildende Künstlerin. Nach dem Abschluss der Kunstakademie hat sich die heute 35-jährige vor allem um die Auseinandersetzung mit Kommunikationsmedien bemüht. Dabei war und ist es ihr wichtig, einerseits Ausdrucksmittel der heutigen Zeit zu nutzen, um ihre künstlerischen Vorstellungen zu verwirklichen, sich aber andererseits von der Technik nicht dominieren zu lassen. Das Portrait einer Künstlerin und ihrer Suche nach einem adäquaten und künstlerischen Umgang mit den Medien dieser Zeit.
September 2001
Die Kofferfabrik in der Lange Straße in Fürth ist einer der letzten Industriebauten in der einst von Fabriken gesäumten Straße. Ein Areal, das ein Stück Industriegeschichte erzählen kann – Fürther Industriegeschichte. Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut, hat das Gelände eine bewegte Geschichte hinter sich. Von einer Spiegelfabrik über Handwerksbetriebe und – nicht zuletzt – der Kofferfabrik Bermas hat das Gelände vielen Firmen eine Heimat gegeben.
Und heute? Das Leben in der Kofferfabrik ist noch nicht ganz erloschen. Von einem Immobilienmakler als Spekulationsobjekt gekauft, bietet es Handwerkern, Künstlern, einer Kneipe und einer Galerie noch einmal eine vorübergehende Heimat. Auf den Spuren der Geschichte ist point bei einem Wiedersehen der Arbeiterinnen der Bermas Kofferfabrik dabei – 40 Jahre nachdem sie Seite an Seite gearbeitet haben – und besucht heute ansässige Künstler und Handwerker.
Juni 2001
Drei Dichter aus der Region beschreiben ihr Verhältnis zur fränkischen Heimat, den Menschen, der Natur und zu ihrer Arbeit. Ein Essay der vergnüglichen Art zum Selbstverständnis der Spezies Dichter.
Dezember 1999
Gegen eine Beamtenlaufbahn mit einer Absicherung bis ans Lebensende entschied sich Geraldino vor knapp 20 Jahren für das Künstlerdarsein als Kinderstar. Eine Entscheidung, die der Entertainer bislang nicht bereut hat. Der 40-jährige ist ein Star zum Anfassen, er veranstaltet Zeltlager mit Kindern, nimmt mit ihnen CDs und Videoclips auf und schreibt Kinderbücher. Dabei will er den Kids nicht in erster Linie etwas beibringen, sondern sie unterhalten. Und das auch zu seinem Vergnügen. Mittlerweile hat er sogar seinen eigenen Fanclub mit über 450 Mitgliedern, die sich mehrmals im Jahr treffen.
point fragt, was das Leben eines Künstlers und Kinderstars ausmacht. Wie geht man mit den Unsicherheiten um, die ein Künstlerleben häufig mit sich bringt? Was ist das faszinierende an der Arbeit mit Kindern? Was verändert sich mit dem Alter? Kann man sich über Jahrzehnte den kindlichen Humor bewahren? Was fasziniert die Kids an dem Star?