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Medien PRAXIS - Das point Reportage Sendungs-Blog


November 1997

Wi­der das Ver­ges­sen

Viele Stunden verbringt Gisela Blume bei der Recherche im Fürther Stadtarchiv

Von nie­man­dem an­ge­stellt, von nie­man­dem be­zahlt, oh­ne Auf­trag, au­ßer dem ei­ge­nen An­trieb, küm­mert sich Gi­se­la Blu­me seit sechs Jah­ren um die Ge­schich­te des al­ten Jü­di­schen Fried­hofs in Fürth. Über pfle­ge­ri­sche Tä­tig­kei­ten hin­aus­ge­hend hat sie sich ei­ne gro­ße Auf­ga­be ge­stellt. Sie möch­te die Grab­stei­ne des Fried­hofs, de­ren In­schrif­ten von Jahr zu Jahr mehr ver­wit­tern, iden­ti­fi­zie­ren und die ein­zel­nen Le­bens­we­ge und Zu­sam­men­hän­ge re­kon­stru­ie­ren, um so ei­nen wich­ti­gen Teil der Für­ther Ge­schich­te vor dem Ver­ges­sen zu be­wah­ren.

Gisela Blume beim Säubern eines Grabsteines im Jüdischen Friedhof

Ein Film von Ste­pha­nie Hecht und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

preisgekrönter Film Die­ser Film hat ei­ne Aus­zeich­nung be­kom­men.
Juni 1997

»Ich bin die Ein­zi­ge, die üb­rig ge­blie­ben ist« – die Odys­see der Bel­la Ro­sen­kranz

Bella Rosenkranz schreibt ihre Lebensgeschichte auf

Bel­la Ro­sen­kranz ist die letz­te Für­ther Bür­ge­rin, die den Ho­lo­caust über­lebt hat und nach dem Krieg in ih­re Hei­mat­stadt zu­rück­kehr­te. Ob­wohl Bel­la be­reits als Kind von der Ge­sta­po nach Po­len de­por­tiert wur­de, schon bald für vie­le Jah­re in rus­si­sche Ge­fan­gen­schaft kam und nach Kriegs­en­de noch vie­le Jah­re il­le­gal in Russ­land blei­ben muss­te, hat sie sich nicht un­ter­krie­gen las­sen. – Ganz im Ge­gen­teil, der Zu­schau­er nimmt An­teil an ei­ner Per­sön­lich­keit, der man ihr Schick­sal zwar an­sieht, die aber ih­ren Le­bens­mut nie ver­lo­ren hat.

Ein Film von Ste­pha­nie Hecht und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

preisgekrönter Film Die­ser Film hat ei­ne Aus­zeich­nung be­kom­men.

auf DVD erhältlicher Film Die­ser Film ist auf DVD er­hält­lich.
August 1996

Am Him­mel über Fürth –
Flie­ge­r­ei­ge­schich­te auf der At­zen­ho­fer Hei­de

historisches Foto vom Flugbetrieb in Fürth-Atzenhof

Vor 80 Jah­ren be­gann die Ge­schich­te der Für­ther Flie­ge­rei auf dem äl­te­sten Flug­ha­fen Mit­tel­fran­kens, der bis vor we­ni­gen Jah­ren hin­ter dem Sta­chel­draht ei­ner ame­ri­ka­ni­schen Mi­li­tär­ka­ser­ne ver­bor­gen blieb. Ein Zeit­zeu­ge er­in­nert sich. Zu­nächst wur­de der Flug­ha­fen bis 1920 zur Flug­aus­bil­dung mi­li­tä­risch ge­nutzt und dann für die Zi­vil­f­lie­ge­rei ge­öff­net. Mit­te der 20er Jah­re stand der Für­ther Flug­ha­fen auf Platz 8 in Deutsch­land und es ka­men im Jahr rund 5.000 Flug­gä­ste zu Be­such. Mit dem Na­tio­nal­so­zia­lis­mus en­de­te die­se Ära. 1956 er­leb­te die At­zen­ho­fer Hei­de noch­mals ei­nen Hö­he­punkt mit dem Flug­tag der Na­tio­nen. Ge­gen­wär­tig wer­den die Werft­hal­len und Ka­ser­nen­un­ter­künf­te von Künst­lern und Fo­to­gra­phen als Ate­lier ge­nutzt.

der leidenschaftliche Flugplatzarchivar Winfried Roschmann im heimischen Privatmuseum

Ein Film von Mat­thi­as Göp­fert und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

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