Ausstrahlung am Sonntag, dem 26. April 2026 um 19:30, 21:30 und 23:30 Uhr auf Franken Fernsehen im Kabel und im Livestream und um 21:45 Uhr auf Franken Plus
Alle zwei Jahre treffen sich Fachleute aus der Pflegebranche in Nürnberg auf der Altenpflegemesse – der Leitmesse der Pflegebranche. Längst ist dort auch Künstliche Intelligenz ein Thema: Sozialroboter und die KI-gestützte Pflegedokumentation zeigen, wie stark sich die Branche im Wandel befindet.
Im Seniorenzentrum Gottfried Seiler steht man diesen Entwicklungen offen gegenüber. Seit ca. einem Jahr wird hier ein sozialer Roboter namens Gottfried erprobt. Einmal pro Woche ist er im Einsatz. In Begleitung einer Mitarbeiterin besucht er einzelne Bewohner*innen und führt mit Ihnen Gespräche, die sie anregen, aktivieren und der Einsamkeit entgegenwirken sollen. Doch wie gut funktioniert das in der Praxis? Bei unseren Besuchen im Seniorenzentrum haben wir erlebt, wie viel Potenzial in der Technologie steckt, aber auch, wo ihre Grenzen liegen.
Haupteinsatzgebiet der künstlichen Intelligenz im Seniorenzentrum Gottfried Seiler ist aber die KI-gestützte Pflegedokumentation. Per Spracheingabe erfassen Mitarbeitende ihre Tätigkeiten direkt im Bewohnerzimmer. Die KI strukturiert und verarbeitet die Inhalte automatisch. Eine Zeitersparnis, die dem Pflegepersonal mehr Spielraum für das gibt, was keine Maschine ersetzen kann: menschliche Zuwendung.
Die Mitarbeitenden im Seniorenzentrum stehen dem technologischen Fortschritt offen gegenüber – ziehen aber auch klare Grenzen. Grundpflege, Palliativversorgung, der Umgang mit Sterbenden: Das sind Bereiche, in denen KI aus ihrer Sicht nichts verloren hat. »Dokumentation und Aktivierung ja, aber der Mensch bleibt im Mittelpunkt«.
»Die KI kommt in die Pflege« ist ein Blick auf eine Branche im Umbruch. Der Film zeigt, wie Technologie sinnvoll unterstützen kann – ohne die entscheidende Frage aus dem Blick zu verlieren: Wie viel Technik wollen wir zulassen, und wo bleiben wir bewusst bei der zwischenmenschlichen Kommunikation?
Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald • Länge: 30 Min.









