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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


Oktober 2011

»Mit sich selbst im Grü­nen sein« – Das Wald­pro­jekt der Dro­gen­hil­fe mu­dra

Bei der Nürn­ber­ger Dro­gen­hil­fe mu­dra stell­te man in den 1980er Jah­ren fest, dass es für Dro­gen­ab­hän­gi­ge nach dem Ent­zug so gut wie kei­ne Ar­beits­mög­lich­kei­ten gibt. Die Men­schen hat­ten den Wunsch, neu an­zu­fan­gen, aber es gab kei­ne Per­spek­ti­ve, so dass vie­le wie­der Kon­takt zu ih­rem al­ten Um­feld auf­nah­men und rück­fäl­lig wur­den. Um an die­ser Si­tua­ti­on et­was zu än­dern, grün­de­te man vor 26 Jah­ren das Ar­beits­pro­jekt mu­dra Wald & Holz.

Stefan schafft es, mit Hilfe von Methadon und der Arbeit im Waldprojekt zu überleben

Aus der an­fäng­li­chen Brenn­holz­pro­duk­ti­on hat sich durch die Qua­li­fi­zie­rung der Mit­ar­bei­ter ein brei­tes Lei­stungs­spek­trum ent­wickelt. In­zwi­schen ist man im Nürn­ber­ger Reichs­wald auch im Be­reich Aus­for­stung und Pfle­ge so­wie der We­ge­si­che­rung ak­tiv. Ei­ne kör­per­lich schwe­re und in man­chen Be­rei­chen auch ge­fähr­li­che Ar­beit. Aber die Be­trof­fe­nen sind froh über die Mög­lich­keit, hier ih­ren Le­bens­un­ter­halt zu ver­die­nen. Denn auch wenn hier Lei­stung ge­for­dert ist, im Ge­gen­satz zum er­sten Ar­beits­markt droht hier nicht gleich die Kün­di­gung, wenn man ein­mal ei­nen schlech­ten Tag hat oder rück­fäl­lig wird. Von da­her steht Ste­fan, der nach 25 Jah­ren He­ro­in­ge­brauchs jetzt seit 10 Jah­ren im Wald­pro­jekt ar­bei­tet, nicht al­lein mit sei­ner Hoff­nung, »dass ich bis zu mei­ner Ren­te noch hier ar­beit’, dass das noch so lang läuft halt, wenn’s geht, schaun mer halt emal.«

In bis zu 25 Meter Höhe ist nicht nur körperliche Fitness, sondern auch ein klarer Kopf gefordert

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 15 Min.

auf DVD erhältlicher Film Die­ser Film ist auf DVD er­hält­lich.
September 2011

»Mit sich selbst im Grü­nen sein« – Die Gar­ten­grup­pe der WAB Kos­bach

Men­schen mit kör­per­li­chen, gei­sti­gen oder see­li­schen Be­ein­träch­ti­gun­gen in Ar­beits­pro­zes­se zu in­te­grie­ren und ih­re be­son­de­ren Fä­hig­kei­ten zu ent­wickeln, das ist die Ziel­set­zung von Ein­rich­tun­gen, die sich im land- und forst­wirt­schaft­li­chen Be­reich be­tä­ti­gen. In der so­ge­nann­ten »so­zia­len Land­wirt­schaft« geht es nicht um mög­lichst ho­he Er­trä­ge, viel­mehr ste­hen die Men­schen im Zen­trum der Auf­merk­sam­keit. So auch im Grü­nen Be­reich der WAB Kos­bach.

Teambesprechung im Grünen Bereich der WAB Kosbach

Seit 2007 ar­bei­ten hier psy­chisch er­krank­te Men­schen. Die mei­sten ha­ben lan­ge Kli­nik­auf­ent­hal­te hin­ter sich und sol­len wie­der lang­sam, oh­ne psy­chi­schen Druck an Ar­beits­pro­zes­se her­an­ge­führt wer­den. Sich an ei­nen re­gel­mä­ßi­gen Ta­ges­rhyth­mus ge­wöh­nen, ler­nen, pünkt­lich zu sein und Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men, so­zia­le Kom­pe­ten­zen ein­üben und so Schritt für Schritt an ei­nen mög­lichst selbst­be­stimm­ten All­tag her­an­ge­führt wer­den, das sind die Zie­le, die man bei der WAB ver­folgt. Mit Er­folg, wie es scheint, denn wie Chri­stoph Rei­chert, der Lei­ter des Grü­nen Be­reichs, zu be­rich­ten weiß, sind die Men­schen, seit sie im grü­nen Be­reich ar­bei­ten, weit­aus we­ni­ger kri­sen­an­fäl­lig und sehr viel sta­bi­ler und selbst­be­wuss­ter ge­wor­den.

Fünf Mitarbeiter betreuen seit 2010 die Bienenvölker des Grünen Bereichs

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 15 Min.

auf DVD erhältlicher Film Die­ser Film ist auf DVD er­hält­lich.
August 2011

»Dem Le­ben auf der Spur« – Frie­del Au­er, Ar­chäo­lo­ge und Po­et

Frie­del Au­er ist von Kind­heit an fas­zi­niert von Stei­nen: Sie lö­sten bei ihm ei­ne un­er­müd­li­che Su­che aus nach dem Le­ben, das sich hin­ter ih­rer Ober­flä­che ver­birgt. In sei­nen 30 Jah­ren als Gra­bungs­lei­ter hat er aber »nicht nur Jä­ger und Samm­ler aus­ge­gra­ben – er ist sel­ber ei­ner« (so sei­ne ei­ge­nen Wor­te über sich selbst). So­mit ist er prä­de­sti­niert da­für, in Schlüs­sel­feld ein »An­fass- und Be­greif­mu­se­um« auf­zu­bau­en.

Friedel Auer zeigt einen Grenzstein

All­jähr­lich tritt er auch sel­ber dort auf mit sei­nen di­ver­sen Mu­sik­er­freun­den: Kein Freund der lau­ten Tö­ne, be­schreibt er mit schar­fem Blick auf das De­tail und mit bis­si­gem Hu­mor die Din­ge, an de­nen an­de­re acht­los vor­über­ge­hen.

Friedel Auer mit seinen Schätzen

Ein Film von Mo­ni­ka Zur­ha­ke und Jo­chen Vet­ter  •  Län­ge: 15 Min.

Dezember 2010

Die Laub­frö­sche – ein Jahr im Wald­kin­der­gar­ten

Ein Laubfrosch beim Abseilen vom Baum

In Deutsch­land gibt es be­reits mehr als 300 Wald­kin­der­gär­ten, da­von al­lein in Mit­tel­fran­ken acht. Die Idee der Na­tur­kin­der­gär­ten ent­stand in den 1950er Jah­ren in Skan­di­na­vi­en, in den 1990er Jah­ren wur­de das Kon­zept in Deutsch­land auf­ge­grif­fen. Seit­dem steigt die An­zahl der El­tern, die ih­re Kin­der lie­ber in ei­nen Wald­kin­der­gar­ten als in Re­gel­kin­der­gar­ten schicken, kon­ti­nu­ier­lich an. Fast al­le die­ser Ein­rich­tun­gen ha­ben lan­ge War­te­li­sten – trotz Zecken und Bor­re­lio­se. Im­mer mehr El­tern glau­ben, dass es für die Ent­wick­lung ih­rer Kin­der wich­tig ist, wenn sie die Vor­schul­zeit in der frei­en Na­tur ver­brin­gen, und das bei Wind und Wet­ter.

Der Platz der Laubfrösche im Wald

»Die Laub­frö­sche« ver­ste­hen sich als in­te­gra­ti­ver Kin­der­gar­ten. Sie ha­ben zwei Kin­der mit Han­di­cap in ih­rer Grup­pe. Je­den Mor­gen tref­fen sie sich am Wald­rand des Er­lan­ger Stadt­teils Kos­bach und ma­chen sich dann zu ih­rer im Wald ge­le­ge­nen Lich­tung auf. Mit 18 Kin­dern ist die Grup­pe sehr viel klei­ner als im Re­gel­kin­der­gar­ten. Und auch sonst gibt es ei­ni­ge Un­ter­schie­de. Ihr Spiel­zeug fin­den die Kin­der im Wald, Vor­ga­ben von Sei­ten der Er­zie­her gibt es nur an Pro­jekt­ta­gen. So bliebt viel Raum für das freie Spiel und Zeit für die Päd­ago­gen, die Kin­der zu be­ob­ach­ten und ge­zielt auf ih­re Pro­ble­me und Fra­gen ein­zu­ge­hen.

Singspiele halten warm bei -16 Grad

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 30 Min.

auf DVD erhältlicher Film Die­ser Film ist auf DVD er­hält­lich.
Juni 2010

Herr­scher über vie­le Völ­ker – aber oh­ne Land

Matthias Rühl beim Imkern

Ein Im­ker kämpft für das Über­le­ben der Bie­nen – In der Re­gi­on als po­la­ri­sie­ren­der Un­ru­he­stif­ter um­strit­ten, in sei­ner Fach­kennt­nis aber von al­len an­er­kannt: Mat­thi­as Rühl, Vor­sit­zen­der der Im­ker des Land­krei­ses Neustadt/Aisch. Sein All­tag ist ge­prägt vom zu­neh­men­den Über­le­bens­kampf sei­ner Bie­nen, de­nen land­wirt­schaft­li­che Na­tur­ver­wer­tung und de­ko­ra­ti­ves Na­tur­ver­ständ­nis schwer zu schaf­fen ma­chen.

Beim Schulen des Nachwuchses

Ein Film von Mo­ni­ka Zur­ha­ke und Jo­chen Vet­ter  •  Län­ge: 13:30 Min.

November 2002

BSE – Auf der Su­che nach der ver­schwun­de­nen Seu­che

Die Ursache und die Übertragungswege für den BSE-Ausbruch waren auch zwei Jahre nach der ersten Erkrankung noch unbekannt

Ob­wohl fast je­de Wo­che neue BSE-Fäl­le in Deutsch­land auf­tre­ten – von ei­ner Zu­rück­hal­tung der Ver­brau­cher beim Ver­zehr von Rind­fleisch ist nichts mehr zu spü­ren. Und dies, ob­wohl die Grün­de für BSE noch im­mer im Dunk­len lie­gen und auch wei­ter ein gro­ßer Teil des Flei­sches oh­ne Test (der BSE Er­re­ger kann erst ab ei­nem be­stimm­ten Al­ter des Tie­res nach­ge­wie­sen wer­den) in den Han­del kom­men. point spricht mit ei­nem von BSE be­trof­fe­nen Bau­ern, ei­nem Flei­scher­mei­ster, Ver­brau­chern und Öko­lo­gen und sucht nach Mög­lich­kei­ten ei­nes ver­ant­wort­li­chen Um­gangs mit der Krank­heit.

Der Metzgermeister Manfred Seitz sieht die Ursache des BSE-Ausbruchs in den neuartigen Züchtungsmethoden
Mai 2002

Ma­chen Mo­bil­funk­strah­len krank?

Aufgrund der wachsenden Zahl an Handys in Deutschland werden in 2002 vermehrt neue Verstärker- und Sendeanlagen montiert

Nach der Ver­stei­ge­rung der UMTS-Li­zen­zen in­ve­stie­ren die Mo­bil­funk­be­trei­ber in im­mer neue Sen­de­an­la­gen, um so die neue Tech­nik flä­chen­deckend an­bie­ten zu kön­nen. Gleich­zei­tig hat sich in den letz­ten 12 Mo­na­ten die An­zahl der Han­dys in Deutsch­land ver­dop­pelt. Dies be­dingt, dass neue Sen­de­an­la­gen ge­baut wer­den – auch in Wohn­ge­bie­ten und im­mer öf­ter auf Wohn­ge­bäu­den. Für vie­le Bür­ger Grund ge­nug, sich zu weh­ren und sich in Bür­ger­initia­ti­ven zu­sam­men zu schlie­ßen. Ih­re Be­fürch­tun­gen: die von den An­la­gen aus­ge­hen­den Strah­len könn­ten Krank­hei­ten aus­lö­sen.

Wegen der großen Zahl an besorgten Bürgern führt die Stadt Nürnberg Probemessungen durch
April 2002

In der Ver­gan­gen­heit ver­wur­zelt, für die Zu­kunft le­ben

Wenn Jo­sef Zeit­ler nicht ge­ra­de sei­nem Be­ruf als KfZ-Mei­ster nach­geht, brü­tet er über der Um­set­zung sei­ner Ideen. An vor­der­ster Front steht da­bei im­mer der öko­lo­gi­sche Ge­dan­ke in Ver­bin­dung mit der Auf­ar­bei­tung der Ge­schich­te. »Al­les, was wir tun, soll­te mit der Um­welt ver­träg­lich sein« – so Jo­sef Zeit­ler.

Der wasserstoffbetriebene Roller H2 Speedfight ist das am weitesten fortgeschrittene Projekt von Josef Zeitler. Was fehlt sind vor allem Geldgeber, um in die Serienproduktion einsteigen zu können.

Er be­lässt es aber nicht nur beim Re­den. Er agiert, hat ei­nen Pro­to­ty­pen für ei­nen was­ser­stoffan­ge­trie­be­nen Rol­ler ent­wickelt, will im näch­sten Jahr ein En­er­gie­haus bau­en, das über Zug­luft und Was­ser­stoff mit En­er­gie ver­sorgt wird. Ein Por­trait ei­nes Vi­sio­närs und Quer­den­kers.

Ein Film von Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

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