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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


Dezember 2019

Lust auf Last – Car­go-Bike-Boom in Nürn­berg

Aus­strah­lung am Sonn­tag, dem 8. De­zem­ber 2019 um 19:30 Uhr

Kostenlose Miet-Lastenräder stellt die Initiative »Lastenrad für Alle« an mittlerweile fünf Standorten in Nürnberg zur Verfügung.

40.000 Cargo­bikes wer­den jähr­lich in Deutsch­land ver­kauft – ein Rie­sen­trend al­so, der sich mitt­ler­wei­le auch in Nürn­berg be­merk­bar macht. Die zwei- und drei­räd­ri­gen La­sten­rä­der sich­tet man im­mer öf­ter auf Rad­we­gen und Stra­ßen in der Re­gi­on. Ei­ne För­de­rung der Stadt Nürn­berg für den Kauf von La­sten­rä­dern mit und oh­ne Elek­tro­an­trieb gab dem Trend noch ein­mal ei­nen ge­wal­ti­gen Schub: Die För­der­sum­me von 100.000 Eu­ro für 2019 war in­ner­halb kür­ze­ster Zeit aus­ge­schöpft.

Paket-Zustelldienste liefern mit Lastenrad im Innenstadtbereich oft schneller als ein Zusteller mit dem Kraftfahrzeug.

In der Re­por­ta­ge wer­den Lastenradfahrer*innen por­trai­tiert und da­bei auf­ge­zeigt, wel­che Be­weg­grün­de es gibt, sich ein sol­ches Fahr­rad zu­zu­le­gen. Ne­ben dem öko­lo­gi­schen Ge­dan­ken gibt es Men­schen, die da­durch schnel­ler und mo­bi­ler sind, man­che se­hen es als Life­style, an­de­re er­set­zen da­durch den pri­va­ten Pkw, nut­zen es als Fir­men­fahr­zeug oder es steht der sport­li­che Ge­dan­ke im Vor­der­grund.

Den Hunden gefällt's: Gassi gehen mit dem »Christiana-Bike« stellt sich als pfiffige Geschäftsidee heraus.

Was macht die Lust auf La­sten­rä­der aus? Kann der Trend in Zu­kunft Ver­kehrs­pro­ble­me der Stadt lö­sen und wo lie­gen der­zeit noch Schwie­rig­kei­ten und Pro­ble­me bei der täg­li­chen Nut­zung? Die­sen Fra­gen wol­len wir in der Re­por­ta­ge nach­ge­hen und spre­chen da­bei mit Lastenradfahrer*innen, Ex­per­ten, Stadt­pla­nern und Men­schen, die sich dem The­ma La­sten­rad ver­schrie­ben ha­ben.

Mit dem Lastenrad zum Unterricht. Eine Mutter erzählt von ihnen Erfahrungen auf dem Schulweg.

Ein Film von Nor­bert Gold­ham­mer  •  Län­ge: 30 Min.

August 2019

Mis­si­on Le­ben ret­ten – See­not­ret­tung auf dem Mit­tel­meer – Klaus Stad­ler er­zählt die Ge­schich­te der NGO Sea-Eye

Auf überfüllten Gummibooten wie diesem werden die Migranten von den Schleppern auf die Reise über das Mittelmeer geschickt

Bei dem Ver­such, Krieg, Ar­mut und Ver­fol­gung in ih­ren Hei­mat­län­dern zu ent­kom­men und über das Mit­tel­meer Eu­ro­pa zu er­rei­chen, er­trin­ken im Jahr 2015 mehr als 3700 Men­schen.

Ein NGO-Schiff bei einer Rettungsaktion

Um das Ster­ben vor Eu­ro­pas Kü­sten zu be­en­den, wer­den dar­auf­hin in Deutsch­land und dem eu­ro­päi­schen Aus­land meh­re­re NGOs ge­grün­det. Sie kau­fen oder char­tern Schif­fe und ent­sen­den sie ins zen­tra­le Mit­tel­meer. Ei­ne die­ser Or­ga­ni­sa­tio­nen ist der Re­gens­bur­ger Ver­ein »Sea-Eye«, für den auch der Nürn­ber­ger Klaus Stad­ler ak­tiv ist.

Vereinsgründer Michael Buschheuer bei einem Vorbereitungstreffen für eine Mission in Regensburg

Für die ei­nen ste­hen die­se NGOs für den Er­halt abend­län­di­scher Wer­te und Kul­tur, – »schließ­lich kann man Men­schen doch nicht er­trin­ken las­sen« – an­de­re se­hen in ih­nen Hel­fer von Schlep­pern und Kri­mi­nel­len.

Die 'Seefuchs' mit Flüchtlingen an Bord auf der Suche nach einem 'port of safety'

Klaus Stad­ler, der zwei Mis­sio­nen von Sea-Eye als Ka­pi­tän ge­lei­tet hat, er­zählt die Ge­schich­te des Ver­eins, nimmt Stel­lung zur Kri­tik am Han­deln der NGOs und schil­dert sei­ne Be­weg­grün­de, war­um er sich trotz­dem eh­ren­amt­lich in der See­not­ret­tung en­ga­giert.

Klaus Stadler bei der Ankunft im Hafen nach einer Mission

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 62 Min.

Video auf YouTube anschauen Von die­sem Film gibt es ei­nen Aus­schnitt auf You­Tube.
auf DVD erhältlicher Film Die­ser Film ist auf DVD er­hält­lich.
August 2019

10 Jah­re UN-Be­hin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on – ei­ne Be­stands­auf­nah­me in den Werk­stät­ten

Zehn Jah­re nach In­kraft­tre­ten der UN-Be­hin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on stellt sich die Fra­ge, ob In­klu­si­on am Ar­beits­markt ei­nen ent­schei­den­den Schritt vor­an ge­kom­men ist.

Roland Buchner hat über 24 Jahre gebraucht, um gemeinsam mit der Boxdorfer Werkstatt einen für ihn geeigneten Arbeitsplatz zu finden.

300.000 Men­schen ar­bei­ten in Deutsch­land in Werk­stät­ten für be­hin­der­te Men­schen. Sie er­hal­ten für ih­re Ar­beit nur ein Ta­schen­geld. Auf dem all­ge­mei­nen Ar­beits­markt ha­ben sie kaum Chan­cen. So­lan­ge das so ist, kann von ei­ner Ver­wirk­li­chung des Rechts auf Ar­beit und Be­schäf­ti­gung im Sin­ne der UN-Be­hin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on nicht die Re­de sein. Aber muss man die Ar­beit der Werk­stät­ten da­her in Fra­ge stel­len? Wie müs­sen sich Werk­stät­ten in Zu­kunft auf­stel­len, um mehr Men­schen mit Be­hin­de­rung ei­nen Zu­gang zum er­sten Ar­beits­markt zu er­mög­li­chen? Und was muss auf Sei­ten der Wirt­schaft und der öf­fent­li­chen Hand pas­sie­ren, um dort mehr Ar­beits­ver­hält­nis­se für Men­schen mit Be­hin­de­rung zu schaf­fen?

Inklusions-Cafés schaffen Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung.

Aus­ge­hend von die­sen Fra­ge­stel­lun­gen, die auf der Werk­stät­ten-Mes­se in Nürn­berg dis­ku­tiert wur­den, be­su­chen wir zwei Ein­rich­tun­gen in Nürn­berg, die ver­su­chen, be­hin­der­te Men­schen am Ar­beits­le­ben teil­ha­ben zu las­sen. Wir spre­chen mit Un­ter­neh­mern, die sich für die Be­schäf­ti­gung be­hin­der­ter Men­schen ent­schie­den ha­ben und zei­gen auf, wel­che fi­nan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten be­stehen, um ei­ne Ein­glie­de­rung von Men­schen mit Be­hin­de­rung in den er­sten Ar­beits­markt zu rea­li­sie­ren.

Die Arbeitsagentur versucht Lohnkostenzuschüsse an Arbeitgeber zu vermitteln, die mit behinderten Menschen arbeiten möchten.

Letzt­lich zeigt die Re­por­ta­ge aber auch, dass es noch viel zu tun gibt, will man der UN-Be­hin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on in al­len Punk­ten ge­recht wer­den. Wirk­li­che In­klu­si­on wür­de un­se­re Ge­sell­schaft ge­rech­ter und hu­ma­ner ma­chen. Sie wür­de den Men­schen er­mög­li­chen, ihr Po­ten­ti­al voll zu ent­fal­ten.

Die Hühner des Projekts 'Rent a Huhn' leben artgerecht im Freilandgehege auf dem Gelände der noris inklusion am Marienberg.

Ein Film von Nor­bert Gold­ham­mer  •  Län­ge: 30 Min.

Dezember 2018

»Der Arsch sieht im­mer noch schö­ner aus als das Ge­sicht« – was Denk­mal­schüt­zer von Fürths »Neu­er Mit­te« hal­ten

Szenenfoto

En­de der 2000er Jah­re fah­ren im­mer mehr Für­ther zum Ein­kau­fen in die Nach­bar­städ­te Nürn­berg und Er­lan­gen. Das Für­ther Ci­ty­cen­ter ist in die Jah­re ge­kom­men, vie­le Lä­den ste­hen leer. In der Fuß­gän­ger­zo­ne ma­chen sich Han­dy­l­ä­den, Back­shops und Ramsch­lä­den breit. Im­mer mehr – zum Teil alt ein­ge­ses­se­ne – Ein­zel­han­dels­ge­schäf­te schlie­ßen.

Szenenfoto

So ist man froh, als 2008 mit So­nae Si­er­ra ein In­ve­stor auf die Stadt zu­kommt, der ver­spricht, der Für­ther In­nen­stadt neu­es Le­ben ein­zu­hau­chen. Doch wäh­rend die ei­nen da­mit gro­ße Hoff­nun­gen ver­bin­den, lei­sten ei­ni­ge en­ga­gier­te Bür­ger er­bit­ter­ten Wi­der­stand: Sie grün­den im De­zem­ber 2008 die Bür­ger­initia­ti­ve »Ei­ne bes­se­re Mit­te für Fürth« und set­zen sich fort­an für ei­ne maß­vol­le Ent­wick­lung der In­nen­stadt un­ter Be­ach­tung denk­mal­schüt­ze­ri­scher Ge­sichts­punk­te ein.

Szenenfoto

Die Bür­ger­initia­ti­ve kämpft vor al­lem dar­um, die Fas­sa­de des Park­ho­tels und den sich dar­in be­find­li­chen Fest­saal zu er­hal­ten und in den Ein­kaufs­schwer­punkt Neue Mit­te zu in­te­grie­ren.

Szenenfoto

Trotz Un­ter­stüt­zung durch den Ver­ein »Wir sind Fürth«, der ein Bür­ger­be­geh­ren auf den Weg bringt und der Bit­te des Lan­des­denk­mal­ra­tes aus Mün­chen, den un­ter Denk­mal­schutz ste­hen­den Fest­saal zu er­hal­ten, ent­schei­det sich der Für­ther Stadt­rat im Früh­som­mer 2013 da­für, dem Pro­jekt­ent­wick­ler MIB die Er­laub­nis zum Ab­riss des Park­ho­tels zu er­tei­len. Im März 2015 wird der er­ste Teil der »Neu­en Mit­te Fürth« er­öff­net.

Szenenfoto

Die Bür­ger­initia­ti­ve hat sich in­zwi­schen auf­ge­löst, vie­le der ehe­ma­li­gen Mit­glie­der en­ga­gie­ren sich mitt­ler­wei­le bei »Wir sind Fürth« für ei­ne le­bens­wer­te Stadt. Wir ha­ben uns mit ei­ni­gen die­ser en­ga­gier­ten Bür­ger ge­trof­fen, um die letz­ten zehn Jah­re noch ein­mal Re­vue pas­sie­ren zu las­sen und ih­nen un­ter an­de­rem die Fra­ge ge­stellt, wie sie sich die Wei­ter­ent­wick­lung ih­rer Stadt vor­stel­len.

Szenenfoto

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 27 Min.

Oktober 2018

»Al­le Macht den Kin­dern« – Die Gip­fel­kon­fe­renz der Kin­der

Um den Forderungen der Kinder nach mehr Frieden in der Welt Ausdruck zu verleihen, waren im Vorfeld der Gipfelkonferenz Kinder aus Nürnberg und Umgebung aufgerufen, ihre Spielzeugwaffen vorbei zu bringen, um daraus eine Friedensskulptur zu bauen.

Im Sep­tem­ber 2018 ka­men Kin­der und Ju­gend­li­che aus 10 Län­dern zu ei­ner Gip­fel­kon­fe­renz der Kin­der nach Nürn­berg in die Stra­ße der Men­schen­rech­te.

Zum Auftakt der Gipfelkonferenz der Kinder haben die Teilnehmer ihre Botschaften in der Straße der Menschenrechte auf Autos geschrieben. Die Wagen wurden den Kindern freiwillig zum Bemalen zur Verfügung gestellt.

Bei dem von Jo­han­nes Volk­mann und sei­nem Team vom Nürn­ber­ger Pa­pier­thea­ter in­iti­ier­ten Kunst­pro­jekt geht es dar­um, Kin­dern und Ju­gend­li­chen ei­ne Stim­me zu ge­ben. Da­zu fan­den im Vor­feld in den Hei­mat­län­dern der Gip­fel­kon­fe­renz­teil­neh­mer Kin­der­kon­fe­ren­zen statt, bei de­nen The­men und Fra­gen, die die Kin­der be­we­gen, er­ar­bei­tet und an­schlie­ßend in künst­le­ri­scher Form prä­sen­tiert wur­den.

Um nicht nur 'ein nettes Kinderprojekt' zu sein, haben die Konferenzteilnehmer bei der Eröffnung Geld gesammelt. Gemeinsam überlegen sie, wie sie dieses Budget von über € 1.000 Euro sinnvoll einsetzen.

Rund 60 die­ser Kin­der ka­men jetzt nach Nürn­berg und über­leg­ten ge­mein­sam, wie sie ih­ren Be­lan­gen mehr Ge­wicht ver­schaf­fen kön­nen.

Vier Jahre lang reiste Johannes Volkmann mit seinem Team mit einem eigens entwickelten Fragebuch durch die Welt, in das die Kinder ihre Hoffnungen, Wünsche und Ängste, aber auch Ihre Forderungen an uns Erwachsene und die Politik schreiben, malen, kleben oder stempeln konnten. Rund 1000 Bücher sind im Laufe der Zeit zusammen gekommen.

Sie ver­such­ten, Kon­sum neu zu den­ken, woll­ten Zei­chen ge­gen die Ge­walt in der Welt set­zen, stell­ten sich und den Er­wach­se­nen »die Geld­fra­ge« und mach­ten sich Ge­dan­ken dar­über, wie sie ih­re Bot­schaf­ten in krea­ti­ver Form un­ter die Men­schen brin­gen kön­nen.

Um der 'Plastikvermüllung der Welt' entgegenzuwirken, wurde das Label 'TUN' entwickelt und die Gipfelkonferenzteilnehmer haben selbst Waschmittel hergestellt und es an die Besucher verschenkt.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 50 Min.

Video auf YouTube anschauen Von die­sem Film gibt es ei­nen Aus­schnitt auf You­Tube.
auf DVD erhältlicher Film Die­ser Film ist auf DVD er­hält­lich.
März 2018

Le­on­hard F. Seidl – »Ich schrei­be Ro­ma­ne und kei­ne Flug­blät­ter«

Lesung in Dorfen – hier fand 1988 der Amoklauf statt, der seinem Roman »Fronten« als Basis diente

Le­on­hard F. Seidl ist ein po­li­ti­scher Schrift­stel­ler, der in sei­nen Ro­ma­nen rea­le Er­eig­nis­se re­cher­chiert und meist mit ei­ner Kri­mi­nal­hand­lung ver­knüpft. So auch in sei­nem neu­esten Ro­man »Fron­ten«, in dem es um ei­nen Amok­lauf geht, der sich vor 30 Jah­ren in Dorf­en, ei­nem klei­nen Städt­chen in Ober­bay­ern, nur we­ni­ge Ki­lo­me­ter von Le­os El­tern­haus ent­fernt, zu­ge­tra­gen hat.

Im Jugendzentrum Dorfen fand Leo als politischer Punker eine Heimat

Die Fil­me­ma­cher ge­hen mit Leo auf ei­ne Rei­se in sei­ne Ju­gend. Sie be­su­chen ge­mein­sam mit ihm Or­te, an de­nen sein teil­wei­se au­to­bio­gra­phi­scher er­ster Ro­man »Mut­ter­korn« spielt.

Leos Fotoalbum: Mit seinen Eltern, zu denen er eine intensive Beziehung hat, taucht Leo noch einmal in seine Jugend ein

Wäh­rend sei­ne Al­ters­ge­nos­sen sich im Fuß­ball­ver­ein tra­fen, ent­deck­te Leo sei­ne Lie­be zum Punk. Durch die frem­den­feind­li­chen Er­eig­nis­se von So­lin­gen, Mölln und Ro­stock-Lich­ten­ha­gen An­fang der 1990er Jah­re wur­de er po­li­ti­siert. Recht früh muss­te er er­ken­nen, dass man mit bun­ten Haa­ren und als je­mand, der ei­ne an­de­re Mei­nung ver­tritt als die kon­ser­va­ti­ve Mehr­heits­ge­sell­schaft, schnell das ei­ne oder an­de­re Mal Prü­gel be­zieht.

Als Aktivist engagiert sich Leo seit seiner Jugend gegen die Verbreitung rechtsradikalen und fremdenfeindlichen Gedankengutes

Ei­ne Zeit, die den in­zwi­schen 41- jäh­ri­gen Schrift­stel­ler ge­prägt hat und ihn zu ei­nem Men­schen wer­den ließ, der sich bis heu­te als Ak­ti­vist ent­schie­den ge­gen die Ver­brei­tung rechts­ra­di­ka­len und frem­den­feind­li­chen Ge­dan­ken­gu­tes ein­setzt, gleich­zei­tig aber in sei­nen Ro­ma­nen dif­fe­ren­ziert und fein­füh­lig nach Grün­den sucht, wes­halb sich Men­schen in die ei­ne oder an­de­re Rich­tung ent­wickeln.

Vater und Sohn: Leos Vater ist als Bühnenautor ebenfalls literarisch tätig

Ein Por­trait ei­nes en­ga­gier­ten Men­schen und Schrift­stel­lers, der mit sei­nen Bü­chern mehr will als un­ter­hal­ten.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 65 Min.

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auf DVD erhältlicher Film Die­ser Film ist auf DVD er­hält­lich.
Dezember 2017

Der Moll von Lauf links – Nach­ruf auf ei­nen ganz be­son­de­ren Men­schen

»Er war Po­et, Phi­lo­soph, Mu­si­ker und Künst­ler. Er war so durch und durch Künst­ler, dass er In­ter­pre­ta­tio­nen und Er­läu­te­run­gen über sei­ne Ar­beit und sach­li­che Er­klä­rungs­ver­su­che der mensch­li­chen Exi­stenz, und des Le­bens an sich für dum­mes eit­les Ge­schwätz ge­hal­ten hat. Phil­ipp war Men­schen­freund, Mok­katrin­ker, Fein­schmecker, wun­der­ba­rer Zu­hö­rer und be­gna­de­ter Er­zäh­ler.«, so lau­tet die An­kün­di­gung zu ei­ner Ver­an­stal­tungs­rei­he, die Freun­de und lang­jäh­ri­ge Weg­ge­fähr­ten im Herbst 2017 aus An­lass des er­sten To­des­ta­ges von Phil­ipp Moll or­ga­ni­siert ha­ben.

Philipp Moll starb im Herbst 2016 im Alter von 46 Jahren

Als wir Phil­ipp Moll 2012 im Rah­men ei­nes Fil­mes über die Für­ther Künst­le­rin Ju­lia Frisch­mann ken­nen­lern­ten, ent­stand schnell der Wunsch, Phil­ipp fil­misch zu por­trai­tie­ren. Als er im letz­ten Jahr ver­starb, war schon vie­les ge­dreht. Mit der Un­ter­stüt­zung von Phil­ipps Freun­den ist es ge­lun­gen, den Film fer­tig­zu­stel­len. Ent­stan­den ist ein Por­trait und gleich­zei­tig ein Nach­ruf auf ei­nen be­son­de­ren Künst­ler und Men­schen.

Mit der Band »Fast zu Fürth« stand Philipp bereits seit den 1990er Jahren auf der Bühne

Phil­ipp Moll stamm­te aus Lauf, ab­sol­vier­te ei­ne Schrei­ner­leh­re und stu­dier­te zu­nächst evan­ge­li­sche Theo­lo­gie, be­vor er an die Aka­de­mie der Bil­den­den Kün­ste in Nürn­berg wech­sel­te und dort sein Kunst­stu­di­um ab­schloss. Schon wäh­rend der Schul­zeit lern­te er sei­nen lang­jäh­ri­gen Freund Mat­thi­as Egers­dör­fer ken­nen. Bei­de stell­ten schnell fest, dass sie den glei­chen Hu­mor ha­ben und so be­gann be­reits am Gym­na­si­um ei­ne krea­ti­ve Zu­sam­men­ar­beit. In den 1990er Jah­ren leb­te Phil­ipp mit Freun­den auf ei­nem al­ten Bau­ern­hof im frän­ki­schen Win­ter­stein. Sie grün­de­ten den Kul­tur­ver­ein Win­ter­stein und nutz­ten den ehe­ma­li­gen Kuh­stall für Aus­stel­lun­gen, Le­sun­gen und Kon­zer­te. In die­ser Zeit ent­stand auch die Band Fast zu Fürth, in der Phil­ipp Moll bis zu­letzt das Wasch­brett und al­ler­lei an­de­re klei­ne In­stru­men­te be­dien­te.

Lesung aus Philipp Molls Buch »Blumen und Wurst«

Mit dem Bau­ern­haus in Win­ter­stein hat­te es 1996 ein En­de. Zur Freu­de von Phil­ipp er­gab sich 2004 in der Nürn­ber­ger Süd­stadt er­neut die Mög­lich­keit, Woh­nen und künst­le­ri­sche Ak­ti­vi­tä­ten zu ver­bin­den. Im Kunst- und Kur­haus Ka­ta­na e.V. brauch­te Phil­ipp nur ei­ne Trep­pe hin­un­ter­zu­ge­hen, um sich auf der Büh­ne in sei­ner mo­nat­li­chen Ver­an­stal­tungs­rei­he »Molls bun­ter Trich­ter« mit sei­nen Gä­sten zu tref­fen oder sei­ne li­te­ra­ri­schen Ar­bei­ten wie Brie­fe an sich selbst, Zeit­unsgs­ko­lum­nen oder sein 2013 er­schie­ne­nes Buch »Blu­men und Wurst« dem Pu­bli­kum zu prä­sen­tie­ren.

Die Weltanschauungsbeauftragten bei der Arbeit zu einem Beitrag anlässlich des 250. Geburtstages von Jean Paul

Im Be­reich der Bil­den­den Kunst ar­bei­te­te Phil­ipp ab 2006 un­ter dem La­bel Die Welt­an­schau­ungs­be­auf­trag­ten mit Mar­tin Für­brin­ger zu­sam­men. Mit ih­ren Ar­bei­ten sa­hen sie sich als Ge­gen­pol zu ei­ner sich im­mer stär­ker kom­mer­zia­li­sie­ren­den Kunst­welt und be­schlos­sen, ge­mein­sam im Be­reich der »Kul­tur­ster­be­be­glei­tung, Pa­ra­noia­eva­lua­ti­on oder Mut­ter­me­cha­nik« zu for­schen.

El Mago Masin zu Gast in »Molls bunter Trichter«

Mit Phil­ipp Moll hat die Re­gi­on ei­nen Men­schen ver­lo­ren, der in sei­ner mensch­li­chen und künst­le­ri­schen Ein­zig­ar­tig­keit bei de­nen, die das Glück hat­ten, ihn ken­nen zu dür­fen, noch lan­ge in Er­in­ne­rung blei­ben wird.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 47 Min.

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Oktober 2017

Fest im Sat­tel – Er­wach­se­ne ler­nen Rad­fah­ren

In den ersten Stunden sind die TrainerInnen des ADFC schwer beschäftigt

Fahr­rad fah­ren – das lernt man als Kind, das kann man ein­fach! So geht es den mei­sten Men­schen. Für sie ist das Fahr­rad ein All­tags­ge­gen­stand, den sie nach Lust und Lau­ne ganz selbst­ver­ständ­lich nut­zen.

Blaue Flecken gehören dazu...

Es gibt al­ler­dings auch Men­schen, die das Fahr­rad fah­ren nie ge­lernt ha­ben oder sich aus den un­ter­schied­lich­sten Grün­den nicht mehr auf das Fahr­rad trau­en. Men­schen wie die 75-jäh­ri­ge Lin­de, die sich nach ei­nem Sturz nicht mehr aufs Rad ge­wagt hat, oder Heinz, dem die Ärz­te nach ei­nem Schlag­an­fall ge­sagt ha­ben, dass er wohl nie mehr Fahr­rad fah­ren kann, oder Susua­na, die in ih­rer ehe­ma­li­gen Hei­mat das Fahr­rad fah­ren nie ge­lernt hat, jetzt aber ger­ne mit ih­rem En­kel ge­mein­sam et­was un­ter­neh­men möch­te. Für sie bie­tet der All­ge­mei­ne Deut­sche Fahr­rad-Club e.V. in Nürn­berg, kurz ADFC, seit ei­ni­gen Jah­ren Fahr­rad­kur­se für Er­wach­se­ne an.

Wichtig ist die richtige Technik beim Anfahren

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 30 Min.

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