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Medien PRAXIS - Das point Reportage Sendungs-Blog


August 2022

Tha­ya geht an Land – Die Me­ta­mor­pho­se ei­nes al­ten Se­gel­boo­tes

Das Holzboot »Thaya« war ein klassischer Fehlkauf auf eBay. Der Fotograf Ludwig Olah wollte es ursprünglich restaurieren. Diesen Plan musste er aber schnell wieder aufgeben.

Der Nürn­ber­ger Fo­to­graf Lud­wig Olah kauf­te sich auf Ebay ein al­tes Se­gel­boot. Sein Plan: Er möch­te das Schiff in sei­ner Frei­zeit re­stau­rie­ren und wie­der see­taug­lich ma­chen. Bald stellt sich je­doch her­aus, dass das Boot nicht mehr zu ret­ten ist.

Auf den Bühnen in der Region fühlt sich der Theaterfotograf eigentlich pudelwohl. Die Pandemie bremste seine Arbeit aber gehörig aus.

Aber Lud­wig Olah gibt nicht auf. Er ent­schließt sich zu ei­nem küh­nen Plan: Das Schiff soll ei­ne mo­bi­le Boots­bar auf Rä­dern wer­den. Aus ei­ner Schnaps­idee wird bald ein neu­es Ge­schäfts­mo­dell.

Bald war ein neuer Plan für das Boot gefasst: Es sollte eine mobile Bar auf Rädern werden. Eine Computeranimation visualisiert Olafs Idee.

Die Pan­de­mie bremst den Thea­ter-Fo­to­gra­fen dann wie vie­le sei­ner Kol­le­gen in der krea­ti­ven Sze­ne voll­kom­men aus. Er nutzt die Zeit oh­ne Auf­trä­ge und stürzt sich in die Um­bau­ar­bei­ten am Boot, fin­det Mit­strei­ter und hel­fen­de Hän­de. In­ner­halb von zwei Jah­ren wird so aus ei­nem Boots­wrack ei­ne ga­stro­no­mi­sche Per­le.

Seine Freizeit verbringt Ludwig meist beim Boot. So viel wie möglich renoviert er in Eigenregie. Viele Arbeitsstunden kommen dabei im Laufe der Zeit zusammen.

In die­ser Zeit muss­te nicht nur das Boot drei­mal um­zie­hen: Auch das Stu­dio des Fo­to­gra­fen in der Koh­len­hof­stra­ße wur­de in die­ser Zeit ab­ge­ris­sen und Olah muss­te sich be­ruf­lich ei­ne neue Blei­be su­chen.

Ohne Mitstreiter und helfende Hände wäre der Traum von der Bootsbar aber wohl nicht zustande gekommen. Patrik ist Schreiner und Fachmann wenn es um Holzarbeiten geht.

Das Boots­pro­jekt zeigt auf die­se Wei­se was mög­lich ist, wenn man sei­nen Träu­men Raum gibt. Lud­wig Olah hat nicht auf­ge­ge­ben, auch als es schein­bar kein Wei­ter­kom­men gab.

Ein Traum ist wahr geworden: Ludwig steht in seiner Bar. Dort sollen bald Kühlschränke und Zapfenlage installiert werden. Die erste große Party mit Bootstaufe kann kommen.

Ein Film von Nor­bert Gold­ham­mer  •  Län­ge: 30 Min.

April 2022

Bau auf Kunst! – mit Krea­ti­vi­tät ge­gen den Fach­kräf­te­man­gel

Aus­strah­lung am Sonn­tag, dem 9. Ok­to­ber 2022 um 19:30, 21:30 und 23:30 Uhr über Ka­bel und im Live­stream auf Fran­ken Fern­se­hen so­wie um 21:45 Uhr über Sa­tel­lit auf Fran­ken Plus

Barbara Engelhard arbeitet für dieses Projekt vor allem mit dem Computer an ihrer Kunst. Hierbei lässt sie verschiedene Medien zusammenfließen.

Das Bau­re­fe­rat der Stadt Fürth sucht seit Jah­ren hän­de­rin­gend nach Fach­kräf­ten zur Fest­an­stel­lung. 2021 wur­den vom Stadt­rat 18 Stel­len für die 6 Äm­ter des Re­fe­ra­tes ge­neh­migt – die mei­sten sind bis heu­te un­be­setzt.

Bei der Vorstellung der Arbeiten entsteht noch ein Gruppenfoto aller Künstlerinnen und Künstler mit ihren gedruckten Werken.

Um an die­ser „ver­hee­ren­den Si­tua­ti­on“ et­was zu än­dern, be­schloss Fürths Bau­re­fe­ren­tin Chri­sti­ne Lip­pert, un­ge­wöhn­li­che We­ge zu ge­hen. Für­ther Künstler*innen wur­den ein­ge­la­den, sich an ei­ner Aus­schrei­bung zu be­tei­li­gen, die zum Ziel hat, für die Äm­ter des Bau­re­fe­rats Stel­len­an­zei­gen zu ent­wer­fen.

Julia Frischmann und die Amtsleitung der Stadtentwässerung stimmen sich über die Auswahl des Gemäldes für die Stellenanzeigen ab.

Ent­stan­den sind 6 sehr un­ter­schied­li­che Kunst­wer­ke, die vor kur­zem der Öf­fent­lich­keit vor­ge­stellt wur­den.

Thomas Mohi arbeitet in seinem Atelier an seiner Kaltnadelradierung für das Gebäudewirtschaftsamt.

point hat den Ent­ste­hungs­pro­zess ei­ni­ger die­ser Ar­bei­ten be­glei­tet und ist der Fra­ge nach­ge­gan­gen, in­wie­weit künst­le­ri­sche Krea­ti­vi­tät und die An­for­de­run­gen der Äm­ter an Stel­len­an­zei­gen zu ei­ner er­folg­rei­chen Sym­bio­se zu­sam­men­ge­führt wer­den kön­nen.

Bei der Präsentation der Ergebnisse haben sowohl Künstlerinnen und Künstler, als auch die Amtsleitungen von der Zusammenarbeit berichtet.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 30 Min.

März 2022

Krea­ti­ve Per­spek­ti­ve – Die Si­tua­ti­on der frei­en Sze­ne in Nürn­berg

Die ehe­ma­li­ge Pin­sel­fa­brik Le­on­har­dy in der Jo­han­nis­stra­ße steht leer. Künst­ler aus dem Stadt­teil fra­gen sich, ob die wei­test­ge­hend in­tak­ten Räu­me der al­ten Fa­brik als Ate­liers ge­nutzt wer­den könn­ten. Doch die Stadt Nürn­berg als Ei­gen­tü­me­rin hat an­de­re Plä­ne: Das Ge­bäu­de wird wohl ab­ge­ris­sen wer­den, um die an­gren­zen­den He­spe­ri­den-Gär­ten er­wei­tern zu kön­nen. Für die Künstler*innen bleibt dann ver­mut­lich nur die Zwi­schen­nut­zung als mög­li­che Op­ti­on.

Die ehemalige Pinselfabrik im Nürnberger Stadtteil Johannis hat das Interesse dort ansässiger Künstler geweckt. Sie wird jedoch bald abgerissen.

Die freie Sze­ne hat es schwer: lang­fri­sti­ge Miet­ver­trä­ge sind die Aus­nah­me. Oft müs­sen Räum­lich­kei­ten schon nach we­ni­gen Jah­ren wie­der auf­ge­ge­ben wer­den, wie das »Auf AEG« und bei Quel­le be­reits ge­sche­hen ist. Aber Kunst braucht Raum und Krea­ti­ve ei­ne Per­spek­ti­ve. Tut die Stadt Nürn­berg ge­nug für ih­re Künstler*innen? Die Fra­ge steht seit län­ge­rem im Raum.

Künstler*innen des Nürnberger Atelierhauses »Auf AEG« schlossen sich auf der Suche nach einer neuen Heimat zusammen und fanden an der Tillystraße in Nürnberg eine neue kreative Bleibe.

Die neu ge­schaf­fe­nen Ate­liers in der Til­ly­stra­ße sind ein po­si­ti­ves Bei­spiel: Dort ha­ben vie­le ehe­ma­li­ge Künstler*innen Auf AEG durch tat­kräf­ti­ge Un­ter­stüt­zung des Kul­tur­re­fe­rats ei­ne neue Blei­be ge­fun­den. Na­tür­lich braucht es trotz­dem sehr viel Ei­gen­in­itia­ti­ve. Ein von den Krea­ti­ven ge­grün­de­ter Ver­ein sorgt für Struk­tur und küm­mert sich um die Ver­mie­tung des Ge­bäu­des.

Jeden Montag öffnet das Heizhaus seine Pforten für interessierte Besucher und bietet neben Werkstätten und Ateliers auch einen Markt mit regionalem Obst und Gemüse.

Auch im Heiz­haus auf dem al­ten Quel­le-Ge­län­de fin­det man viel En­ga­ge­ment: Dort fin­den sich schon seit meh­re­ren Jah­ren ne­ben Ate­liers auch Of­fe­ne Werk­stät­ten, klei­ne Un­ter­neh­men und ein wö­chent­li­cher Markt, der die An­woh­ner mit fri­schem Ge­mü­se aus dem Um­land ver­sorgt. Die­sen Sta­tus muss­te man sich aber hart er­kämp­fen. Auch die neu­en Mie­ter im Kes­sel­haus an der Für­ther Stadt­gren­ze ha­ben die­se Er­fah­rung ge­macht. Auch hier wa­ren es ehe­ma­li­ge Mieter*innen der Ate­liers Auf AEG, die sich dort in Ei­gen­re­gie oh­ne Un­ter­stüt­zung der Stadt ein neu­es krea­ti­ves Zu­hau­se ge­schaf­fen ha­ben.

Die Kreativen Kilian Reil und Sebastian Richter tüfteln zusammen im eigens geschaffenen Refugium im ehemaligen Kesselhaus einer alten Großwäscherei an neuen Projekten.

Fa­zit: Die freie Sze­ne hat in Nürn­berg gro­ßes Po­ten­zi­al, ist aber viel zu oft nicht sicht­bar.

Ein Film von Nor­bert Gold­ham­mer und Ka­tha­ri­na Was­mei­er  •  Län­ge: 30 Min.

November 2021

POP! ROT WEISS – Die Po­pu­lar­mu­sik­be­ra­ter

Die zwei von der Beratungsstelle: Julian Menz und Andreas Jäger sind die Popularmusikberater des Bezirks Mittelfranken.

Sie be­ra­ten Mu­si­ker, ver­an­stal­ten Kon­zer­te und küm­mern sich um Bar­rie­re­frei­heit: An­dre­as Jä­ger und Ju­li­an Menz sind die »Po­pu­lar­mu­sik­be­ra­ter« des Be­zirks Mit­tel­fran­ken.

Hirnen für Hilfe: Andi und Julian bearbeiten Anträge von Bands für Mikro-Förderungen.

In ih­rem Bü­ro im Kul­tur­haus Stein lau­fen die Fä­den zu­sam­men: Zwi­schen Schreib­tisch und Tee­kü­che wird über neu­en Pro­jek­ten ge­hirnt.

»Was tun, wenn YouTube das Video blockiert?« - die Popularmusikberater sind jeden Tag mit neuen Fragen konfrontiert.

Ge­ra­de für jun­ge Bands sind die bei­den ei­ne zen­tra­le An­lauf­stel­le ge­wor­den – im Mit­tel­punkt steht da­bei oft die Fra­ge, wie man auch in Pan­de­mie­zei­ten die Mu­sik zum
Pu­bli­kum brin­gen kann. Da­bei hilft es, dass Ju­li­an und An­dre­as selbst Mu­si­ker sind und mit ih­ren Bands Pam Pam Ida und Me & Re­as vie­le der Schwie­rig­kei­ten – aber auch der cle­ve­ren Ideen – aus ei­ge­ner Hand ken­nen.

Jeder Auftritt hilft: »The Rockin' Lafayettes« freuen sich dank POPRW wieder auf einer Bühne stehen zu können.

»Pop für al­le!« lau­tet ihr An­spruch – und das be­zieht sich auch auf Men­schen mit Be­hin­de­run­gen. Ge­mein­sam mit dem blin­den Be­ra­ter Han­si Mühl­bau­er von der In­itia­ti­ve
»Bar­rie­re­frei fei­ern« wer­den Lo­ca­ti­ons auf ih­re Taug­lich­keit für Per­so­nen mit un­ter­schied­li­chen Han­di­caps ge­te­stet. Und schließ­lich wird so­gar ein Live-Kon­zert auf die Bei­ne ge­stellt....

Unterwegs mit Blindenhund: Hansi Mühlbauer berät POP! ROT WEISS beim Thema Barrierefreiheit.

Ein Film von Pe­ter Ro­mir  •  Län­ge: 29:30 Min.

Mai 2021

Ein wei­te­res Ka­pi­tel AEG-Ge­schich­te geht zu En­de

2014, sie­ben Jah­re nach der Schlie­ßung des Nürn­ber­ger AEG-Werks, ha­ben wir in zwei Fil­men die Ent­wick­lung »Auf AEG« do­ku­men­tiert.

Maß­geb­lich da­zu bei­getra­gen, dass sich kaum noch je­mand an das ehe­mals schlech­te Image des Ge­län­des er­in­nert, ha­ben die Künst­ler, die ih­re Ate­liers auf dem Ge­län­de ha­ben. »Auf AEG« wur­de zu ei­nem Ort, an dem sich Kunst, Kul­tur und mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men ge­gen­sei­tig be­fruch­te­ten und so das Are­al zu et­was Be­son­de­rem mach­ten. Wie­der­um sie­ben Jah­re spä­ter, zum 30. Ju­ni 2021 müs­sen die Künst­ler ih­re Ate­liers räu­men...

Aus die­sem An­lass zei­gen wir an den kom­men­den Sonn­ta­gen noch ein­mal un­se­re Bei­trä­ge zu »Auf AEG«.

 
16. Mai 2021

Neu­es Le­ben »Auf AEG«

 
23. Mai 2021

Kunst und Kul­tur »Auf AEG«, Teil 1

 
30. Mai 2021

Kunst und Kul­tur »Auf AEG«, Teil 2

April 2021

»Nichts zu tun, stand für uns nie zur Dis­kus­si­on!« – Kul­tur in pan­de­mi­schen Zei­ten

Im März 2020 muss­ten in Deutsch­land auf Grund von Co­vid 19 al­le Kul­tur­ein­rich­tun­gen schlie­ßen. Das kul­tu­rel­le Le­ben in Deutsch­land ist seit­dem fast voll­stän­dig lahm­ge­legt. Für Sa­bi­ne Tipp, Lei­te­rin des Ju­gend­kul­tur­ma­nage­ments con-ac­tion des Ju­gend­am­tes Fürth, ei­ne Si­tua­ti­on, mit der sie und ihr Team sich nicht ab­fin­den woll­ten. Ihr Ziel: ei­ne Ver­an­stal­tungs­rei­he im Frei­en in den Som­mer­mo­na­ten.

Mit viel Abstand konnte sich das Publikum beim Sommer am Lindenhain pandemiegerecht bewegen (Foto: © Arne Marenda).

Wäh­rend in ganz Deutsch­land Kon­zer­te und Fe­sti­vals ab­ge­sagt wur­den, be­gann man trotz al­ler Un­wäg­bar­kei­ten im Früh­som­mer 2020 mit den Vor­be­rei­tun­gen.

Insgesamt 16 Veranstaltungen haben Sabine Tipp und ihr Team organisiert und durchgeführt (Foto: © Arne Marenda).

Ge­plant wur­den Kon­zer­te mit Bands aus dem In- und Aus­land, Thea­ter­auf­füh­run­gen und ein Fa­mi­li­en­tag. Der »Som­mer am Lin­den­hain« soll­te an den Wo­chen­en­den von Ju­li bis Ok­to­ber statt­fin­den. Da­bei war es den Macher*innen wich­tig, dass die Band­auf­trit­te als »Steh­platz­kon­zer­te« statt­fin­den, um ein we­nig Fe­sti­val­fe­e­ling zu er­mög­li­chen.

Um nicht vergessen zu werden, produziert das Team immer wieder Beiträge für Facebook und Instagram – hier zu 1 Jahr Lockdown.

Mit viel Elan ging man die Sa­che an und muss­te fest­stel­len, dass die Rah­men­be­din­gun­gen, un­ter de­nen Ver­an­stal­tun­gen im Som­mer und Herbst 2020 durch­ge­führt wer­den durf­ten, sich zum Teil täg­lich än­der­ten. Für die Ver­ant­wort­li­chen ei­ne rie­si­ge Her­aus­for­de­rung, da nicht nur die ge­for­der­ten Hy­gie­nekon­zep­te, die man ge­ra­de aus­ge­ar­bei­tet hat­te, we­ni­ge Ta­ge spä­ter schon wie­der über­holt wa­ren.

Wie viele andere Veranstalter hat auch das con-action zunächst Konzerte aus dem Club gestreamt.

Trotz all die­ser Wid­rig­kei­ten konn­ten al­le Ver­an­stal­tun­gen durch­ge­führt wer­den. Für die Or­ga­ni­sie­ren­den ein gro­ßer Er­folg, für den sie von Pu­bli­kum, den Musiker*innen und son­sti­gen Akteur*innen auf der Büh­ne viel Bei­fall und Lob er­hiel­ten.

Sabine Tipp hat Veranstaltungen zum Teil 3 oder 4 mal verschoben bzw. ganz absagen müssen.

Grund ge­nug für Sa­bi­ne Tipp und ihr Team, um auch 2021 ei­ne Wie­der­ho­lung des »Som­mers am Lin­den­hain« an­zu­ge­hen.

Seit über einem Jahr ist der vom Fürther Jugendamt betriebene Club »Kopf und Kragen« bereits geschlossen.

Ei­ne Re­por­ta­ge, die zeigt, dass es sich auch in Pan­de­mie­zei­ten lohnt, sich mit viel En­ga­ge­ment und Ri­si­ko­be­reit­schaft für Künstler*innen, Kul­tur­schaf­fen­de und das Pu­bli­kum ein­zu­set­zen.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 30 Min.

Februar 2021

Le­ben zwi­schen Hof­fen und Ban­gen – 1 Jahr Co­vid 19

Not macht erfinderisch: Helmut Dölle verkaufte seinen Eierpunsch nicht auf dem Weihnachtsmarkt, sondern verschickt auf Bestellung.

Im Früh­jahr 2020 ha­ben wir erst­mals Für­ther und Ein­rich­tun­gen, die von den Co­vid 19-Maß­nah­men be­son­ders be­trof­fen sind, be­sucht: Udo Mar­tin vom Kul­tur­zen­trum Kof­fer­fa­brik, Mi­cha­el Nie­der­mei­er, den Päch­ter des Bi­stro Ga­le­rie in der Gu­stav­stra­ße, das Ca­fé Sa­moc­ca, das Men­schen mit Han­di­cap be­schäf­tigt, die In­ha­ber der TAN­Ze­rei in der Für­ther Süd­stadt und Mit­ar­bei­ter der Buchand­lung Edel­mann. Wir ha­ben uns mit Schau­stel­ler Hel­mut Döl­le ge­trof­fen und die Mu­si­ke­rin Stef­fi Zach­mei­er zu ei­nem ih­rer sel­te­nen Auf­trit­te in 2020 be­glei­tet.

Weil sie coronabedingt kaum Auftritte hatte, hat Volksmusikantin Steffi Zachmeier sich einen Schrebergarten zugelegt.

Im Ja­nu­ar ha­ben wir die­se Men­schen noch ein­mal be­sucht und woll­ten wis­sen, wie es ih­nen im ver­gan­ge­nen Jahr er­gan­gen ist, wie sie Weih­nach­ten ver­bracht ha­ben und was sie vom Jahr 2021 er­hof­fen.

Ent­stan­den ist ei­ne Re­por­ta­ge über und mit Men­schen, die von ih­ren Ge­füh­len, Hoff­nun­gen und Äng­sten er­zäh­len, die sich fra­gen, ob sie ih­rem Be­ruf ir­gend­wann wie­der in der ge­wohn­ten Wei­se nach­ge­hen kön­nen (Schau­stel­ler Hel­mut Döl­le: »So, wie es ein­mal war, wird es nie wie­der wer­den.«) und sich auch Ge­dan­ken dar­über ma­chen, was Co­ro­na mit und aus un­se­rer Ge­sell­schaft macht. »Co­vid wird auf Dau­er un­se­re Ge­sell­schaft ver­än­dern, al­so da bin ab­so­lut da­von über­zeugt, das wird nicht mehr ver­schwin­den, wir wer­den ler­nen müs­sen, da­mit zu le­ben.« (Heinz Kreke­ler von Bü­cher Edel­mann), »Die­se mo­ra­li­schen An­sprü­che, die vie­le Leu­te da ha­ben, ach die Ge­sell­schaft, die ist jetzt sen­si­bler, die ist jetzt so­li­da­ri­scher, das glau­be ich nicht.« (Mi­cha­el Nie­der­mei­er vom Bi­stro Ga­le­rie)

Nicht nur Kater Kasimir wartet darauf, dass endlich wieder Gäste in die Kofferfabrik kommen dürfen.

AKTUELL: Die Kün­di­gung der Kof­fer­fa­brik zum 1. Sep­tem­ber 2021 ist erst ein­mal zu­rück­ge­nom­men wor­den. Über das wei­te­re Schick­sal des un­ab­hän­gi­gen Kul­tur­zen­trums wird in der näch­sten Wo­che in ei­ner Vi­deo­kon­fe­renz zwi­schen Mie­ter, Ver­mie­ter und Stadt ver­han­delt.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 60 Min.

November 2020

Kul­tur­prei­se der Stadt Fürth 2020 – wir durf­ten die Preisträger*innen vor­stel­len

Al­le zwei Jah­re fin­det die Ver­lei­hung der Kul­tur­prei­se der Stadt Fürth statt. In den letz­ten Jah­ren ha­ben wir im­mer mal wie­der Preisträger*innen und ihr Schaf­fen in kur­zen Fil­men bei der Preis­ver­lei­hung vor­stel­len dür­fen. So sind auch im­mer wie­der län­ge­re Por­traits der Künstler*innen ent­stan­den, die wir dann bei point im Fern­se­hen ge­zeigt ha­ben, bspw. zu Ju­lia Frisch­mann, An­dre­as Oeh­lert, Kath­rin Hausel, Ur­su­la Kreutz und zu­letzt Mat­thi­as Egers­dör­fer.

Für die dies­jäh­ri­ge Ver­lei­hung des Kul­tur­prei­ses war zu­nächst nur ein Kurz­por­trait Gi­se­la Nao­mi Blu­mes, die den Kul­tur­preis der Stadt er­hält, für den Fest­abend ge­plant. Be­dingt durch Co­ro­na muss­te die Kul­tur­preis­ver­lei­hung in ih­rer be­kann­ten Form in die­sem Jahr ab­ge­sagt wer­den und auch ein ge­plan­ter Live­stream konn­te nicht statt­fin­den.

Um die Preis­trä­ge­rin­nen und ‑trä­ger zu wür­di­gen und ihr Wir­ken vor­zu­stel­len, hat uns das Kul­tur­amt Fürth be­auf­tragt, fünf Vi­de­os zu den ein­zel­nen Preis­ka­te­go­rien zu er­stel­len. Die­se ste­hen seit letz­ter Wo­che im Netz. Wir freu­en uns sehr, mit die­sem Auf­trag span­nen­de Men­schen und ihr Schaf­fen ken­nen­ge­lernt zu ha­ben, dan­ken dem Kul­tur­amt Fürth, den Laudator*innen und den Künstler*innen für die gu­te Zu­sam­men­ar­beit und gra­tu­lie­ren den Preisträger*innen ganz herz­lich zu den Aus­zeich­nun­gen!

Der Mu­si­ker Mo­ritz Kö­nig und die Künst­le­rin Bar­ba­ra En­gel­hard dür­fen sich bei­de über den Kul­tur­för­der­preis freu­en.

Die Le­on­hard und Ida Wolf Ge­dächt­nis­prei­se 2020 gin­gen an den Ma­ler Jan Ge­mein­hardt, die Tän­ze­rin Ele­na Träg­ler und die Mu­si­ke­rin Ele­na Ste­ri.

Über ih­re eh­ren­amt­li­che Ar­beit be­rich­ten Mit­glie­der des kunst­kel­ler o27 e.V., die sich über den Son­der­preis Kul­tur der Stadt Fürth freu­en dür­fen, in ei­nem Vi­deo, das Ma­xi­mi­li­an Bau­mer rea­li­siert hat.

Vol­ker Heiß­mann, Mar­tin Ras­sau, Mar­cel Gas­de und Mi­cha­el Ur­ban ha­ben mit der Co­mö­die Fürth ei­nes der er­folg­reich­sten Pri­vat­thea­ter Deutsch­lands eta­bliert und er­hal­ten da­für den erst­mals ver­lie­he­nen Stadt­rats­preis.

Für ihr be­acht­li­ches En­ga­ge­ment, das jü­di­sche Er­be der Stadt Fürth sicht­bar zu ma­chen, er­hält Gi­se­la Nao­mi Blu­me den Kul­tur­preis der Stadt Fürth. Ein 30-mi­nü­ti­ges Por­trait der Kul­tur­preis­trä­ge­rin kön­nen Sie am kom­men­den Sonn­tag auf dem point-Sen­de­platz bei Fran­ken Fern­se­hen se­hen.

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