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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


Dezember 2008

Mehr­bett­zim­mer statt Ein­zel­aus­stel­lung

Sisay Shime­les steht kurz vor Be­en­di­gung sei­nes Kunst­stu­di­ums in Äthio­pi­en, als er ei­nen Wett­be­werb zur Aus­ge­stal­tung des Ex­po­st­an­des sei­nes Hei­mat­lan­des in Han­no­ver ge­winnt. Der jun­ge Künst­ler emp­fin­det dies als gro­ße Eh­re und kommt nach Deutsch­land, um 12 gro­ße Wand­ge­mäl­de für den Äthio­pi­schen Pa­vil­lon zu ma­len.

Sisay in der Zentralstelle für Asylbewerber

Sisay, zum da­ma­li­gen Zeit­punkt po­li­tisch völ­lig un­er­fah­ren, nimmt die Auf­ga­be sehr ernst und ver­sucht, in den Bil­dern ne­ben den schö­nen und fas­zi­nie­ren­den Sei­ten auch die vor­han­de­nen Pro­ble­me in sei­ner Hei­mat dar­zu­stel­len. So ent­steht ein Bild, das auf die von Hun­gers­not und Krieg ge­präg­te Rea­li­tät Äthio­pi­ens Be­zug nimmt.

Der Maler Sisay Shimeles

Die­ses Bild ver­än­dert Sisays Si­tua­ti­on ent­schei­dend. We­ni­ge Wo­chen vor Er­öff­nung der Ex­po kom­men Re­gie­rungs­mit­ar­bei­ter nach Deutsch­land. Sie ent­schei­den, das Bild nicht aus­zu­stel­len und er­klä­ren Sisay zur un­er­wünsch­ten Per­son. Von ei­nem Tag auf den an­de­ren wird aus dem am­bi­tio­nier­ten jun­gen Künst­ler ein po­li­ti­scher Flücht­ling. Der Film be­glei­tet den Künst­ler bei sei­nem Ver­such, in Deutsch­land ei­ne neue Hei­mat zu fin­den und zeigt da­bei ei­nen Men­schen, der trotz vie­ler Tief­schlä­ge nicht auf­ge­hört hat, an das Gu­te im Men­schen zu glau­ben.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 48 Min.

August 2000

Nürn­berg – Stadt der Men­schen­rech­te – ... auch für Asy­lan­ten?

Szenenfoto

Nürn­berg – Stadt des Frie­dens und der Men­schen­rech­te – mit die­sem An­spruch schmückt sich die Stadt seit ei­ni­ger Zeit. Die Ver­lei­hung des Men­schen­rechts­prei­ses ist da­bei al­le zwei Jah­re wich­ti­ger und me­di­en­wirk­sa­mer Hö­he­punkt der städ­ti­schen Ak­ti­vi­tä­ten. Aber wie geht es Men­schen, die sich ge­zwun­gen sa­hen, ihr Land zu ver­las­sen und in Nürn­berg ei­ne neue Hei­mat zu su­chen? Wel­che Er­fah­run­gen ma­chen sie wäh­rend ih­res Asyl­ver­fah­rens mit Good­will und Gast­freund­schaft von Bür­gern und städ­ti­schen In­sti­tu­tio­nen?

Ein Film von An­drea Bo­the und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

Mai 1999

Ko­so­vo-Al­ba­ner – ver­trie­ben aus der Hei­mat

Ankunft im Nürnberger Zentrallager

Ver­trei­bung, Ge­walt und Ent­beh­rung lie­gen hin­ter den Ko­so­vo-Flücht­lin­gen, die im Land­kreis Fürth Zu­flucht ge­fun­den ha­ben. Ei­ne Fa­mi­lie aus Pri­sti­na er­in­nert sich an das Er­leb­te. Auch wenn die Ver­trie­be­nen jetzt in Si­cher­heit sind, ih­re Ge­dan­ken sind im­mer noch in der Hei­mat, bei ih­ren Ver­wand­ten.

in Gedanken an die Ereignisse im Kosovo

Ein Film von An­drea Bo­the und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

März 1996

Von Gott und der Welt ver­las­sen –
Kroa­ti­en­fahrt mit der Kriegs­kin­der­not­hil­fe

Szenenfoto

Ein Flücht­lings­la­ger in Za­greb im Früh­jahr 1996. Noch im­mer le­ben Fa­mi­li­en hier, und die Un­ter­künf­te sind fast im­mer in de­so­la­tem Zu­stand. Häu­fig gibt es kei­nen Strom und kein flie­ßen­des Was­ser. Zu­stän­de, un­ter de­nen vor al­lem die Kin­der lei­den. Um die­se Not et­was zu lin­dern, fah­ren die Ver­eins­mit­glie­der der Kriegs­kin­der­not­hil­fe aus Roth fast wö­chent­lich Hilfs­gü­ter, dar­un­ter Le­bens­mit­tel, Klei­dung und Mö­bel, nach Kroa­ti­en. Un­ter­stüt­zung, die bis heu­te drin­gend ge­braucht wird. Mit Hil­fe von Spen­den ist es den eh­ren­amt­li­chen Hel­fern so­gar ge­lun­gen, ei­ne am­bu­lan­te Kin­der­sta­ti­on im Kri­sen­ge­biet ein­zu­rich­ten.

Szenenfoto

Ein Film von Mat­thi­as Göp­fert und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12 Min.