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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


Februar 2014

Que­run­gen, oder: »Wie es im Le­ben lau­fen kann«

Über das Theater spielen sich wieder selbst spüren

Sie sind Ver­käu­fer des So­zi­al­ma­ga­zins Stra­ßen­kreu­zer, ha­ben durch un­glück­li­che Le­bens­um­stän­de ih­re Woh­nung ver­lo­ren oder sind durch lan­ge Ar­beits­lo­sig­keit in Hartz IV ge­rutscht – so oder ähn­lich lau­ten die Ge­schich­ten der Men­schen, die sich im Rah­men der Stra­ßen­kreu­zer Uni 2011 zu ei­nem Thea­ter­pro­jekt zu­sam­men ge­fun­den ha­ben.

»Ich lern' da einfach wieder ganz neue Seiten an mir kennen, die so im Alltag einfach unterdrückt sind, weil man das da nicht ausleben kann«

Un­ter An­lei­tung der Schau­spie­le­rin und Re­gis­seu­rin Mi­chae­la Do­mes ha­ben sie zwei­ein­halb Jah­re ge­probt und ge­mein­sam ein Thea­ter­stück ent­wickelt, das den Zu­schau­ern ei­nen sehr per­sön­li­chen Ein­blick in die Le­bens­welt der Ak­teu­re er­mög­licht. Der Film be­glei­tet die Teil­neh­mer bis zur öf­fent­li­chen Auf­füh­rung des Stückes und lässt sie dar­über er­zäh­len, war­um sie an die­ser Ver­an­stal­tung der Stra­ßen­kreu­zer Uni teil­ge­nom­men ha­ben, was das Pro­jekt bei ih­nen aus­ge­löst hat und was sie be­wo­gen hat, ih­re Si­tua­ti­on ein Stück weit öf­fent­lich zu ma­chen. Ei­ne Do­ku­men­ta­ti­on, die zeigt, dass, wie es ei­ne Teil­neh­me­rin aus­drückt »wir nicht als Ob­dach­lo­se ge­bo­ren wur­den, son­dern dass uns halt et­was pas­siert ist und dass wir aber in­tel­li­gen­te Men­schen sind, wo es viel­leicht wert ist, sich auch ein­mal drum zu küm­mern, de­nen was an­zu­bie­ten.«

Respekt! - ist das, was sich die Teilnehmer des Theaterprojektes der Straßenkreuzer Uni wünschen

Die zwei­tei­li­ge Do­ku­men­ta­ti­on über das Pro­jekt zei­gen wir am Sonn­tag, dem 23. Fe­bru­ar und Sonn­tag, dem 2. März je­weils um 19:30, 21:30 und 23:30 Uhr auf un­se­rem Sen­de­platz bei Fran­ken­Fern­se­hen. Am Sonn­tag, dem 9. März kön­nen Sie zu den glei­chen Zei­ten ei­nen Zu­sam­men­schnitt der Auf­füh­rung des Stückes se­hen.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 52 Min.

Video auf YouTube anschauen Von die­sem Film gibt es ei­nen Aus­schnitt auf You­Tube.
auf DVD erhältlicher Film Die­ser Film ist auf DVD er­hält­lich.
April 2012

Bil­dung für al­le – Die Stra­ßen­kreu­zer Uni

Dr. Thomas Heyden vom Neuen Museum Nürnberg beim Vortrag: Schönheit in der Kunst

Für Men­schen, die auf­grund ih­rer Bio­gra­fie oder ih­rer so­zia­len Stel­lung kaum mit ei­nem uni­ver­si­tä­ren Bil­dungs­an­ge­bot in Be­rüh­rung kom­men, rief der Ver­ein Stra­ßen­kreu­zer e. V. vor zwei Jah­ren die Stra­ßen­kreu­zer Uni ins Le­ben. Das Vor­le­sungs­an­ge­bot ist ko­sten­los und wen­det sich in er­ster Li­nie an Frau­en und Män­ner aus Ein­rich­tun­gen der Ob­dach­lo­sen­hil­fe. Der An­spruch der Or­ga­ni­sa­to­ren ist es, wis­sen­schaft­li­che Zu­sam­men­hän­ge ver­ständ­lich zu ver­mit­teln und In­ter­es­sier­te oh­ne Zu­gangs­schwel­le an span­nen­de Wis­sens­ge­bie­te her­an­zu­füh­ren. Da­bei soll nie­mand aus­ge­schlos­sen wer­den, doch vie­len Be­su­chern der Ver­an­stal­tun­gen fehlt es nicht nur am Geld, an­de­re Bil­dungs­an­ge­bo­te wahr­zu­neh­men, son­dern auch am da­zu nö­ti­gen Selbst­be­wusst­sein: »Es ist ein­fa­cher, zu so ei­ner Ver­an­stal­tung zu ge­hen, wenn man weiß, die Leu­te ha­ben al­le ei­ne ähn­li­che Ge­schich­te wie ich, ich muss mich da nicht ir­gend­wie vor­stel­len, recht­fer­ti­gen, ich werd’ nicht ir­gend­wie ko­misch an­ge­guckt.«

Zum Semesterabschluss gibt es Urkunden für erfolgreiche Teilnahme

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 25 Min.

auf DVD erhältlicher Film Die­ser Film ist auf DVD er­hält­lich.
Januar 2012

Ein Le­ben in Moll – Das Or­che­ster der trau­ri­gen Mu­si­ker

»War­um sol­len wir auf der Couch lie­gen? Wir wol­len spie­len!« Für Leo­nid Khen­kin war die Sa­che klar, als er 2007 beim Job­cen­ter vor­sprach: Ar­beits­lo­se Mu­si­ker aus den Staa­ten der ehe­ma­li­gen So­wjet­uni­on soll­ten sinn­voll tä­tig wer­den und bei­spiels­wei­se in Kin­der­gär­ten und Al­ten­hei­men auf­tre­ten.

Leonid Khenkin in einem der womöglich letzten Konzerte der »Allstars«

Aus der Idee wur­de die Mu­sik­werk­statt der ge­mein­nüt­zi­gen Be­schäf­ti­gungs­ge­sell­schaft No­ris Ar­beit (NoA) ge­bo­ren. Sie hat zeit­wei­se 80 aus­ge­bil­de­ten Sän­gern und In­stru­men­ta­li­sten ei­ne An­stel­lung auf Ba­sis von Ein-Eu­ro-Jobs ge­bo­ten und or­ga­ni­siert jähr­lich rund 2000 Auf­trit­te. Weil nun die Ein­glie­de­rungs­mit­tel dra­stisch ge­kürzt wor­den sind, droht ihr En­de März 2012 das Aus – dies wä­re das En­de für ein un­ge­wöhn­li­ches Pro­jekt, wel­ches so­zia­le In­te­gra­ti­on und ge­sell­schaft­li­chen Auf­trag auf vor­bild­li­che Wei­se ver­bin­det.

Nailia Feyzullayeva träumte von einer großen Karriere in Deutschland

Im Mit­tel­punkt der Re­por­ta­ge ste­hen der Or­che­ster­lei­ter und Kla­ri­net­tist Leo­nid Khen­kin so­wie die Opern­sän­ge­rin Nai­lia Fe­yzullay­e­va, die mit der Hoff­nung auf ei­ne gro­ße Büh­nen­kar­rie­re nach Deutsch­land kam. Der Film be­glei­tet die bei­den Künst­ler zu Pro­ben und Auf­trit­ten und gibt Ein­blick in die har­te Rea­li­tät des Mu­sik­ge­schäf­tes, an der ih­re Träu­me zu schei­tern dro­hen.

Ein Film von Ga­bi Pfeif­fer und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 18 Min.

Mai 2009

Ju­gend Sucht Ar­beit

Es gibt Zeugnisse!

Pe­ter, Dji­han, Ralf und Be­har sind lang­zeit­ar­beits­lo­se Ju­gend­li­che aus dem Kreis Er­lan­gen-Höchstadt und Teil­neh­mer des Pro­jek­tes »Ju­gend Sucht Ar­beit«. Seit Ju­ni 2006 ver­sucht die Sucht­ein­rich­tung Lau­fer Müh­le, den Ju­gend­li­chen durch so­zia­le Be­glei­tung und die Ver­mitt­lung theo­re­ti­scher und prak­ti­scher Ar­beits­kennt­nis­se den Ein­stieg in den er­sten Ar­beits­markt zu er­leich­tern. Ein Pro­jekt, das Ju­gend­li­chen wie­der Hoff­nung auf ei­ne bes­se­re Zu­kunft ver­mit­teln will.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 14 Min.

August 2008

AEG, ar­beits­los, Hartz IV?

Nizamettin und Durdu Can bei der Stellensuche

Im De­zem­ber 2005 gab Elek­tro­lux die Plä­ne von der Schlie­ßung des Nürn­ber­ger AEG Wer­kes be­kannt. Trotz Streik und So­li­da­ri­täts­be­kun­dun­gen aus der gan­zen Re­pu­blik wur­de das AEG-Stamm­werk im März 2007 ge­schlos­sen. Noch im­mer ist fast die Hälf­te der ehe­mals 1750 AEG-Be­schäf­tig­ten ar­beits­los. Zwei­ein­halb Jah­re nach dem Streik hat Me­di­en PRAXIS e. V. ehe­ma­li­ge Mit­ar­bei­ter be­sucht, um zu se­hen, was aus ih­nen ge­wor­den ist und wie es ih­nen heu­te geht.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

Januar 2007

Ein-Eu­ro-Job – und dann?

Szenenfoto

»Wir wol­len die Men­schen über Ein-Eu­ro-Maß­nah­men für den er­sten Ar­beits­markt fit ma­chen.« – mit die­ser Maß­ga­be wer­den je­des Jahr vie­le tau­send Men­schen für ein hal­bes Jahr aus der Ar­beits­lo­sig­keit in ein be­fri­ste­tes Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis ver­mit­telt. Vor knapp zwei Jah­ren hat Me­di­en PRAXIS e. V. Men­schen wäh­rend ih­rer Ein-Eu­ro-Maß­nah­men be­glei­tet. Mit viel En­er­gie und Hoff­nung auf ei­nen fe­sten Ar­beits­platz gin­gen die drei an den Start. Aber was ist aus ih­nen ge­wor­den, gut ein Jahr, nach­dem die Ein-Eu­ro-Maß­nah­men aus­ge­lau­fen sind?

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

Dezember 2006

»Ich bin kein Aus­stei­ger, ich bin ein Ein­stei­ger«

on the road again

Mit dem Bau­wa­gen über Land fah­ren, das ist ein Traum, den Frank Al­brecht schon seit vie­len Jah­ren mit sich her­um­trägt. Als der 46-jäh­ri­ge bei der Ar­beits­su­che im­mer öf­ter zu hö­ren be­kommt, dass man lei­der je­mand jün­ge­ren für die­se Stel­le su­che, be­schließt der ge­lern­te Koch, sein Schick­sal in die ei­ge­nen Hän­de zu neh­men. Er grün­det ei­ne Ich AG, kauft sich ei­nen al­ten Trak­tor samt Bau­wa­gen, baut die­sen aus und geht auf gro­ße Fahrt.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

April 2006

»Wir blei­ben hier, da­für kämp­fen wir!«

Sechs Wo­chen lang wur­den die Mit­ar­bei­ter bei ih­rem Kampf um ih­ren Ar­beits­platz mit der Ka­me­ra be­glei­tet – an­ge­fan­gen von der Lich­ter­ket­te um das AEG-Werk am 12. De­zem­ber 2005 bis zur Wie­der­auf­nah­me der Ar­beit am 7. März 2006.

Noch besteht Hoffnung, dass es bei AEG weiter geht

Ent­stan­den ist ein be­we­gen­des Por­trait von Men­schen und de­ren Wut: »Die hau­en ab und las­sen uns hier auf der Stra­sse und de­nen ist scheiss­egal, was wir da ma­chen«, Hoff­nun­gen: »Ich hof­fe, dass die­ses Werk bleibt. Das ist mei­ne Zu­kunft und Sta­bi­li­tät.« und Äng­sten: »Das wird hart. Ja, ich hab ja zwei noch Kin­der, wo in die Schu­le ge­hen.«

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 16 Min.

preisgekrönter Film Die­ser Film hat ei­ne Aus­zeich­nung be­kom­men.
Februar 2006

Ein-Eu­ro-Jobs – Sprung­brett oder Ab­stell­gleis?

Szenenfoto

Um die Ar­beits­wil­lig­keit von Lang­zeit­ar­beits­lo­sen zu prü­fen, wur­den En­de 2004 die so ge­nann­ten Ein-Eu­ro-Jobs ein­ge­führt. Im Groß­raum Nürn­berg kam es je­doch kaum zu Zwangs­ver­pflich­tun­gen, da die Ar­beits­ge­mein­schaf­ten von ei­ner gro­ßen Zahl Frei­wil­li­ger über­rollt wur­den – die ALG-II-Be­zie­her wol­len sich mit dem Ein-Eu­ro-Job ein Zu­brot ver­die­nen und hof­fen, so wie­der ei­ne Stel­le auf dem er­sten Ar­beits­markt zu fin­den.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

Dezember 2004

Durch Ko­ope­ra­ti­on zum Er­folg:
aus­län­di­sche Un­ter­neh­mer schaf­fen Aus­bil­dungs­plät­ze

Szenenfoto

Seit 1999 schafft der Aus­bil­dungs­ring aus­län­di­scher Un­ter­neh­mer im Groß­raum Nürn­berg Lehr­stel­len. 125, meist aus­län­di­sche Ju­gend­li­che wer­den der­zeit in 15 Be­ru­fen aus­ge­bil­det. Ju­gend­li­che, die oh­ne das En­ga­ge­ment des AAU wahr­schein­lich oh­ne Aus­bil­dung da­ste­hen wür­den.

Ein Film von Ju­lia Tho­mas und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

April 2004

Mit € 4,52 durch den Tag

Thomas Volk stellt mit dem Computer genaue Berechnungen an, wieviel Geld er zum Leben hat

Fast drei Mil­lio­nen Men­schen le­ben in Deutsch­land von So­zi­al­hil­fe. Was von Tei­len un­se­rer Ge­sell­schaft als Schma­rot­zer­tum und Ar­beits­un­wil­lig­keit an­ge­pran­gert wird, ist für den größ­ten Teil der Be­trof­fe­nen ein har­tes Schick­sal, aus dem sie lie­ber heu­te als mor­gen aus­bre­chen wür­den. point stellt Men­schen vor, die sich mit al­len Kräf­ten um ei­ne Be­schäf­ti­gung be­mü­hen, aber kaum Chan­cen auf dem Ar­beits­markt ha­ben.

Praxisgebühr und Medikamentenzuzahlung machen der chronisch kranken Rentnerin zu schaffen

Ein Film von Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

Februar 2001

»Ich tan­ze auf dem hal­ben Mond«

Szenenfoto

Die WestEnd­Ope­ra ist ein Pro­jekt von rund 30 Ju­gend­li­chen aus 12 Na­tio­nen. Über ein Jahr ha­ben sie ge­tex­tet, kom­po­niert und ge­probt, um in ei­nem Hip­Hop-Mu­si­cal ih­re Ge­schich­ten und das Le­bens­ge­fühl ih­rer Ge­nera­ti­on auf die Büh­ne zu brin­gen. Ent­stan­den ist ein Mu­si­cal, in dem es um Glaub­wür­dig­keit, Iden­ti­tät und Zu­ge­hö­rig­keit geht – er­zählt in den Far­ben und Tö­nen des Hip­Hop. Hin­ter die­sem Pro­jekt steht die Idee, ar­beits­lo­se Ju­gend­li­che auf Me­di­en- und Büh­nen­be­ru­fe vor­zu­be­rei­ten. Da­bei ist das ein­zi­ge, was zählt, Ta­lent. Schul­ab­schlüs­se, Dro­gen oder Vor­stra­fen sind zweit­ran­gig, Na­tio­na­li­tät und Haut­far­be spie­len bei der Be­set­zung kei­ne Rol­le. Für vie­le der Ju­gend­li­chen ei­ne neue Er­fah­rung, denn in ih­rem All­tag wur­den sie bis­her oft be­nach­tei­ligt und aus­ge­grenzt.

Szenenfoto

Ein Film von An­drea Bo­the und Tho­mas Stei­ger­wald  •  Län­ge: 12:30 Min.

preisgekrönter Film Die­ser Film hat ei­ne Aus­zeich­nung be­kom­men.
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