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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


Juli 2011

Videos von den Präsentationen der Investoren für einen neuen »Einkaufsschwerpunkt« in Fürth

Am Donnerstag, dem 7. Juli 2011, stellten drei Investorengruppen dem Projektbeirat, den Stadtrats-Mitgliedern, dem Baukunstbeirat, dem Arbeitnehmerbeirat, dem Behin­dertenbeirat sowie der Presse ihre Konzepte für eine Neugestaltung der Fürther Innen­stadt vor. Der etwas sperrig benannte »Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße« soll dazu beitragen, dass Fürth die teilweise an die Nachbarstädte verlorene Kaufkraft wieder zurückgewinnt und die auf Grund ihrer gut erhaltenen historischen Bausubstanz attraktive Innenstadt zu neuem Leben erweckt wird.

Medien PRAXIS e.V. war bei der Vorstellung der Konzepte dabei und hat aus den Präsentationen drei Zusammenfassungen erstellt, die wir hiermit der Öffentlichkeit zugänglich machen. Wir möchten damit einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass dieser für die Stadt Fürth so wichtige und weitreichende Entscheidungsprozess mög­lichst transparent vonstatten gehen kann.

Präsentation des Investors ATP/Ten Brinke Video auf YouTube anschauen Präsentation des Investors ATP/Ten Brinke
Präsentation des Investors Fondara Video auf YouTube anschauen Präsentation des Investors Fondara
Präsentation des Investors MIB Video auf YouTube anschauen Präsentation des Investors MIB

Drei (gekürzte) Mitschnitte von J. Thomas und Th. Steigerwald  •  je ca. 11 Min.

Mai 2011

Die Kultur- und Kreativwirtschaft – mit einem neuen Begriff zu mehr Akzeptanz?

Was haben der Taxifahrer, die Floristin oder die Grafikerin mit der Oper zu tun? Welche Bedeutung haben Kultur- und Kreativorte für die Identität einer Stadt? Warum sehen die meisten Menschen Kultur nicht als Wirtschafts-, sondern als Kostenfaktor? So oder ähnlich lauteten einige Fragestellungen, die von der Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum im Rahmen des Festivals »made in…« zur Diskussion gestellt wurden.

Was hat der Taxifahrer mit der Kultur- und Kreativwirtschaft zu tun?

Ziel der Verantwortlichen war es, auf die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft hinzuweisen, die laut Aussagen von Kulturstaatsminister Bernd Neumann »höher einzuschätzen ist als die ganze chemische Industrie, und wenn sie den Anteil der Kultur- und Kreativwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt nehmen, dann ist der etwa so stark wie der der gesamten Automobilindustrie«. Kultur kostet dem­nach nicht nur, sondern sie sorgt auch für Wertschöpfung.

Kreativwirtschaftschaftler auf dem Weg in die Kulturwerkstatt auf AEG

Aber kann die Etablierung eines Begriffs zu einer anderen Sicht auf die Kultur führen oder werden dadurch die Grenzen zu dem, was Kunst und Kultur ausmacht, verwischt? Und was halten die Kulturschaffenden und Künstler davon, dass sie mit Spiele­entwicklern, Architekten und anderen Kreativwirtschaftlern mehr oder weniger unge­fragt in einen Topf geworfen werden?

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 16 Min.

auf DVD erhältlicher Film Dieser Film ist auf DVD erhältlich.
April 2011

Zündapp – eine Nürnberger Legende

1921 baute die Firma Zündapp ihr erstes Motorrad. Über viele Jahre war der Firmen­name quasi ein Synonym für eine Epoche, in der Nürnberg das Zentrum der deutschen Motorradproduktion war.

fahrende Elefanten: Ausfahrt mit der Zündapp KS 601

Ende der 1930er Jahre war Zündapp zum fünft­größten Motorrad-Hersteller Europas herangewachsen und baute bis in die 1950er Jahre technisch gute und wirtschaftlich erfolg­reiche Motorräder. Der Versuch, mit dem »Janus« – einem selbst entwickelten Auto – neue Geschäftsfelder zu erschliessen, misslang jedoch gründlich. Der Klein­wagen fand nur wenige Käufer und die immer größer werdende Zweiradkonkurrenz aus Japan tat ihr Übriges: 1984 kam es zur Insolvenz, die kompletten Produktions­anlagen wurden nach China verkauft. Zu lange hatte man sich Modetrends widersetzt und statt design­orientierter Motorräder mit »Sex-Appeal« betulich-bieder wirkende Kleinkrafträder gebaut.

erste Zündapp-Produktionsstätte in der Nürnberger Moltkestraße

Trotzdem hat Zündapp bei Motorradfans noch immer einen guten Klang, und das nicht nur in Nürnberg. Ehemalige Werksangehörige, aber auch viele »Nachgeborene« halten die Tradition auf­recht und ihre alten Zündapp-Maschinen – meist bestens restauriert – in Ehren.

Ein Film von Malte Burdekat, Julia Thomas & Thomas Steigerwald  •  Länge: 15 Min.

auf DVD erhältlicher Film Dieser Film ist auf DVD erhältlich.
Februar 2011

Das Dorf braucht seinen Laden

Wo sollten die weitgehend immobilen Alten sonst einkaufen?

Postämter, Lebensmittelläden, Handwerker – immer öfter verschwinden sie aus den Dörfern unserer Region. Die ländliche Infrastruktur verfällt langsam, aber stetig. Die Dorfbewohner pendeln zur Arbeit in die nahegelegenen Großstädte, und auf dem Rück­weg kaufen sie in den Supermärkten oder einem der den Städten vorgelagerten Ein­kaufszentren die Dinge des täglichen Bedarfs.

Auch die Kinder können nur im Dorfladen 'shoppen' gehen

Und wenn man abends feststellt, dass das Salz vergessen wurde, schaut man noch schnell im Dorfladen vorbei – solange es den noch gibt. Nur vom Verkauf des Salzes wird der allerdings kaum überleben können. Was aber, wenn er zu macht? Brauchen die Dörfer ihre Läden wirklich?

Ein Film von Monika Zurhake und Jochen Vetter

September 2010

Ein Schloss voller Musik

Musik ist der Lebensinhalt von Jan Kobow

Jan Kobow, ein international gefragter Tenor, hat vor gut zehn Jahren mit seiner Tante Schloss Seehaus in Markt Nordheim (Mittelfranken) geerbt. Nachdem er das Schloss weitgehend renoviert hat, sind den ganzen Sommer über bei ihm Musiker zu Gast, proben, machen CD- und Rundfunkaufnahmen und geben auch oft qualitativ hochrangige Konzerte auf dem Schloss. So ist es inzwischen ein Geheimtipp für Musik­liebhaber weit über die engere Region hinaus geworden.

Jan Kobow fährt aus

Ein Film von Monika Zurhake und Jochen Vetter  •  Länge: 13:30 Min.

Juni 2010

Herrscher über viele Völker – aber ohne Land

Matthias Rühl beim Imkern

Ein Imker kämpft für das Überleben der Bienen – In der Region als polarisierender Unruhestifter umstritten, in seiner Fachkenntnis aber von allen anerkannt: Matthias Rühl, Vorsitzender der Imker des Landkreises Neustadt/Aisch. Sein Alltag ist geprägt vom zunehmenden Überlebenskampf seiner Bienen, denen landwirtschaftliche Naturverwertung und dekoratives Naturverständnis schwer zu schaffen machen.

Beim Schulen des Nachwuchses

Ein Film von Monika Zurhake und Jochen Vetter  •  Länge: 13:30 Min.

Juni 2007

Aufbruch in die Zukunft

Mit dem Hammelschießen ging es los

Auch auf dem Land stirbt die Mehrgenerationen-Familie langsam aus. Schleichend wurde dieses Solidarprinzip im Verlauf der letzten 15 Jahre aufgeweicht. Der Bürgermeister der Gemeinde Langenfeld, Reinhard Streng, ist gemeinsam mit den Frauen der dörflichen Gymnastikgruppe aufgebrochen, das Dorf sozial zukunftsfähig zu machen. Die »Dorflinde« soll entstehen, ein Mehrgenerationenhaus mit Gast- und Tagespflege, Betreuungsangeboten, Serviceangeboten, Regionaltheke…

Das Bürgerbüro ist eröffnet

Da gibt es viel zu tun, vor allem aber muss die Mehrheit der Dorfbewohner ins Boot geholt werden, denn die Männer sind noch immer der Meinung, das machen wir selbst – und überlassen die Pflege der Senioren dann doch den Frauen. Der Film zeigt das zähe Ringen des Bürgermeisters und der Frauen, die mit jedem Erfolg – aber auch nach jedem Rückschlag – noch engagierter kämpfen.

Ein Film von Monika Zurhake und Jochen Vetter  •  Länge: 12:30 Min.

November 2006

Schule als Lebenschance?

Eva wagt den Absprung

Jugendliche auf dem Land erleben die aktuellen Probleme auf dem Arbeitsmarkt oftmals besonders hautnah: geringes Lehrstellenangebot, stark eingeschränkte Fortbildungsmöglichkeiten, meist recht lange Anfahrtswege… Das BSZ in Scheinfeld bietet gerade diesen Jugendlichen eine Chance: Mit guter Laune, originellen Angeboten und einer Pädagogik, die den Jugendlichen Lust auf Lernen macht.

Auch der Lehrer engagiert sich nach Kräften

Ein Film von Monika Zurhake und Jochen Vetter  •  Länge: 12:30 Min.

April 2006

»Wir bleiben hier, dafür kämpfen wir!«

Sechs Wochen lang wurden die Mitarbeiter bei ihrem Kampf um ihren Arbeitsplatz mit der Kamera begleitet – angefangen von der Lichterkette um das AEG-Werk am 12. Dezember 2005 bis zur Wiederaufnahme der Arbeit am 7. März 2006.

Noch besteht Hoffnung, dass es bei AEG weiter geht

Entstanden ist ein bewegendes Portrait von Menschen und deren Wut: »Die hauen ab und lassen uns hier auf der Strasse und denen ist scheissegal, was wir da machen», Hoffnungen: »Ich hoffe, dass dieses Werk bleibt. Das ist meine Zukunft und Stabilität.« und Ängsten: »Das wird hart. Ja, ich hab ja zwei noch Kinder, wo in die Schule gehen.«

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 16 Min.

preisgekrönter Film Dieser Film hat eine Auszeichnung bekommen.
Mai 2005

Zwischen Bioland und Bremsertour – Eine Region bewegt sich

Biolandschaft Ehegrund

Der südliche Steigerwald, abseits von Autobahn und Großindustrie, ist ein struktur­schwaches Gebiet. Bauernhöfe werden aufgegeben, Gasthöfe schließen, zur Arbeit pendelt man bis nach Nürnberg und die jungen Leute wandern ab. »Das darf nicht so weiter gehen», sagten sich vor ca. 10 Jahren die Bewohner.

Biolandwirt Hans Pflüger

Mittels EU-Förderung für strukturschwache ländliche Regionen entwickelten sie Konzepte mit dem Schwerpunkt Direktvermarktung, sanfter Tourismus und Ökologie.

Ein Film von Monika Zurhake und Jochen Vetter  •  Länge: 12:30 Min.

Juli 2003

Oasen der Sinne

Vorbereitungen zum Bau eines Barfußweges

Münchsteinach ist ein kleiner Ort im Steigerwald. Um überleben zu können, versucht man hier Touristen anzuziehen. Um dies auch in ökologisch sinnvoller Art zu tun, haben sich Kommunalpolitiker und Vertreter von Umweltorganisationen zusam­mengesetzt und nach Lösungen gesucht. Unter dem Titel »Oasen der Sinne« entstand ein 6 km langer Rundwanderweg, der den Wanderer mit all seinen Sinnen ansprechen will. Mit Erlebnisstationen wie Barfußweg oder Waldtelefon sollen die Sinne der Besucher angesprochen werden.

Die Bäume beim Wachsen belauschen

Ein Film von Monika Zurhake und Jochen Vetter  •  Länge: 12:30 Min.

Januar 2002

Gemeine Gegenden, hässliche Orte

In jeder Stadt gibt es Orte und Ecken, in denen niemand gerne leben möchte. Man fährt vorbei, entsetzt vom bloßen Anblick: Orte eingekeilt vom Verkehr, umgeben von Bahnen und Industrie, laut, vernachlässigt, hässlich. Gemeint sind nicht nur die bekannten Problemviertel, nicht die so genannten Slums. Oft sind es auch relativ neue Bauten, aber ohne Atmosphäre – eisige Behältnisse, von denen man sich nicht vorstellen kann, dass jemand darin glücklich werden kann. Ein Portrait gegen Struktur gewordene Apathie im Städtebau.

Ein Film von Ralf Huwendiek und Thomas Steigerwald  •  Länge: 15 Min.

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