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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


Juli 2011

Paradiesische Zustände? Das generalsanierte Staatsschauspiel Nürnberg nach einer Spielzeit

»Paradiesische Zustände«: Während anderenorts Theater vor Kürzung oder gar Schließung zittern müssen, wurde das Schauspielhaus in Nürnberg zwei Jahre lang aufwendig generalsaniert. Nach einer langen Durststrecke, in der sich Künstler und Publikum mit provisorischen Spielstätten auseinandersetzen mussten, wurde die Sanierung im Herbst letzten Jahres abgeschlossen.

Blick vom Dach des sanierten Schauspielhauses auf die benachbarte Staatsoper

Unter dem Motto »Paradiesische Zustände« zeigte das erst vor wenigen Jahren zum Staatstheater erhobene neue Haus nach dem Umbau zahlreiche Ur- und deutsche Erstaufführungen, aber auch Inszenierungen von Klassikern. Welche Erfahrungen haben Verantwortliche und Künstler in der ersten Spielzeit gemacht? Wie steht es um das Verhältnis von Kunst und Technik? Hat sich der Aufwand gelohnt?

Szenenbild aus »Enron«

Barbara Bogen hat Vorstellungen und Proben beobachtet, hat Regisseure, Schauspie­ler, Dramaturgen sowie den Schauspielchef Klaus Kusenberg befragt: Wie paradie­sisch war sie – die erste Spielzeit?

Ein Film von Barbara Bogen und Thomas Steigerwald  •  Länge: 15 Min.

auf DVD erhältlicher Film Dieser Film ist auf DVD erhältlich.
Juli 2011

Videos von den Präsentationen der Investoren für einen neuen »Einkaufsschwerpunkt« in Fürth

Am Donnerstag, dem 7. Juli 2011, stellten drei Investorengruppen dem Projektbeirat, den Stadtrats-Mitgliedern, dem Baukunstbeirat, dem Arbeitnehmerbeirat, dem Behin­dertenbeirat sowie der Presse ihre Konzepte für eine Neugestaltung der Fürther Innen­stadt vor. Der etwas sperrig benannte »Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße« soll dazu beitragen, dass Fürth die teilweise an die Nachbarstädte verlorene Kaufkraft wieder zurückgewinnt und die auf Grund ihrer gut erhaltenen historischen Bausubstanz attraktive Innenstadt zu neuem Leben erweckt wird.

Medien PRAXIS e.V. war bei der Vorstellung der Konzepte dabei und hat aus den Präsentationen drei Zusammenfassungen erstellt, die wir hiermit der Öffentlichkeit zugänglich machen. Wir möchten damit einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass dieser für die Stadt Fürth so wichtige und weitreichende Entscheidungsprozess mög­lichst transparent vonstatten gehen kann.

Präsentation des Investors ATP/Ten Brinke Video auf YouTube anschauen Präsentation des Investors ATP/Ten Brinke
Präsentation des Investors Fondara Video auf YouTube anschauen Präsentation des Investors Fondara
Präsentation des Investors MIB Video auf YouTube anschauen Präsentation des Investors MIB

Drei (gekürzte) Mitschnitte von J. Thomas und Th. Steigerwald  •  je ca. 11 Min.

Oktober 2010

Geboren in Fürth – 100 Jahre Nathanstift

Augsburger Diakonissen mit Babies im Nathanstift

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lag die Säuglingssterblichkeit in Fürth bei fast 30%. Um diese Situation zu verbessern, spendete der in Fürth aufgewachsene Jude Alfred Nathan der Stadt 300.000 Goldmark zur Errichtung einer Stiftung. Damit wurde ein Wöchnerinnen- und Säuglingsheim gebaut, das vor allem ledigen und in ärmlichen Ver­hältnissen lebenden Frauen zu gute kam. Die 1909 fertiggestellte Einrich­tung konnte bereits im ersten Jahr ihres Bestehens die Säuglingssterblichkeit auf 10% drücken. Das Nathanstift wurde zum bayernweiten Vorzeigeprojekt.

Eines von rund 1600 Neugeborenen, die jährlich im Nathanstift zur Welt kommen

Viele Fürther sind stolz, im Nathanstift geboren zu sein. Zu Ehren des großen Stifters wird auch die neu erbaute Frauenklinik den Namen »Nathanstift« tragen. Für den Eingangsbereich hat der Grafiker Armin Stingl ein Fotomosaik entworfen. Der Film portraitiert den Menschen Alfred Nathan und sein segensreiches Handeln für die Stadt Fürth und begleitet die Entstehung des aus Fotos von im Nathanstift geborenen Menschen erstellten Mosaiks.

Einweihung des Portraitmosaiks im Eingangsbereich von Nathanstift/Frauenklinik

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 27 Min.

auf DVD erhältlicher Film Dieser Film ist auf DVD erhältlich (zum Sonderpreis von € 12,--).
März 2010

Einkaufsstadt Fürth – quo vadis?

Ein-Euro-Shops und Handy-Läden beherrschen derzeit das Bild der Fürther Fußgängerzone

Fürth – Wissenschaftsstadt…, Denkmalstadt…, Einkaufsstadt… Einkaufsstadt…? Fürth…? Auf diese Idee kommt man wahrscheinlich nicht, wenn man an die fränkische Großstadt mit der 1000-jährigen Geschichte denkt. Denn zum Einkaufen fährt ein Großteil der Fürther immer öfter in die Nachbarstädte Nürnberg und Erlangen. Insbe­sondere im Bekleidungsbereich mussten in den letzten Jahren immer mehr Geschäfte schließen. Die zu geringe Kundenfrequenz hat zu Umsatzeinbrüchen geführt, so dass viele Einzelhändler Verluste machen.

Ladentheater am verkaufsoffenen Sonntag in der Fürther Innenstadt

Hinzu kommt, dass das in die Jahre gekommene Einkaufszentrum City-Center einen großen Leerstand verzeichnet und in der angrenzenden Fußgängerzone Ein-Euro-Shops und ein Dutzend Handyläden Geschäfte mit qualitativ hochwertigem Angebot verdrängt haben. Mit phantasievollen Aktionen versuchen Stadt und Einzelhandel den Negativtrend zu stoppen, bisher aber mit wenig Erfolg. Allen Beteiligten ist klar: es muss etwas passieren, wenn der Fürther Einzelhandel auf Dauer überleben soll.

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 30 Min.

Januar 2002

Gemeine Gegenden, hässliche Orte

In jeder Stadt gibt es Orte und Ecken, in denen niemand gerne leben möchte. Man fährt vorbei, entsetzt vom bloßen Anblick: Orte eingekeilt vom Verkehr, umgeben von Bahnen und Industrie, laut, vernachlässigt, hässlich. Gemeint sind nicht nur die bekannten Problemviertel, nicht die so genannten Slums. Oft sind es auch relativ neue Bauten, aber ohne Atmosphäre – eisige Behältnisse, von denen man sich nicht vorstellen kann, dass jemand darin glücklich werden kann. Ein Portrait gegen Struktur gewordene Apathie im Städtebau.

Ein Film von Ralf Huwendiek und Thomas Steigerwald  •  Länge: 15 Min.

Januar 1999

Mobilität ohne Lärm und Smog?
Droht Nürnberg der Verkehrsinfarkt?

Szenenfoto

Viele Städte drohen im Verkehr zu ersticken. Wer es sich leisten kann, kehrt der Stadt den Rücken und zieht ins Umland. Jeden Morgen und Abend ergießt sich ein immer größerer Verkehrsstrom über die Ein- und Ausfallstraßen der Großstädte. Im Großraum Nürnberg wird seit einiger Zeit versucht, eine Lösung für dieses Problem zu erarbeiten. Die Ideen reichen von einem ausgeweiteten Verkehrsbund bis weit ins Umland, über Bringdienste bei Einkäufen bis hin zu Überlegungen, die U-Bahn über die Gleisanlagen der Bundesbahn bis weit in die Region zu erweitern. Erfolge sind bisher allerdings nur beschränkt zu verzeichnen. Wie können Städte wieder zu einem attraktiven Lebensraum werden? Wie muss eine Stadtpolitik bzw. Verkehrspolitik für das 21. Jahrhundert aussehen?

Ein Film von Andrea Bothe und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12:30 Min.