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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


April 2012

Bildung für alle – Die Straßenkreuzer Uni

Dr. Thomas Heyden vom Neuen Museum Nürnberg beim Vortrag: Schönheit in der Kunst

Für Menschen, die aufgrund ihrer Biografie oder ihrer sozialen Stellung kaum mit einem universitären Bildungsangebot in Berührung kommen, rief der Verein Straßen­kreuzer e.V. vor zwei Jahren die Straßenkreuzer Uni ins Leben. Das Vorlesungs­angebot ist kostenlos und wendet sich in erster Linie an Frauen und Männer aus Einrichtungen der Obdachlosenhilfe. Der Anspruch der Organisatoren ist es, wissen­schaftliche Zusammenhänge verständlich zu vermitteln und Interessierte ohne Zugangs­schwelle an spannende Wissensgebiete heranzuführen. Dabei soll niemand ausgeschlossen werden, doch vielen Besuchern der Veranstaltungen fehlt es nicht nur am Geld, andere Bildungsangebote wahrzunehmen, sondern auch am dazu nötigen Selbstbewusstsein: »Es ist einfacher, zu so einer Veranstaltung zu gehen, wenn man weiß, die Leute haben alle eine ähnliche Geschichte wie ich, ich muss mich da nicht irgendwie vorstellen, rechtfertigen, ich werd’ nicht irgendwie komisch angeguckt.«

Zum Semesterabschluss gibt es Urkunden für erfolgreiche Teilnahme

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 25 Min.

Juli 2011

Paradiesische Zustände? Das generalsanierte Staatsschauspiel Nürnberg nach einer Spielzeit

»Paradiesische Zustände«: Während anderenorts Theater vor Kürzung oder gar Schließung zittern müssen, wurde das Schauspielhaus in Nürnberg zwei Jahre lang aufwendig generalsaniert. Nach einer langen Durststrecke, in der sich Künstler und Publikum mit provisorischen Spielstätten auseinandersetzen mussten, wurde die Sanierung im Herbst letzten Jahres abgeschlossen.

Blick vom Dach des sanierten Schauspielhauses auf die benachbarte Staatsoper

Unter dem Motto »Paradiesische Zustände« zeigte das erst vor wenigen Jahren zum Staatstheater erhobene neue Haus nach dem Umbau zahlreiche Ur- und deutsche Erstaufführungen, aber auch Inszenierungen von Klassikern. Welche Erfahrungen haben Verantwortliche und Künstler in der ersten Spielzeit gemacht? Wie steht es um das Verhältnis von Kunst und Technik? Hat sich der Aufwand gelohnt?

Szenenbild aus »Enron«

Barbara Bogen hat Vorstellungen und Proben beobachtet, hat Regisseure, Schauspie­ler, Dramaturgen sowie den Schauspielchef Klaus Kusenberg befragt: Wie paradie­sisch war sie – die erste Spielzeit?

Ein Film von Barbara Bogen und Thomas Steigerwald  •  Länge: 15 Min.

auf DVD erhältlicher Film Dieser Film ist auf DVD erhältlich.
Juli 2011

Videos von den Präsentationen der Investoren für einen neuen »Einkaufsschwerpunkt« in Fürth

Am Donnerstag, dem 7. Juli 2011, stellten drei Investorengruppen dem Projektbeirat, den Stadtrats-Mitgliedern, dem Baukunstbeirat, dem Arbeitnehmerbeirat, dem Behin­dertenbeirat sowie der Presse ihre Konzepte für eine Neugestaltung der Fürther Innen­stadt vor. Der etwas sperrig benannte »Einkaufsschwerpunkt Rudolf-Breitscheid-Straße« soll dazu beitragen, dass Fürth die teilweise an die Nachbarstädte verlorene Kaufkraft wieder zurückgewinnt und die auf Grund ihrer gut erhaltenen historischen Bausubstanz attraktive Innenstadt zu neuem Leben erweckt wird.

Medien PRAXIS e.V. war bei der Vorstellung der Konzepte dabei und hat aus den Präsentationen drei Zusammenfassungen erstellt, die wir hiermit der Öffentlichkeit zugänglich machen. Wir möchten damit einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass dieser für die Stadt Fürth so wichtige und weitreichende Entscheidungsprozess mög­lichst transparent vonstatten gehen kann.

Präsentation des Investors ATP/Ten Brinke Video auf YouTube anschauen Präsentation des Investors ATP/Ten Brinke
Präsentation des Investors Fondara Video auf YouTube anschauen Präsentation des Investors Fondara
Präsentation des Investors MIB Video auf YouTube anschauen Präsentation des Investors MIB

Drei (gekürzte) Mitschnitte von J. Thomas und Th. Steigerwald  •  je ca. 11 Min.

Mai 2011

Die Kultur- und Kreativwirtschaft – mit einem neuen Begriff zu mehr Akzeptanz?

Was haben der Taxifahrer, die Floristin oder die Grafikerin mit der Oper zu tun? Welche Bedeutung haben Kultur- und Kreativorte für die Identität einer Stadt? Warum sehen die meisten Menschen Kultur nicht als Wirtschafts-, sondern als Kostenfaktor? So oder ähnlich lauteten einige Fragestellungen, die von der Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum im Rahmen des Festivals »made in…« zur Diskussion gestellt wurden.

Was hat der Taxifahrer mit der Kultur- und Kreativwirtschaft zu tun?

Ziel der Verantwortlichen war es, auf die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft hinzuweisen, die laut Aussagen von Kulturstaatsminister Bernd Neumann »höher einzuschätzen ist als die ganze chemische Industrie, und wenn sie den Anteil der Kultur- und Kreativwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt nehmen, dann ist der etwa so stark wie der der gesamten Automobilindustrie«. Kultur kostet dem­nach nicht nur, sondern sie sorgt auch für Wertschöpfung.

Kreativwirtschaftschaftler auf dem Weg in die Kulturwerkstatt auf AEG

Aber kann die Etablierung eines Begriffs zu einer anderen Sicht auf die Kultur führen oder werden dadurch die Grenzen zu dem, was Kunst und Kultur ausmacht, verwischt? Und was halten die Kulturschaffenden und Künstler davon, dass sie mit Spiele­entwicklern, Architekten und anderen Kreativwirtschaftlern mehr oder weniger unge­fragt in einen Topf geworfen werden?

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 16 Min.

auf DVD erhältlicher Film Dieser Film ist auf DVD erhältlich.
März 2011

Begegnungsstube Medina e.V. – Brückenbauer zwischen den Religionen

1995 von jungen deutschen und türkischen Muslimen gegründet, befindet sich die Begegnungsstube Medina in der Nürnberger Südstadt in einem gewöhnlichen Miets­haus, von außen kaum erkennbar. Ihre Vereinsmitglieder versuchen mit großem ehren­amtlichem Engagement, Vor­urteile gegenüber dem Islam abzubauen und den Menschen den Unterschied zwischen ihrer Religion einerseits und einem von Traditio­nen und kulturellen Überlieferungen geprägten Handeln mancher Muslime anderer­seits näher zu bringen.

Um in die Welt des Islams einzutauchen, tragen die Teilnehmer bei den Führungen in der Begegnungsstube Medina traditionelle Kleidung

Sie beteiligen sich an Veranstaltungen zum interreligiösen Austausch, betreiben ein Begegnungszentrum mit Museum und Moschee, welches auch Andersgläubigen offen­steht, und laden unterschiedlichste Gruppen in die Vereinsräume ein, um sie über ihre Religion zu informieren. Dabei versuchen sie, den Menschen zu vermitteln, dass Ehrenmorde, Zwangsehen oder Frauenunterdrückung auf alte Traditionen zurück­gehen, aber nichts mit ihrer Religion zu tun haben, eigentlich sogar im Widerspruch zu dem stehen, was im Koran geschrieben steht.

Interkulturelle Modenschau beim Nevrozfest der Begegnungsstube Medina

Der keinem islamischem Verband angehörende Verein hat es durch seine Arbeit geschafft, das Vertrauen von vielen Organisationen zu gewinnen. Über 10.000 Menschen haben allein im letzten Jahr die kostenlosen und von den Vereinsmitglie­dern auf ehrenamtlicher Basis durchgeführten Angebote von Medina wahr­genommen. Inzwischen besuchen sogar Bundeswehrsoldaten und Polizeianwärter die Begegnungs­stube, um sich über den Islam zu informieren.

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 28 Min.

Video auf YouTube anschauen Von diesem Film gibt es einen Ausschnitt auf YouTube.
auf DVD erhältlicher Film Dieser Film ist auf DVD erhältlich.
Januar 2011

Kunst in Fürth – Geistige Nahrung oder überflüssiger Luxus?

Protestaktion vor der kunst galerie fürth

Seit acht Jahren gibt es in Fürth eine kleine kommunale Kunstgalerie. Trotz ihrer von allen Seiten hochgelobten Arbeit droht im Herbst 2010 die Schließung. Finanz­krise und Insolvenz des Versandhauses Quelle haben zu massiven Einbrüchen beim Gewerbesteueraufkommen geführt – die Stadt muss 20 Millionen Euro einsparen. Da sich die städtische Galerie außerstande sieht, eine Kürzung ihres Budgets zu verkraften, schlägt die Stadtverwaltung die Schließung der Einrichtung vor.

Jana Mantel bei einer kunstpädagogischen Führung mit Kindergartenkindern

Mit Unterschriftenaktionen, Solidaritätsveranstaltungen und der Hilfe von Sponsoren kann dies zumindest vorläufig verhindert werden. Was bleibt, ist die Frage nach dem Stellenwert bildender Kunst in Zeiten leerer Kassen: Ist sie ein teurer Luxusartikel, der nur bei wenigen Bürgern auf Interesse stößt und deshalb verzichtbar ist, oder gehört sie – und die Auseinandersetzung mit ihr – zur Grundversorgung der Bevöl­kerung – auch in einer kleinen, aber eben doch Großstadt wie Fürth?

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 18 Min.

auf DVD erhältlicher Film Dieser Film ist auf DVD erhältlich.
Februar 2009

Mit bunten Ideen gegen rechte Ideologie

Szenenfoto

Unter dem Motto »Gräfenberg ist bunt« wehrt sich das 2006 ins Leben gerufene Gräfenberger Bürgerforum mit phantasievollen und kreativen Aktionen gegen monatliche Aufmärsche der NPD und ihrer Sympathisanten, die einen freien Zugang zum über der Stadt gelegenen Kriegerdenkmal fordern, um dort sogenannte nationale Heldengedenken durchzuführen.

Szenenfoto

Die jahrelangen Versuche der Bürger dieser kleinen Gemeinde am Rande der fränkischen Schweiz, sich gegen Rechtsextremisten zu wehren, haben inzwischen bundesweite und internationale Aufmerksamkeit ausgelöst und zu mehreren Auszeichnungen der Bürgerinitiative für ihr gesellschaftspolitisches Engagement geführt. Ein Film, der Einblick gibt in die Beweggründe von Menschen, die sich gegen die Verbreitung rechtsradikalen Gedankengutes zur Wehr setzen.

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 35 Min.

Dezember 2008

Mehrbettzimmer statt Einzelausstellung

Sisay Shimeles steht kurz vor Beendigung seines Kunststudiums in Äthiopien, als er einen Wettbewerb zur Ausgestaltung des Expostandes seines Heimatlandes in Hannover gewinnt. Der junge Künstler empfindet dies als große Ehre und kommt nach Deutschland, um 12 große Wandgemälde für den Äthiopischen Pavillon zu malen.

Sisay in der Zentralstelle für Asylbewerber

Sisay, zum damaligen Zeitpunkt politisch völlig unerfahren, nimmt die Aufgabe sehr ernst und versucht, in den Bildern neben den schönen und faszinierenden Seiten auch die vorhandenen Probleme in seiner Heimat darzustellen. So entsteht ein Bild, das auf die von Hungersnot und Krieg geprägte Realität Äthiopiens Bezug nimmt.

Der Maler Sisay Shimeles

Dieses Bild verändert Sisays Situation entscheidend. Wenige Wochen vor Eröffnung der Expo kommen Regierungsmitarbeiter nach Deutschland. Sie entscheiden, das Bild nicht auszustellen und erklären Sisay zur unerwünschten Person. Von einem Tag auf den anderen wird aus dem ambitionierten jungen Künstler ein politischer Flüchtling. Der Film begleitet den Künstler bei seinem Versuch, in Deutschland eine neue Heimat zu finden und zeigt dabei einen Menschen, der trotz vieler Tiefschläge nicht aufgehört hat, an das Gute im Menschen zu glauben.

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 48 Min.

Februar 2006

Ein-Euro-Jobs – Sprungbrett oder Abstellgleis?

Szenenfoto

Um die Arbeitswilligkeit von Langzeitarbeitslosen zu prüfen, wurden Ende 2004 die so genannten Ein-Euro-Jobs eingeführt. Im Großraum Nürnberg kam es jedoch kaum zu Zwangsverpflichtungen, da die Arbeitsgemeinschaften von einer großen Zahl Freiwilliger überrollt wurden – die ALG-II-Bezieher wollen sich mit dem Ein-Euro-Job ein Zubrot verdienen und hoffen, so wieder eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden.

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12:30 Min.

September 2002

Globalisierung menschlich gestalten

Die Anzahl der Kritiker der derzeitigen Globalisierungspolitik wird immer größer. Selbst die Kirchen melden sich immer stärker zu Wort, sehen Zusammenhänge zwischen einem drohenden Religionskrieg und politischem Handeln in der so­genannten ersten Welt und engagieren sich in entsprechenden Organisationen. Auf der anderen Seite wird auch von großen Teilen der sogenannten Globalisierungs­gegner nicht bestritten, dass wir den immer stärker wachsenden Güter- und Waren­austausch nicht wieder komplett rückgängig machen können. Wie also kann eine verantwortliche und auf Gerechtigkeit und Ausgleich zielende Lösung des Problems aussehen? Was kann der Einzelne dafür tun?

August 2002

Worte statt Waffen

Die bundesdeutsche Bevölkerung ist mehrheitlich für die friedliche Lösung von Konflikten. Andererseits ist so gut wie kein Vorschlag zu hören, wie mit dem Problem von terroristischen Anschlägen umgegangen werden soll. Einzig die Rede des Dalai Lama mit der Forderung, die Lösung des Konfliktes nicht nur Politikern zu überlassen, sondern auch Künstler und Wissenschaftler in die Gedankenprozesse mit einzubeziehen, hat eine gewisse Resonanz in der Presse gefunden. Ein Ansatz oder ein verzweifelter, wie Politiker sagen, untauglicher Versuch einer Alternative zur derzeitigen Problemlösungsstrategie? POINT hat Menschen in der Region besucht, die nach Lösungsvorschlägen suchen.

Mai 2002

Machen Mobilfunkstrahlen krank?

Nach der Versteigerung der UMTS-Lizenzen investieren die Mobilfunkbetreiber in immer neue Sendeanlagen, um so die neue Technik flächendeckend anbieten zu können. Gleichzeitig hat sich in den letzten 12 Monaten die Anzahl der Handys in Deutschland verdoppelt. Dies bedingt, dass neue Sendeanlagen gebaut werden – auch in Wohngebieten und immer öfter auf Wohngebäuden. Für viele Bürger Grund genug, sich zu wehren und sich in Bürgerinitiativen zusammen zu schließen. Ihre Befürch­tungen: die von den Anlagen ausgehenden Strahlen könnten Krankheiten auslösen.

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