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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


April 2012

Bildung für alle – Die Straßenkreuzer Uni

Dr. Thomas Heyden vom Neuen Museum Nürnberg beim Vortrag: Schönheit in der Kunst

Für Menschen, die aufgrund ihrer Biografie oder ihrer sozialen Stellung kaum mit einem universitären Bildungsangebot in Berührung kommen, rief der Verein Straßen­kreuzer e.V. vor zwei Jahren die Straßenkreuzer Uni ins Leben. Das Vorlesungs­angebot ist kostenlos und wendet sich in erster Linie an Frauen und Männer aus Einrichtungen der Obdachlosenhilfe. Der Anspruch der Organisatoren ist es, wissen­schaftliche Zusammenhänge verständlich zu vermitteln und Interessierte ohne Zugangs­schwelle an spannende Wissensgebiete heranzuführen. Dabei soll niemand ausgeschlossen werden, doch vielen Besuchern der Veranstaltungen fehlt es nicht nur am Geld, andere Bildungsangebote wahrzunehmen, sondern auch am dazu nötigen Selbstbewusstsein: »Es ist einfacher, zu so einer Veranstaltung zu gehen, wenn man weiß, die Leute haben alle eine ähnliche Geschichte wie ich, ich muss mich da nicht irgendwie vorstellen, rechtfertigen, ich werd’ nicht irgendwie komisch angeguckt.«

Zum Semesterabschluss gibt es Urkunden für erfolgreiche Teilnahme

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 25 Min.

Dezember 2011

Es war nicht immer normal, verschieden zu sein

Wilhelm Löhe gründete 1854 die Diakonissenanstalt Neuendettelsau und nahm dort neben Alten und Kranken, erstmals in Bayern, auch Menschen mit geistiger Behin­derung auf. Löhe ging davon aus, dass geistig behinderte Menschen bildungs­fähig sind. Von daher liess er sie unterrichten und sorgte für Beschäftigung.

Abtransport von Bewohnern aus einem Heim der Diakonissenanstalt Neuendettelsau, Frühjahr 1941

Doch die von Charles Darwins Evolutionstheorie ausgelöste Diskussion über die soge­nannte Rassenhygiene führte bereits in den 1920er Jahren zu ersten Irritationen. Wissenschaftler und Ärzte diskutierten, ob man »unwertes Leben«, und dazu zählten auch geistig behinderte Menschen, ausmerzen müsse. Wozu dies im Dritten Reich führte, ist bekannt. Doch auch nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden Menschen mit geistiger Behinderung weiter diskriminiert. Erst durch die von betroffenen Eltern überall in Deutschland gegründeten »Lebenshilfen« verbesserte sich langsam die Situation.

Jochen Kiener arbeitet seit 26 Jahren mit großer Begeisterung in den Dambacher Werkstätten der Lebenshilfe Fürth

Der Film zeigt, wie sich der Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute verändert hat.

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 18 Min.

auf DVD erhältlicher Film Dieser Film ist auf DVD erhältlich.
November 2011

Die Medien PRAXIS sucht Medien PRAKTIKER!

Die Produktion hochwertiger Dokus, Portraits und Reportagen ist nicht nur der mit Leidenschaft betriebene Satzungszweck unseres Vereins Medien PRAXIS e.V., sondern auch ein zeitlich ziemlich ausuferndes Geschäft: Neben dem trotz aller Rou­tine sehr aufwendigen Konzipieren, Drehen, Schneiden und Vertonen unserer Filme warten hinter den Kulissen noch zahlreiche begleitende Aufgaben auf uns, denen wir uns aber aus Zeitmangel nicht immer mit wünschenswerter Intensität und Beharr­lichkeit widmen können…

Cover unser DVD-Produktionen

Eine dieser spannenden Herausforderungen wäre der Vertrieb unserer ambitionierten Filmproduktionen nach der erfolgten Erstausstrahlung: Die von uns in professioneller Aufmachung hergestellten DVDs sind nicht nur für institutionelle Abnehmer (Bildungs­unternehmen, Institute, Medien-Vertriebe) interessant, sondern – je nach Thema – durch­aus auch für Privatkunden.

Wir suchen daher eine an unserer filmischen Arbeit interessierte Person zur prinzi­piell ehrenamtlichen Mitarbeit im Vorstand des Vereins. Erfahrungen im Vertrieb von Medienprodukten wären von Vorteil, sind aber nicht Bedingung: Wir sind eine kleine Truppe von motivierten Machern, denen ein gutes menschliches Mit­einander mindes­tens genauso wichtig ist wie eine formal nachgewiesene Qualifi­kation. Wer kontakt­freudig ist, keine Scheu vor Menschen hat und selbständige Initiative zeigt, bringt das Wichtigste schon mit.

Cover unser DVD-Produktionen

Auch wenn wir »nur« die freundschaftliche Aufnahme in eine kleine Gemeinschaft Gleichgesinnter bieten und kein festes Gehalt zahlen können: Eine angemessene Umsatzbeteiligung an neu generierten Einnahmezweigen ist selbstverständlich! Wer immer sich angesprochen fühlt, findet über das Impressum den kurzen Weg zu uns…

P.S.: Im operativen Bereich des Filmemachens sind uns aufgeschlossene und enga­gierte Interessenten ebenfalls stets willkommen, sofern sie sich mit unseren Themenfeldern identifizieren können und schon einige grundlegende Erfahrungen im Mediensektor gesammelt haben.

März 2011

Begegnungsstube Medina e.V. – Brückenbauer zwischen den Religionen

1995 von jungen deutschen und türkischen Muslimen gegründet, befindet sich die Begegnungsstube Medina in der Nürnberger Südstadt in einem gewöhnlichen Miets­haus, von außen kaum erkennbar. Ihre Vereinsmitglieder versuchen mit großem ehren­amtlichem Engagement, Vor­urteile gegenüber dem Islam abzubauen und den Menschen den Unterschied zwischen ihrer Religion einerseits und einem von Traditio­nen und kulturellen Überlieferungen geprägten Handeln mancher Muslime anderer­seits näher zu bringen.

Um in die Welt des Islams einzutauchen, tragen die Teilnehmer bei den Führungen in der Begegnungsstube Medina traditionelle Kleidung

Sie beteiligen sich an Veranstaltungen zum interreligiösen Austausch, betreiben ein Begegnungszentrum mit Museum und Moschee, welches auch Andersgläubigen offen­steht, und laden unterschiedlichste Gruppen in die Vereinsräume ein, um sie über ihre Religion zu informieren. Dabei versuchen sie, den Menschen zu vermitteln, dass Ehrenmorde, Zwangsehen oder Frauenunterdrückung auf alte Traditionen zurück­gehen, aber nichts mit ihrer Religion zu tun haben, eigentlich sogar im Widerspruch zu dem stehen, was im Koran geschrieben steht.

Interkulturelle Modenschau beim Nevrozfest der Begegnungsstube Medina

Der keinem islamischem Verband angehörende Verein hat es durch seine Arbeit geschafft, das Vertrauen von vielen Organisationen zu gewinnen. Über 10.000 Menschen haben allein im letzten Jahr die kostenlosen und von den Vereinsmitglie­dern auf ehrenamtlicher Basis durchgeführten Angebote von Medina wahr­genommen. Inzwischen besuchen sogar Bundeswehrsoldaten und Polizeianwärter die Begegnungs­stube, um sich über den Islam zu informieren.

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 28 Min.

Video auf YouTube anschauen Von diesem Film gibt es einen Ausschnitt auf YouTube.
auf DVD erhältlicher Film Dieser Film ist auf DVD erhältlich.
Juni 2010

Aller guten Dinge sind drei

Ralph Stenzel, der als 1. Vorstand unseres Vereins Medien PRAXIS e.V. seine langjährige Erfahrung als privater Blogger »zonebattler« einbringt und für Erstellung und Pflege unserer Webpräsenz verantwortlich zeichnet, hat jetzt ein drittes Netz-Projekt gestartet: Mit dem virtuellen Mitmach-Magazin »Fürther Freiheit« versucht er ein zeitgemäßes Ergänzungsangebot zur Lokalpresse zu etablieren, in dem auch die unbequemen Themen und Meinungen nicht unter den Tisch fallen sollen. Das Filmer-Team der Medien PRAXIS wünscht dem neuen (und neuartigen) Bürger-Blog viel aktiven Zuspruch aus der Fürther Bevölkerung!

Juni 2008

»Ich hab gedacht, die Wünsche kann man leicht erfüllen…«

Tunay Duman kam vor 30 Jahren mit einem abgeschlossenen Pharmaziestudium aus der Türkei nach Fürth, um seine Doktorarbeit in Deutschland zu machen. Doch es kam alles ganz anders, denn sein Studium wurde nicht anerkannt. Um seinen Lebens­unterhalt zu verdienen, arbeitet er als Hilfsarbeiter in der Großbäckerei Wölfel. Neben 10 Stunden Arbeit in der Firma beginnt er, Deutsch zu lernen und sich für die Probleme seiner türkischen Landsleute zu interessieren.

Tunay Duman im Labor seiner Apotheke

Er engagiert sich im türkischen Kulturverein, hilft türkischen Kindern bei den Hausaufgaben, wird in den Ausländerbeirat gewählt und sorgt als Vorsitzender von ditib dafür, dass seine Landsleute ein eigenes Kulturzentrum mit Moschee be­kommen, so dass sie auch in Fürth so etwas wie Heimatgefühle entwickeln können. Das Portrait eines Mannes, der mit seinem Engagement einiges in Fürth auf den Weg brachte.

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 31 Min.

April 2008

Bürgerinitiative Günter Düthorn

Günter Düthorn im Gespräch mit einer Patientin im Fürther Klinikum

Seit Günter Düthorn vor acht Jahren pensioniert wurde, setzt er sich für Menschen in Not ein. Er engagiert sich in der Heimbelieferung der Fürther Tafel, im Besuchsdienst der Klinikseelsorge und kämpft auf persönlicher und politischer Ebene für soziale Gerechtigkeit. 12-16 Stunden Arbeit pro Tag sind nicht selten, aber ändern will er daran nichts, denn ein »beschauliches Rentnerdasein« kommt für Günter Düthorn nicht in Frage.

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12:30 Min.

Juli 2006

»Wer spricht denn da von Ruhestand?«

Elisabeth Guhr bei Lockerungsübungen mit ihren Schauspielern

Eigentlich waren Elisabeth und Karl Heinz Guhr nach Scheinfeld gezogen, um in Ruhe ihr Rentnerdasein zu verleben. Doch dann konnten sie es doch nicht lassen: Als passionierte Theater-Menschen verwickelten sie die ganze Stadt aktiv in ein Passions­spieltheater, das alle vier Jahre stattfindet.

Das Ehepaar Guhr bespricht die Inszenierung

Ein Film von Monika Zurhake und Jochen Vetter  •  Länge: 12:30 Min.

April 2005

»Wir tun was!« Abenteuer Ehrenamt

Fast 4 Millionen Menschen engagieren sich allein in Bayern in einem Ehrenamt. Es gibt inzwischen kaum einen öffentlichen Bereich, der ohne freiwilliges Engagement auskommt. POINT stellt Menschen vor, die sich dem »Abenteuer Ehrenamt« ver­schrieben haben.

Ein Film von Julia Thomas und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12:30 Min.

November 2003

»Was früher Fremde war, ist heute Nähe«

Szenenfoto

Sie leben mitten unter uns: Migranten und Flüchtlinge aus Afrika. Sie stammen aus dem Kongo, Lesotho, Äthiopien, Nigeria, Togo, Somalia, Uganda – und sie haben viel zu bieten. Bei weitem nicht nur Trommeln oder Tanzen, wie Klischees es hierzulande Glauben machen wollen. Und sie wollen davon etwas weiter geben. Als Gäste etwas tun für das Land, in dem sie Aufenthalt gefunden haben. So engagieren sich Akademiker und Intellektuelle mit Unterstützung des gemeinnützigen Vereins »Kollegium Martin Behaim« als Gastdozenten an Schulen und Bildungseinrichtungen, um den interkulturellen Austausch zu fördern. So erhalten die rund 25 mitwirkenden Migrantinnen und Migranten die Gelegenheit, ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiterzugeben.

Ein Film von Claudia Schuller und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12:30 Min.

August 2003

Das Talauenprojekt – Lebensadern für Mensch und Natur

Die Bürgermeister tun sich zusammen

Im südlichen Steigerwald kam es immer wieder zu großflächigen Überschwemmun­gen. Das Talauenprojekt hatte sich das Ziel gesetzt, in ökologisch sinnvoller Form diese Situation zu entschärfen. Insbesondere durch verschiedene Renaturierungs­maßnahmen und Anpflanzaktionen, an denen sich viele Erwachsene und Kinder ehrenamtlich beteiligt haben, wurde ein beispielhaftes Projekt verwirklicht, das inzwischen auch von seinen Kritikern anerkannt wird.

Das Talauenprojekt bringt neue Radwege

Ein Film von Monika Zurhake und Jochen Vetter  •  Länge: 12:30 Min.

April 1999

Der Unruhezustand – aktive Senioren starten durch

Beratungsgespräch mit jungen Unternehmern

In unserer Gesellschaft zählt bisher nur die Arbeit, die entlohnt wird. Aber bezahlte Arbeit geht aus. Immer mehr Menschen werden frühzeitig in den Ruhestand geschickt oder gehören zu der Gruppe der älteren Langzeitarbeitslosen – die jungen Alten werden sie genannt – ihre Kompetenzen und Erfahrungen liegen nach dem Aus­scheiden aus dem Berufsleben brach und werden kaum noch genutzt. Kann eine Gesellschaft, die aktiv und innovativ bleiben will, auf die im Lebensverlauf gewon­nenen Kenntnisse ihrer BürgerInnen verzichten?

Beratung vor Ort in einer Firma

Einrichtungen wie Seniorenbüros und Zentren für aktive Bürger setzen sich für die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe dieser Personengruppe ein und schaffen Tätigkeitsfelder. Dadurch fühlen sich viele der jungen Alten wieder gebraucht, sie können ihr Expertenwissen und ihre Erfahrungen weitergeben und der »Pensions­schock« wird gemildert. POINT geht der Frage nach, welche Alternativen es gerade für die jungen Alten gibt und wie dabei ein Austausch zwischen jung und alt stattfinden kann, von dem beide Seiten profitieren?

Ein Film von Andrea Bothe und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12:30 Min.

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