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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


Juli 2014

BLM-Telly für Dokumentation über die Gustav­straße

Julia Thomas und Thomas Steigerwald von Medien PRAXIS e.V. wurden am Dienstag, dem 8. Juli 2014 für die Dokumentation Lebenslust, Lebensfrust – vom spannungs­reichen Leben in der Gustavstraße mit dem BLM-Telly ausgezeichnet. Der Preis wurde für die beste Reportage, Dokumentation und Sondersendung im privaten Bayerischen Fernsehen im Jahr 2013 verliehen.

Bei der Preisverleihung im Nürnberger Messezentrum im Rahmen der Lokalrundfunktage 2014

Nach dem zweiten Preis beim Medienpreis der Metropolregion ist dies bereits die zweite Auszeichnung für den Film. Die Jury hob bei der Dokumentation besonders hervor: »Dem Beitrag ist es einfach gelungen, die zwei Positionen sehr unparteiisch, aber sehr ausgewogen auch tatsächlich darzustellen und ganz klar zu sagen, so eine ideale Lösung kann es eigentlich gar nicht geben, es wird immer einer den Kürzeren ziehen. Der Beitrag hat sich dieses Themas intensiv und auch sehr sehr vorsichtig und mühevoll angenommen.« (Ausschnitt aus der Laudatio)

In der Jury waren unter anderem: Katrin Müller-Hohenstein (ZDF-Redakteurin), Katja Hofem (Geschäftsführerin Kabel 1), Philipp Walulis (Journalist Südwestrundfunk) und Walter Keilbart (Vorsitzender des Fernsehausschusses des Medienrates).

Bei der Preisverleihung im Nürnberger Messezentrum im Rahmen der Lokalrundfunktage 2014

Die beiden Filmemacher freut, dass ihre aufwendige Recherche und ihr engagierter Versuch, das Thema in einer neutralen Form aufzuarbeiten, bereits das zweite Mal als preiswürdig angesehen werden. Der Film hat in ganz Bayern Aufmerksamkeit erregt. Unter anderem diente er auch Mitgliedern des Bayerischen Landtages im Rahmen der Diskussion über eine bayernweite Verkürzung der Sperrzeit für Außen­aus­schank­flächen als wichtige Informationsquelle und wurde während der Diskussion im Landtag auch mehrmals zitiert.

Durch die Dokumentation, so die Filmemacher, ist es gelungen, die Diskussion über das Thema auf eine breitere und aufgeklärtere Basis zu stellen: »Vor der Aus­strah­lung der Dokumentation hat ja keiner mehr die Argumente der anderen Seite angehört, von daher war die Auseinandersetzung sehr stark durch Polemik gekenn­zeich­net.«, so die beiden Filmemacher. Sie bedauern, dass es nicht gelungen ist, dass sich die Parteien noch einmal an einen Tisch setzen und gemeinsam nach einer Lösung suchen. Dies, so Julia Thomas und Thomas Steigerwald, war ja das eigent­liche Ziel des Filmes, denn »letztendlich nimmt durch die Auseinandersetzung nicht nur die Gustavstraße, sondern inzwischen sogar das Ansehen der ganzen Stadt Schaden.« (Thomas Steigerwald)

Bei der Preisverleihung im Nürnberger Messezentrum im Rahmen der Lokalrundfunktage 2014

Aufgrund der Auszeichnung und der vielen Nachfragen von Bürgern aus ganz Bayern wird die zweiteilige Dokumentation am

Sonntag, dem 20. Juli 2014 um 19.30 Uhr (Teil 1) und
Sonntag, dem 27. Juli 2014 um 19.30 Uhr (Teil 2)

auf dem Sendeplatz von Medien PRAXIS e.V. wiederholt.

Ihre point-Redaktion

Video auf YouTube anschauen Vom preisgekrönten Film gibt es einen Ausschnitt auf YouTube.
Mai 2014

Medien PRAXIS e.V. erhält Preis für Doku über Gustavstraße

Am Dienstag, dem 27. Mai 2014, wurde in der Dauphin Speed Event Halle in Hersbruck der Medienpreis der Metropolregion verliehen. Von Medien PRAXIS e.V. waren zwei Filme in der Sparte Reportage und Feature nominiert. Die Dokumentation »Lebenslust, Lebensfrust – vom spannungsreichen Leben in der Gustavstraße« wurde von der Jury mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Julia Thomas und Thomas Steigerwald freuen sich über die Preis-Urkunde

Die Laudatio hielt Andrea Kuhn (Internationale Filmtage der Menschenrechte e.V.). Ein Ausschnitt: »Langzeitdokumentationen sind eher selten beim privaten Rundfunk, in diesem Jahr gab es nicht nur eine, sondern sie führte uns auch in einen beinahe epischen Konflikt in Fürth. Ausgewogen und differenziert wird da ein über Jahre schwelender Nachbarschaftsstreit spannend und informativ aufgearbeitet.« … »Ein toller Beitrag, der an dem Thema dran bleibt und die ganze Komplexität in diesem Konflikt wiedergibt.«

Mai 2014

point im Mai

Wie schwierig es oft für Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist, ein selbst­bestimmtes Leben zu führen, zeigt das Portrait von Mike und Moni aus dem Jahr 2000 (»‘Die Ziele sind die gleichen, nur der Weg dorthin ist schwerer’«). Die beiden sind inzwischen berentet und versuchen weiter, ihr Leben gemeinsam zu meistern (4. Mai, 19:30 Uhr).

Die im Anschluss ausgestrahlte Reportage »Dabei sein ist alles… geistig behinderte Sportler suchen die Begegnung« thematisiert ebenfalls den Umgang mit einem Handikap. In der mittelfränkischen Gemeinde Bruckberg sind fast die Hälfte der Bevölkerung Menschen mit Behinderung. Drei von ihnen werden in dem Film vorgestellt. Helmut und Evi, die inzwischen zusammen leben und verheiratet sind sowie Peter, dessen große Liebe damals wie heute den Pferden gehört (4. Mai, 19:45 Uhr).

Der Film »Ein Strich durch die Landschaft – die ICE-Trasse von Nürnberg nach Erfurt« aus dem Jahr 1997 gibt einen Einblick in das nach der Wiedervereinigung neu entwickelte, aber auch stark kritisierte Verkehrskonzept der Bahn. Mit 300 km/h von Nürnberg nach Erfurt, so die Vorstellungen der Deutschen Bahn. Die Kritiker befürchten allerdings, dass hierbei nicht nur ökologische Schäden in einem nicht vertretbaren Maß entstehen, sondern aufgrund der immensen Kosten für das Projekt damit auch eine Vernachlässigung des Nah- und Regionalverkehrs einhergehen wird. Nach einem Baustopp in den Jahre 1999 bis 2002 soll nun die Strecke im Herbst 2017 fertig gestellt werden (11. Mai, 19:30 Uhr).

Am 1. Mai dieses Jahres hat das Erfahrungsfeld der Sinne auf der Wöhrder Wiese wieder eröffnet. Das bundesweit einmalige und mehrmals ausgezeichnete Projekt feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Medien PAXIS e.V. wiederholt aus diesem Grund die Reportage »Sind wir noch bei Sinnen? – Eine Annäherung an die Mahnmale des Hugo Kükelhaus« aus dem Jahr 1997 (18. Mai, 19:30 Uhr).

Am Wochenende danach zeigen wir zwei Filme, die sich mit dem Ende der Produktion auf AEG beschäftigen. Zunächst die Reportage »‘Wir bleiben hier, dafür kämpfen wir’«, die Arbeiter bei ihrem sechswöchigen Streik begleitet (25. Mai, 19:30 Uhr) und direkt im Anschluss die Reportage »AEG, Arbeitslos, Hartz IV«, in der wir noch einmal ehemalige Beschäftigte mit der Kamera besucht haben (25.Mai, 19:45 Uhr).

Für den 1. Juni ist eine aktuelle Reportage von Medien PRAXIS e.V. geplant: »Neues Leben auf AEG« beschäftigt sich mit den Entwicklungen auf dem Gelände, nachdem Elektrolux die Produktion von Haushaltsgeräten nach Polen und Italien verlagert und das Nürnberger Werk geschlossen hat (1. Juni, 19:30 Uhr).

April 2014

Zwischen Fiktion und Realität

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Franken ist nicht unbedingt als besonders erfolgreiche Filmmetropole bekannt. Klaus Knoesel und Waheed Zamani haben es trotzdem geschafft, sich in dem Metier zu behaupten: Während Waheed heute Chef einer etablierten und bundesweit agierenden Postproduktionsfirma ist, arbeitet Klaus Knoesel als Regisseur für ARD und RTL und bereitet daneben einen weiteren Kinofilm vor. Die Reportage »Träume auf Zelluloid – Filmemacher aus Mittelfranken auf dem Weg nach oben« gibt einen Einblick in ihr damaliges filmisches Schaffen und lässt sie von ihren Träumen erzählen (20. April 2014, 19:30 Uhr).

Als wir uns 1998 mit dem Thema Drogenabhängigkeit beschäftigten, wurde Hausärzten gerade verboten, Abhängigen Codein als Drogen-Ersatzstoff zu verschreiben. Für viele Abhängige eine Schreckensmeldung, da sie befürchteten, wieder heroinabhängig zu werden. Die Reportage »Drogensucht – zwischen Krank­heit und Illegalität« zeigt, wie man vor knapp 20 Jahren versuchte, durch staatliche Repression das Drogenproblem zu lösen (27. April 2014, 19:30 Uhr).

Direkt im Anschluss sehen Sie den Film »Spiel mit der Sucht – neue Ansätze der Suchtprävention«. Süchte und Abhängigkeiten sind ein Thema, mit dem sich viele Menschen herumschlagen. Alkohol, Drogen, Medienkonsum, alles Dinge, von denen man sich abhängig machen kann. Umso wichtiger ist eine effiziente Suchtprävention bei Kindern. Die Reportage zeigt auf, wie man vor 20 Jahren mit dem Thema umgegangen ist (27. April 2014, 19:45 Uhr).

März 2014

20 Jahre später und kein Stückchen weiter?

Fast zwanzig Jahre sind vergangen, seitdem wir die Filme produziert haben, die Sie in den nächsten drei Wochen auf unserem Sendeplatz sehen können:

Pünktlich zur Kommunalwahl am nächsten Sonntag (16.03.2014) zeigen wir den Film »Demokratie braucht Bewegung – Bayerns Weg zu mehr Bürgermitbestimmung«. Die Reportage begleitet Menschen, die sich für direkte Demokratie und mehr Mit­bestimmung in Politik und Kirche einsetzen.

Am darauffolgenden Sonntag (23.03.2014) sehen Sie den Film »Wieviel Umwelt­schutz braucht diese Stadt? Perspektiven Nürnberger Umweltpolitik«. Damals beschloss der Stadtrat, das Umweltreferat in Nürnberg aufzulösen. Es stellte sich die Frage nach dem Stellenwert der Ökologie im Verhältnis zur Ökonomie. Kommt einem irgendwie bekannt vor, auch wenn inzwischen einige Jahre vergangen sind…

Am Sonntag, dem 30.03.2014 sehen Sie den Bericht einer Zeitzeugin aus dem »Dritten Reich«. »Von Auschwitz nach Nürnberg« ist der Titel des Filmes, in dem Eva Keszler, die ihre Eltern in Auschwitz verloren hat, von ihrer Zeit als Zwangs­arbeiterin in den Siemens-Schuckert-Werken in Nürnberg erzählt.

Am ersten Sonntag im April (06.04.2014) sehen sie dann eine neue Reportage von Medien PRAXIS e.V.: »Biohandel 2.0 – die Kahles steigen aus« handelt von zwei Menschen, die 1989 ihren ersten Bioladen eröffnet haben und damit hohe und idealistische Ziele verbanden. Sie träumten von Veränderungen im Bewusstsein der Menschen und von einem anderen, nicht vom Gewinnstreben beherrschten Wirt­schaften. Letztes Jahr, nach fast 25 Jahren in der Biobranche haben die beiden beschlossen, ihren Laden zu schließen. Ein Film, der ein Stück Geschichte der Natur­kostbewegung erzählt.

Februar 2014

point im Februar

Am kommenden Sonntag (9. Februar) zeigen wir die Reportage Leben im Alter – Wür­de oder Bürde?. Der Film zeigt, dass sich in den letzten 15 Jahren wenig an unserem Umgang mit Menschen im Alter verändert hat. Insbesondere für diejenigen, die nur eine geringe Rente erhalten, gesundheitlich angeschlagen sind und in ihrer eigenen Wohnung bleiben möchten, heißt dies meist Einsamkeit und soziale Isolation.

Obwohl immer mal wieder jemand vorbeischaut, werden die Tage oft lang. Eine der wenigen Abwechslungen bietet da die Aussicht vom Hausflur.

In der Woche danach (16. Februar) können Sie den Film Aufbruch in die Zukunft sehen. In der mittelfränkischen Gemeinde Langenfeld hat man sich zusammengetan, um das Projekt »Dorflinde« zu stemmen. Das Ziel: das Dorf sozial zukunftsfähig zu machen. Mit einem Mehrgenerationenhaus will man zum einen für ältere Menschen Dienstleistungen anbieten, zum anderen soll die Dorflinde aber auch ein Treffpunkt für alle Bevölkerungsschichten werden, die Attraktivität des Dorfes steigern und dem Abwanderungstrend der Jüngeren in die Großstadt etwas entgegen setzen.

Zweieinhalb Jahre haben sie unter der Anleitung der Schauspielerin Michaela Domes miteinander geprobt, die Mitglieder des Theaterprojektes der Straßenkreuzer Uni. Herausgekommen ist dabei ein bewegendes Theaterstück, das sehr persönliche Ein­blicke in die Lebenswelt von Menschen gibt, mit denen es das Schicksal nicht immer gut gemeint hat. Wir haben das Projekt begleitet und daraus eine mehrteilige Dokumentation erstellt. Den ersten Teil sehen Sie am Sonntag, dem 23. Februar 2014 auf un­serem Sendeplatz.

Ihre point-Redaktion

Januar 2014

Vorgeschaut und rückgeblickt

Nachdem wir schon mehrmals darauf angesprochen wurden, möglichst schon einige Zeit vor der Ausstrahlung auf unsere Reportagen und Dokumentationen hinzuweisen, möchten wir dies in diesem Jahr angehen, zumindest soweit es unsere Zeit zulässt. Hier nun also Hinweise auf die Filme der nächsten Wochen.

Dass der Inklusionsgedanken schon vor fast 15 Jahren in ersten Ansätzen gelebt wur­de, zeigt die Reportage »Tastende Schritte in den ganz normalen Alltag« über zwei blinde Mädchen, die gemeinsam ein Gymnasium in Erlangen besuchen. Inzwischen haben beide ihr Abitur bestanden und ein Studium erfolgreich abgeschlossen. Ein Beispiel für die positiven Mög­lichkeiten der Inklusion (ab Sonntag, 19.01.2014).

In der Woche darauf zeigen wir das halbstündige Portrait der Fürther Kultur­förder­preis­trägerin Julia Frischmann: »Julia Frischmann – Platz schaffen für Gedanken«. Ein Film, der einen Einblick in das Schaffen der Fürther Künstlerin gibt und nicht zuletzt durch die Einlassungen des selbsternannten Weltanschauungsbeautragten Phillipp Moll zu unterhalten weiß (ab Sonntag, 26.01.2014).

Das Thema Arbeitslosigkeit beschäftigt uns immer wieder. Zwei Filme dazu wieder­holen wir in der ersten Februarwoche (ab Sonntag, 02.02.2014):

1998 waren in Deutschland über vier Millionen Menschen arbeitslos. Die Reportage »Arbeitslos, abgeschrieben?« stellt Menschen vor, die versuchten, durch Eigen­ini­tia­tive ihre Situation zum Besseren zu wenden:

  • Reisekauffrau Jani Rettelbach macht sich selbständig. Nachdem sie in ihrem Beruf jahrelang keine Anstellung findet, eröffnet sie einen Laden, in dem sie ne­ben ausgefallener Second-Hand-Kleidung Modelle von Jungdesignern an­bie­tet.

  • Selbst von Arbeitslosigkeit betroffen, schreibt Wilfried Vogel zunächst unzäh­lige Bewerbungen, muss aber feststellen, dass er mit 49 Jahren bereits »zum alten Eisen« gehört. Deshalb ruft er 1994 die Beschäftigungsinitiative »Brücke zur Arbeit« ins Leben, mit der er 56 Menschen eine Beschäftigung verschafft, über die Hälfte davon in der freien Wirtschaft.

  • Heinrich Haußmann gründet in Nürnberg einen Tauschring. Das Ziel dieser Initiative, die sich damals in mehreren deutschen Städten gründete: Das, was man kann, bietet man an, als Gegenleitung erhält man von einem anderen Mitglied des Tauschringes auf einer Ebene Hilfe, auf der man sich selbst nicht so auskennt – und das Ganze ohne den Einsatz von Bargeld.

»Mit € 4,52 durch den Tag« zeigt das Schicksal von drei Menschen, die vor zehn Jahren mit Sozialhilfe ihren Alltag bestreiten mussten:

  • Der arbeitslose Elektroingenieur, der alkoholkrank wird und versucht, sich wieder im Alltag zurecht zu finden.

  • Die chronisch kranke 70-jährige Seniorin, die seit der Scheidung von ihrem Mann keinerlei Vermögenswerte mehr besitzt und für die die Praxisgebühr beim Arzt schon zu einem finanziellen Problem wird.

  • Die 35-jährige alleinerziehende Mutter von zwei Kindern, die neben einem Qualifizierungskurs putzen geht, um ihren Kindern zumindest kleinere Freuden machen zu können.

Wir würden uns freuen, wenn sie unsere Sendung einschalten und wünschen allen unseren Zuschauern und Lesern noch einmal alles Gute für’s Neue Jahr.

Ihre point-Redaktion

Dezember 2013

Neue Mitte Fürth: Denkmalschutz oder ein integratives Café der Fürther Lebenshilfe?

Nachdem sich die Wogen über den Abriss des Parkhotels mit dem darin befindlichen und unter Denkmalschutz stehenden Festsaal etwas gelegt haben, beschäftigt das Schicksal des ebenfalls für die Entwicklung des Einkaufsschwerpunktes »Neue Mitte« benötigten Gebäudes in der Rudolf-Breitscheid-Straße 4 die Fürther Bürger. Sollen für das von der Lebenshilfe Fürth zu betreibende Café »Samocca« bestehende Denkmal­schutz­auflagen teilweise aufgehoben werden? Eine ausführliche Zusammenfassung der Diskussion im Fürther Stadtrat finden Sie hier:

Video auf YouTube anschauen Ausschnitt aus der Fürther Stadtratsitzung vom 18.12.2013
Juli 2013

Fürth Festival 2013 in der Gustavstraße – vom Umgang mit einem Konflikt

Medien PRAXIS e.V. hat sich in den letzen 12 Monaten ausführlich mit der Fürther Gustav­straße beschäftigt. Zum einen haben wir uns in dem Film »A bissla wos vo Färdd – die Gustavstraße« mit der Geschichte der Straße befasst, zum anderen haben wir uns in der Reportage »Lebenslust, Lebensfrust – vom spannungsreichen Leben in der Gustavstraße« mit dem seit geraumer Zeit andauernden Konflikt zwischen einigen Anwohnern, Wirten und Besuchern der Gustavstraße aus­ein­an­der­ge­setzt.

Und der Konflikt schwelt weiter: Inzwischen wurden einige Prozesse geführt, ein Ende ist nicht abzusehen. So kam es im Vorfeld des Fürth Festivals im Internet zu Ge­walt­androhungen gegen einzelne Anwohner, als bekannt wurde, dass sich die Stadt auf Grund eines Gerichtsbeschlusses gezwungen sah, die Livemusik in der Gustavstraße eine Stunde früher zu beenden als in den Jahren zuvor.

Das Fürth Festival zieht viele Menschen in die Gustavstraße

Wir waren am Samstag vor Ort, haben uns selbst ein Bild gemacht und Veranstalter Thomas Schier von Vision Fürth e.V. und Helmut Ell von den Travelling Playmates zu der Situation befragt. In der Fürth-Mediathek von Medien PRAXIS e.V. ist das Video ab sofort abrufbar:

Stimmen zum Konflikt in der Gustavstraße Video auf YouTube anschauen Stimmen zum Konflikt in der Gustavstraße
Februar 2013

Vertriebspartner gesucht!

Für unsere DVD-Produktionen zu lokalen Themen aus Fürth suchen wir Einzel­händler­Innen und Gewerbetreibende vor Ort, die ihre Schaufenster-Scheibe zum Scheiben-Schaufenster machen, indem Sie unsere DVDs mit in die Auslage nehmen:

Cover von DVD-Produktionen mit Fürther Themen

Selbstverständlich gibt es keine Verpflichtungen zur Abnahme bestimmter Titel oder zu eigenen Investitionen: Der Verkauf erfolgt ausschließlich auf Kommissionsbasis, nicht verkaufte Exemplare nehmen wir jederzeit wieder zurück.

Cover von DVD-Produktionen mit Fürther Themen

Der Endverkaufspreis unserer DVDs liegt in der Regel bei € 15,–, den Jubiläumsfilm »Geboren in Fürth – 100 Jahre Nathanstift« können wir indes dank großer Auflage zum Sonderpreis von € 12,– anbieten. Die Konditionen für Wiederverkäufer können Inter­es­senten bei der Redaktion erfragen.

Februar 2013

Ein paar Gedanken zum Thema Kommunikations­kultur

Anfang dieser Woche sahen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion unter dem Artikel »Lebenslust, Lebensfrust – vom spannungsreichen Leben in der Gustav­straße« auf unbestimmte Zeit zu deaktivieren. Einige schriftliche bzw. fernmündlich (mit unterdrückter Rufnummer) geäußerte Meinungen waren derart niveaulos, dass wir dies weder akzeptieren noch veröffentlichen wollten. Wir sahen uns mit Unter­stellungen, Beleidigungen und sogar mit der Androhung bzw. Ankündigung von Straf­taten konfrontiert, die größtenteils gegen Dritte, aber zum Teil auch gegen uns aus­gesprochen wurden. In der bald 18-jährigen Schaffenszeit von Medien PRAXIS e.V. ist dies ohne Beispiel.

Damit konnten nun leider auch Kommentare von Personen, die sich die Mühe ge­macht haben, ihre Meinung sehr differenziert niederzuschreiben, nicht mehr veröf­fent­licht werden. Dass wir auf diese Weise Zensur ausüben wollen (wie vereinzelt behauptet), weisen wir entschieden zurück. Leider ist davon auch unser erklärtes Anliegen, eine offene und respektvolle Diskussion zu führen, betroffen.

Während der Austausch von Argumenten auf anderen Plattformen (Blogs, diverse Face­book-Seiten) zumindest teilweise mit Behauptungen, Unterstellungen und Diffa­mierungen untermauert wird, möchten wir eben dies auf unserer Homepage ver­hin­dern. Aus diesem Grund ist es in unserem Blog verpflichtend, Mail-Adresse und Namen anzugeben. Dies führt allerdings dazu, dass sich Menschen, die nicht alle Entwicklungen in der Gustavstraße gutheißen, sehr schwer tun, sich frei zu äußern. Sie befürchten Repressionen oder gar Mobbing. Man spricht zwar am Telefon oder persönlich offen mit uns, möchte aber auf keinen Fall, dass der eigene Name publik wird. Ängste, die anscheinend schon länger existieren: Anwohner, die sich 2011 mit einer Unterschriftsliste ans Ordnungsamt wandten, um sich über die Zunahme von Lärm-Emmissionen zu beschweren, bestanden schon damals darauf, dass die Liste vorher anonymisiert wird.

Eine ehemalige Anwohnerin spricht im Film davon, wie schade es ist, dass die ge­mäßig­ten Stimmen auf Grund der Schärfe, die der Konflikt inzwischen erreicht hat, nicht mehr gehört werden. Das sehen wir ähnlich, zumal wir immer wieder aufs Neue von Situationen erfahren, in denen versucht wird, Menschen zu beeinflussen oder unter Druck zu setzen.

Im Zusammenhang mit dem Konflikt kursieren eine ganze Reihe von Gerüchten, Unterstellungen und Behauptungen, die ehrverletzend sind, in Einzelfällen sogar straf­rechtlich relevant sein könnten. Seit wir uns mit dem Thema beschäftigen, werden wir fast täglich damit konfrontiert. Einiges war bzw. ist im Internet nachzulesen. Das meiste wird aber mündlich (ganz bewusst?) weitergegeben. Wir mussten feststellen, dass diese Aussagen nicht nur wesentlich zur Meinungsbildung beitragen, sondern sich auch oft nach dem Prinzip der »Stillen Post« verselbstständigen und mit jeder weiteren Wiedergabe an Schärfe und Dramatik zunehmen.

Wie also mit dieser Situation umgehen? Wie kann man in einer Stadt, die sich als liberal und weltoffen versteht, ein Klima erzeugen, in dem man wieder angstfrei und ohne Opfer von Polemik zu werden, seine Meinung vertreten kann? Alle, die sich dazu äußern wollen, laden wir hiermit herzlich dazu ein, dies hier zu tun. Wir bitten, dabei auf Unterstellungen zu verzichten.

PS.: Am kommenden Sonntag wiederholen wir das Kurzportrait einer Fürther Jüdin, die 1938, als 17-jähriges Mädchen nach Polen deportiert wurde. Obwohl diese Stadt Ausgangspunkt ihrer jahrzehntelangen Leidensgeschichte ist, während der sie unter anderem fünf Jahre in einem russischen Konzentrationslager zubringen musste, kehrte sie in den 1960er Jahren in ihr geliebtes Fürth zurück: Sie wollte die Ein­woh­ner dieser Stadt nicht für das, was ihr geschehen war, verantwortlich machen. Vielleicht ein gutes Beispiel dafür, dass es meist mehrere Möglichkeiten gibt, mit Si­tuationen umzugehen, selbst wenn man Unrecht erleiden musste…

Januar 2013

Neue Sendezeit

Mit dem neuen Jahr treten bei Medien PRAXIS e.V. einige Änderungen ein.

Wir senden weiterhin sonntags, ab der zweiten Januarwoche aber zu einer anderen Zeit: Die neuen Sendezeiten für point Reportagen, Dokumentationen und Portraits sind 19:30 Uhr, 21:30 Uhr und 23:30 Uhr. Außerdem wurde die Sendezeit für den jeweils ersten und letzten Sonntag im Monat auf 30 Minuten erweitert.

Zur Premiere der neuen Sendezeit am 13.01.2013 wiederholen wir die Reportage »Wir tun was!« – Abenteuer Ehrenamt aus dem Jahr 2005.

Für die Premiere der ersten halbstündigen point-Sendung am 27. Januar 2013 um 19:30 Uhr ist eine Reportage geplant, die sich mit dem Konflikt zwischen Anwohnern, Wirten und Gästen der Fürther Gustavstraße und der Rolle der Stadtverwaltung in dieser Diskussion beschäftigt.

Im Vorfeld wiederholen wir am Sonntag, den 20. Januar die im Winter 2012 erstmals ausgestrahlte Sendung »A bissla wos vo Färdd« – Die Gustavstraße, die sich mit der Geschichte der beliebten Fürther Flaniermeile beschäftigt.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch in 2013 zu unserer neuen Sendezeit um 19:30 Uhr, 21:30 und 23:30 Uhr gewogen bleiben.

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