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Medien PRAXIS - Das POINT Reportage Sendungs-Blog


Dezember 1996

Zwischen Kloster und Straße

Szenenfoto

Bruder Martin lebt in einem Franziskaner-Kloster und versucht, nach den Vor­stellungen des Gründers, dem Heiligen Franz von Assisi, zu handeln. Draußen auf der Straße und in der Ambulanz kümmert er sich um Obdachlose, Drogensüchtige und Punker. Dabei hilft er ihnen nicht nur medizinisch, sondern leistet ihnen auch sozialen und psychologischen Beistand. Als Streetworker sucht er die Leute auch nachts im Bahnhofsmilieu auf. Für Bruder Martin ist es wichtig, seine Arbeit mög­lichst unbürokratisch zu machen und nicht den moralischen Zeigefinger zu erheben. Er möchte sich als Begleiter verstanden wissen.

Ein Film von Thomas Steigerwald  •  Länge: 12:30 Min.

November 1996

Mit Gaumen und Verstand –
Ernährungsgewohnheiten auf dem Prüfstand

Weidefestival Schönbronn

Unsere Ernährungsgewohnheiten und der Wert, den wir einer gesunden und auch ökologisch sinnvollen Ernährung beimessen, lassen einige Wünsche offen. In den letzten 30 Jahren hat sich der Anteil des Einkommens, der für Nahrungsmittel ausgegeben wird, halbiert. Fastfood, Fertiggerichte und Tiefkühlkost bestimmen größtenteils die Ernährung. Fragen der Produktqualität, Herkunft und Auswirkungen tangieren dagegen die wenigsten von uns. Aber ist der Mensch nicht, was er isst?

Biobauer bei der Ernte

Ein Film von Birgit Vetter und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12:30 Min.

Oktober 1996

Ökologische Landwirtschaft – Eine Perspektive mit Zukunft?

Szenenfoto

Anhand zweier Biobauern werden Konzepte einer ökologischen Landwirtschaft und mögliche Vertriebsstrukturen vorgestellt, die mit der um vieles weiteren Entwicklung in Österreich verglichen werden. Während der Anteil der biologisch arbeitenden Land­wirte dort schon bei 15% liegt, und es so gut wie in jedem Supermarkt biologische Lebensmittel zu kaufen gibt, beträgt der Anteil in der Bundesrepublik gerade mal 2%. Ist ökologische Landwirtschaft auch für die BRD eine Perspektive für die Zukunft?

Ein Film von Birgit Vetter und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12:30 Min.

September 1996

Vom Wissen zum Handeln –
pädagogische Ansätze für eine lebenswerte Umwelt

Umweltwerkstatt des Museums im Koffer e. V.

Sinnliche Naturerfahrungen sind für uns Stadtbewohner nur sehr begrenzt zu erlebbar. Lärm, Gestank und Alltagsstress haben unsere Sinnesorgane abstumpfen lassen. Unser Wissen über ökologische Probleme bleibt so meist abstrakt und führt in den wenigsten Fällen zu konkretem Handeln.

Michael Vogtmann beim umweltpädagogischen Unterricht

Dies hat Umweltpädagogen auf den Plan gerufen. Sie möchten diesen Entwicklungen etwas entgegensetzen, in dem sie vor allem Kinder und Jugendliche von der Not­wendigkeit eines ökologischen Umdenkens zu überzeugen versuchen. Dabei steht der Gedanke im Vordergrund, dass Verantwortung für die Umwelt keine abstrakte Angelegenheit sein muss, wenn es gelingt, die eigene unmittelbare Lebensumwelt zum Lernfeld zu machen und sie so auch als gestaltbarer Raum erfahrbar wird.

August 1996

Am Himmel über Fürth –
Fliegereigeschichte auf der Atzenhofer Heide

historisches Foto vom Flugbetrieb in Fürth-Atzenhof

Vor 80 Jahren begann die Geschichte der Fürther Fliegerei auf dem ältesten Flughafen Mittelfrankens, der bis vor wenigen Jahren hinter dem Stacheldraht einer amerikanischen Militärkaserne verborgen blieb. Ein Zeitzeuge erinnert sich. Zunächst wurde der Flughafen bis 1920 zur Flugausbildung militärisch genutzt und dann für die Zivilfliegerei geöffnet. Mitte der 20er Jahre stand der Fürther Flughafen auf Platz 8 in Deutschland und es kamen im Jahr rund 5.000 Fluggäste zu Besuch. Mit dem Nationalsozialismus endete diese Ära. 1956 erlebte die Atzenhofer Heide nochmals einen Höhepunkt mit dem Flugtag der Nationen. Gegenwärtig werden die Werfthallen und Kasernenunterkünfte von Künstlern und Fotographen als Atelier genutzt.

der leidenschaftliche Flugplatzarchivar Winfried Roschmann im heimischen Privatmuseum

Ein Film von Matthias Göpfert und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12:30 Min.

Juli 1996

Dicke Luft in den vier Wänden

Luftmessungen geben Auskunft darüber, ob sich gefährliche Chemikalien in der Raumluft befinden

Müdigkeit, Rückenschmerzen, Migräne und Allergien. Viele Menschen haben eine ganze Reihe von Symptomen, die keiner Krankheit klar zuzuordnen sind. Versteckte Gifte im eigenen Haus und am Arbeitsplatz wie Lindan, Asbest und Blei können die Ursache für die Beschwerden sein. Umweltmediziner spüren in Zusammenarbeit mit Baubiologen die Gifte im Alltag der Patienten auf, und helfen ihnen, nach jahre­langer, scheinbar grundloser Krankheit wieder ein normales Leben aufzunehmen.

Im Labor werden die Proben später untersucht

Ein Film von Matthias Göpfert und Thomas Steigerwald •  Länge: 12:00 Min.

Juni 1996

Leben für den Moment – Tänzerportait

Szenenfoto

Die fünf Mitglieder einer Tanzgruppe tanzen aus Leidenschaft – für sich und für das Publikum. Das Überleben in der freien Tanztheaterszene ist nicht einfach, doch die Möglichkeit, sich künstlerisch frei mitteilen zu können und die Freude, gemeinsam neue Ausdrucksformen im Tanz zu finden, bestärkt sie, ihre mit großem Engagement geführte Arbeit fortzusetzen. Was treibt Menschen an, in deren Lebensmittelpunkt die Kunst steht, auch unter persönlichen Einschränkungen an ihrem Ziel festzuhalten?

Szenenfoto

Ein Film von Thomas Steigerwald  •  Länge: 12:30 Min.

Mai 1996

»Morgen mach‘ mer zu«

In Heiner Sindels Gasthaus kommt der Fisch aus dem eigenen Weiher frisch auf den Tisch

Viele bäuerliche Existenzen und mit ihnen Dörfer sind vom Aussterben bedroht. Denn auf den Verlust der Landwirtschaft folgt die Artenvielfalt, das Gewerbe und die Landflucht der Jugend. Um dieser Entwicklung etwas entgegen zu setzen, versucht der mittlerweile bundesweit bekannte Verein »Artenreiches Land, lebenswerte Stadt« mit medienwirksamen Aktionen (z. B. Verpackung eines Dorfes, eine »Nacht der Feuer«) und der Neuentwicklung von Perspektiven, regionale Strukturen in Land­wirtschaft und Handel zu erhalten, um so Arbeitsplätze zu sichern und ökologische Vorteile herauszustellen.

Verpacken des Dorfes Weiler am See als Symbol für das Verschwinden von Bauernhöfen, Innenstadtgeschäften und Artenvielfalt

Ein Film von Birgit Vetter und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12 Min.

preisgekrönter Film Dieser Film hat eine Auszeichnung bekommen.
April 1996

Von Auschwitz nach Nürnberg

Szenenfoto

Auschwitz – dieser Ort steht für die Greueltaten, die von Nationalsozialisten an Millionen jüdischer Menschen verübt wurden. Nicht nur in Konzentrationslagern waren Juden der Willkürherrschaft der SS ausgeliefert. Eva Keszler wurde von Auschwitz nach Nürnberg transportiert, um dort als Zwangsarbeiterin in den Siemens-Schuckert-Werken zu arbeiten. Ihre Familie blieb in Auschwitz zurück und wurde grausam er­mor­det. Sie erinnert sich an ihren Weg, und berichtet eindringlich über die unmensch­lichen Geschehnisse der Vergangenheit.

Ein Film von Gerhard Faul  •  Länge: 11:30 Min.

März 1996

Von Gott und der Welt verlassen –
Kroatienfahrt mit der Kriegskindernothilfe

Szenenfoto

Ein Flüchtlingslager in Zagreb im Frühjahr 1996. Noch immer leben Familien hier, und die Unterkünfte sind fast immer in desolatem Zustand. Häufig gibt es keinen Strom und kein fließendes Wasser. Zustände, unter denen vor allem die Kinder leiden. Um diese Not etwas zu lindern, fahren die Vereinsmitglieder der Kriegskindernothilfe aus Roth fast wöchentlich Hilfsgüter, darunter Lebensmittel, Kleidung und Möbel, nach Kroatien. Unterstützung, die bis heute dringend gebraucht wird. Mit Hilfe von Spen­den ist es den ehrenamtlichen Helfern sogar gelungen, eine ambulante Kinder­station im Krisengebiet einzurichten.

Szenenfoto

Ein Film von Matthias Göpfert und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12 Min.

Februar 1996

Unwiderstehlicher Schlafdrang – das Leben mit Narkolepsie

Vorbereitungen für eine Untersuchung im Schlaflabor

50.000 – 90.000 Menschen leiden in Deutschland an der Krankheit Narkolepsie, d.h. sie schlafen ungewollt in den ungewöhnlichsten Situationen ein, wie beispielsweise in der U-Bahn, beim Vorstellungsgespräch oder in der Badewanne. Neben beruflichen Proble­men bis hin zum Arbeitsplatzverlust leiden viele von den Betroffenen unter sozialer Isolation und dem gesellschaftlichen Unverständnis, das ihnen entgegen gebracht wird.

Ein Film von Matthias Göpfert und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12 Min.

Januar 1996

Wirkungsgrade – Auf der Suche nach dem Weg aus dem Treibhaus

Szenenfoto

1990 hat sich die Bundesregierung in einer Selbstverpflichtungserklärung zu einer CO2-Minderung entschlossen. Obwohl es schon heute konkrete Alternativen und Handlungs­möglichkeiten in der Energiepolitik gibt, werden diese nur wenig genutzt, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren. Während große Energieversorger die Lösung der CO2-Problematik vorrangig im Ausbau der Kernenergie sehen, setzen Befürworter der Energiewende auf alternative Wege aus dem Treibhaus, wie zum Beispiel auf erneuerbare Energie wie Sonne, Windkraft und Biomasse.

Ein Film von Birgit Vetter und Thomas Steigerwald  •  Länge: 12 Min.